Borussia
Borussia mit Innovation und Motivation gut gerüstet für die Zukunft - „Mission Triple-Triple“

Selten gab es in den letzten Jahren schon vor Saisonbeginn so viele Unwägbarkeiten im Team für die kommende Spielzeit wie in diesem Jahr. Gleich zwei ernsthafte Verletzungen haben die Saisonvorbe-reitung von Cheftrainer Danny Heister fast vollständig über den Haufen geworfen, dazu kommt der lange China-Aufenthalt von Timo Boll, der insgesamt gerade einmal zwei Wochen Urlaub zwischen den beiden Spielzeiten gemacht hat.

Doch damit nicht genug: die Saison 2011/12 hat es in sich, mit Europa-meisterschaft, Mannschafts-Weltmeisterschaft im eigenen Land und den Olympischen Spielen 2012 in London jagt ein Höhepunkt den nächsten.
„Jeder Spieler hat seine eigenen Ziele – Wettkampfresultate, Olympia-Qualifikation, Rekonvaleszenz. Das müssen wir unter einen Hut be-kommen und zu einem vernünftigen Mannschaftsergebnis zusammen-rühren für unsere Mission Triple-Triple“, so Heister.

Dabei kann der Niederländer nicht einmal ausschließen, dass er auch in dieser Saison wieder selbst zum Schläger greifen muss. Christian Süß wird nach derzeitigen Schätzungen bis Ende September nicht zur Ver-fügung stehen. Der 26-Jährige hatte sich nach Saisonende bei einem Schaukampf eine schwerwiegende Knieverletzung zugezogen. In der Folge musste er nicht nur seinen Jahresurlaub stornieren, sondern be-findet sich nach einer Operation bis heute täglich in der Reha und hat erst vor wenigen Tagen mit den ersten vorsichtigen Übungen am Tisch begonnen.

Das zweite Sorgenkind kommt aus Ungarn. Denn auch die Schulterope-ration von János Jakab wenige Tage nach dem Gewinn des Triples im Juni stellte sich als komplizierter und langwieriger heraus als gedacht. Mittlerweile befindet sich Jakab, der nun in seine zweite Saison beim deutschen Rekordmeister geht, wieder im täglichen Training und macht auch einen sehr guten Eindruck, doch Heister ist noch nicht sicher, ob sein Schützling auch Wochenenden mit zwei Begegnungen durchhalten kann.

Einzig Patrick Baum hat eine „ganz normale“ Sommerpause verbracht. Nachdem seine Formkurve im ersten Jahr seines Engagements in Düsseldorf schon steil nach oben zeigte und er sich als Weltranglisten-23. derzeit sogar noch Hoffnungen machen darf, als dritter Mann des deutschen Aufgebots ein Ticket für London zu ergattern, dürfen sich die Fans auf ein weiteres Jahr mit dem 24-Jährigen Kämpfer freuen.

Alle zusammen müssen sich in dieser Saison auf ein paar Neuigkeiten in der Tischtennis Bundesliga einstellen. Neben dem neuen Namen – TTBL in der Kurzform – haben die Vereinsvertreter der höchsten deutschen Spielklasse ein paar Eingriffe in das Spielsystem gewagt, um die Attrak-tivität der Sportart zu steigern. So wird dem bisher zum schweigenden Zuschauen verdammten Trainer der Maulkorb abgenommen. Künftig darf der Coach – aber auch nur er – auch zwischen den Ballwechseln technische und taktische Anweisungen in das Spielgeschehen rufen.

Dafür entfallen in der TTBL künftig die (Coaching)Pausen nach dem ersten und dritten Satz. Die Spieler wechseln dann lediglich die Seiten und beginnen sofort mit dem nächsten Durchgang. Damit werden gleichzeitig auch die Wartezeiten für die Zuschauer verkürzt und die einzelnen Spiele mediengerechter gestaltet.

Und noch eine Änderung kommt mit Beginn der neuen Spielzeit zum Zuge: In der TTBL wird künftig im selben Spielsystem gespielt wie in der Champions League. Damit entfällt das Doppel, es wird wieder vermehrt zu Spielen der Topspieler gegeneinander kommen und dem Einzel eine größere Bedeutung beigemessen. „Die verschiedenen Systeme waren uns schon lange ein Dorn im Auge“, so Manager Andreas Preuß, der als TTBL-Aufsichtsratsvorsitzender und Mitglied der Arbeitsgruppe „Pro Tischtennis“ die Regeländerungen vorangetrieben hat. „Ein Fußball-Champions-League-Spiel wird ja auch nicht mit 13 Spielern angepfiffen, während in der DFL nur elf Mann auf dem Platz stehen.“

Zudem wird es künftig nur noch ein Endspiel um die Deutsche Meisterschaft an einem neutralen Ort geben, und aus dem Final 4 wird eine Pokalendrunde mit acht Mannschaften (2011/12 in der Porsche-Arena Stuttgart).

Und schließlich baut die Borussia mit Beginn der neuen Saison ihre Aktivitäten im Internet-Fernsehen aus und gründet mit „Borussia TV“ einen eigenen Web-TV-Kanal. So sind auf der eigenen Website borussia-duesseldorf.de sowie bei den Partnern ARAG.de, butterfly.tt und sportstadt-duesseldorf.de bis zu 25 Beiträge geplant. Darunter die Highlights der ebenfalls bei Borussia TV live gestreamten Heimspiele, Interviews und interessante Einblicke hinter die Kulissen des zweifachen Triple-Siegers.

Zugpferd, Medienstar und unbestrittener Mittelpunkt des Teams bleibt aber natürlich Timo Boll. Der Weltmeisterschafts-Dritte wird auch in diesem Jahr wieder den Spagat schaffen, seine einzigartige internationale Karriere fortzusetzen und dabei trotzdem auf den Punkt fit für seine Borussia in der Box zu stehen. In der vergangenen Saison überstrahlte seine 32:4-Bilanz die an sich schon tollen Ergebnisse seiner Mann-schaftskollegen.

Die Saison 2011/2012 verspricht also wieder viel Spannung, zahlreiche Innovationen und vor allem Top-Sport vor garantiert einmaliger Kulisse. In der abgelaufenen Spielzeit verfolgten im Schnitt 1.096 Zuschauer die Heimspiele im ARAG CenterCourt, der sich seit seiner Eröffnung vor rund 15 Monaten bei den Fans immer größerer Beliebtheit erfreut.

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