Giants Herford

1st team: Giants legen klassischen Fehlstart hin

  • Sonntag, der 10. Januar 2016
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Das Jahr 2016 ist für die Regionalligavertretung der Giants Düsseldorf alles andere als ideal gestartet. Mit 71-89 mussten sich den starken Telekom Baskets Bonn II geschlagen geben und rangieren damit aktuell auf dem elften Tabellenplatz der Regionalliga West. Schon der Beginn in die Partie verlief dabei alles andere als vielversprechend.

Nachdem Sebastian Kehr dem US-Center der Gäste, Patrick Beverly, früh das erste Foul anhing und per Freiwurf die ersten Punkte des Spiels erzielte, drehten die Bonner auf. Gegen eine aggressive Verteidigung, die es den Telekomern aufgrund ihrer variablen Spieler erlaubte quasi ständig die Männer zu tauschen, hatten die statisch agierenden Giganten große Probleme. Während die Gäste die Partie schnell gestalteten, nahmen die Düsseldorfer jegliches Tempo aus der Partie und erschwerten sich so selbst das Leben. Da sie traumwandlerisch von jenseits der 3-Punkte-Linie trafen (3 von 3 in den ersten 2,5 Minuten) lagen sie schnell mit 1-13 in Front.

Auch eine Auszeit von Headcoach Gerrit Terdenge zeigte nicht den gewünschten Effekt. Während die Würfe aus der Distanz bei den Hausherren nicht fielen, setzten die Bonner ihre Serie fort. Insgesamt sechs Dreier fanden bei nur acht Versuchen das Ziel, wobei fast jeder bis dahin eingewechselte Akteur der Gäste traf. Neben ihrer Treffsicherheit boten die Gäste attraktiven und uneigennützigen Tempobasketball, dem die Düsseldorfer nach zehn gespielten Minuten nichts entgegenzuhalten hatten und mit 12-32 in Rückstand lagen. Widerstand gab es einzig von Josip Naletilic (6 Punkte), der gelegentlich erfolgreich den Weg zum Korb fand.

In den zweiten zehn Minuten stabilisierte sich die Verteidigung der Düsseldorfer zumindest ansatzweise, zumal auch die Quote aus der Distanz bei den Bonnern zunehmend schwächer wurde. Da vor allem in der Offensive kein Spielfluss aufkam, konnten die Giants jedoch nicht weiter aufschließen und sahen sich stattdessen einem 26-Punkte-Rückstand entgegen (23-49).

Die zweite Hälfte begann mit einem Dreier vom bis dahin blassen Vedran Nakic zunächst verheißungsvoll, doch erneut konterten die Gäste. Mit zahlreichen gut herausgespielten Würfen und Korblegern erhöhten sie ihren Vorsprung schnell auf 31 Zähler (26-57, 23. Minute) und es sah alles nach einem rabenschwarzen Abend für die Landeshauptstädter aus.

Nun aber schienen auch die Düsseldorfer so langsam in der Partie angekommen zu sein. Angeführt vom nun bärenstarken Joscha Domdey, der die letzten acht Zähler für die Giants im dritten Viertel erzielte, konnten sie zumindest auf 43-69 vor den letzten zehn Minuten verkürzen. Wenngleich nun erstmalig ein gewisser Spielfluss zu erkennen war, schien die Hoffnung auf einen Sieg dennoch verloren. Doch die Giants sollten noch einmal große Moral beweisen.

Insbesondere die deutsche Garde um Joe Koschade, Marvin Lintner, Joscha Domdey und Sebastian Kehr sorgte in Verbindung mit Naletilic und Nakic nun dafür, dass der Rückstand binnen sechs Minuten auf elf Zähler schmolz (62-73). Insbesondere aus der Distanz fielen nun die Würfe, die für mehr Platz in der dicht stehenden Verteidigung der Bonner sorgen sollten und den Giants, die nun aufopferungsvoll verteidigten, immer wieder offene Würfe und Korbleger ermöglichten. In einer Partie, die wenige Minuten zuvor noch entschieden schien, gab es nun zumindest wieder etwas Hoffnung, das Wunder doch noch zu vollbringen und den Sieg einzufahren.

Zu abgeklärt präsentierten die Bonner sich in dieser Phase jedoch, als dass sie sich den Sieg noch nehmen lassen würden und verließen am Ende verdient mit 71-89 als Sieger den Platz.

Headcoach Gerrit Terdenge: „Zunächst einmal Glückwunsch nach Bonn, sie spielen ein sehr hohes Tempo und mannschaftlich geschlossen. Wir sind miserabel in die Partie gestartet und haben an beiden Enden des Feldes viele Fehler begangen. Ein Lob muss ich der Mannschaft für ihre Moral in der zweiten Halbzeit erteilen. Wir haben den Kopf trotz des hohen Rückstandes und der Tatsache, dass bei uns nichts wie gewünscht funktionierte, nicht in den Sand gesteckt und gekämpft, um die Partie noch einmal interessant werden zu lassen. In den kommenden Partien gilt es, an diese Schlussphase anzuknüpfen, dann werden wir auch wieder erfolgreich sein.“

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