Lena Ordelheide Jc71

“Die Deutsche Meisterschaft einer der Höhepunkte für mich…”

  • Freitag, der 19. Januar 2018
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In Stuttgart kämpfen am Wochenende die besten Deutschen Judoka bei der Deutschen Einzelmeisterschaft um Titel. Mit dabei sind vom JC 71 auch Johannes Frey, Boris Peric und Lena Ordelheide. Vor allem für die 21-Jährige war die Vorbereitung eine große Herausforderung. Denn sie hat so ganz nebenei gestern Ihre Ausbildung abgeschlossen. Jetzt kann sie ganz entspannt nach Stuttgart fahren.

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben schon vor der DM Großes geschafft!

Danke! Ich habe meine Ausbildung zur Sport- und Fitness-Kauffrau beim JC 71 beendet. Die schriftliche Prüfung war im November, die mündliche erst jetzt. Aber ich habe bestanden und kann jetzt ganz befreit nach Stuttgart fahren. Die Vorbereitung war ein bisschen stressig.

Wieso?

Ich musste seit November alles irgendwie unter einen Hut bekommen: einen 40-Stunden-Job, das Training und abends noch lernen für die Prüfung. Ich konnte morgens zum Beispiel nicht zum Frühtraining, was sehr schade war. Aber in den letzten Wochen konnte ich ein bisschen aufholen. Ich war im Trainingscamp in Belgien und letzte Woche konnte ich fast alles machen, nur für die Prüfung fiel eine Einheit aus. Ich fühle mich gut vorbereitet und der Abschluss der Ausbildung war sehr befreiend.

Was ist ihr Ziel bei der DM?

Das Ziel ist eine Platzierung zwischen Platz eins und fünf. Eine Medallie wäre ein Traum.

Stehen die möglichen Gegner schon fest?

Am Freitag wird gewogen und dann steht wirklich fest, wer an der Meisterschaft teilnimmt und dann wird auch ausgelost.

Gibt es jemanden, dem sie am liebsten ausweichen würden?

Katharina Menz ist viermal in Folge Deutsche Meisterin geworden. Die in der ersten Runde, das wäre kein leichtes Los. Ich hoffe, dass ich erst später auf auf sie treffe.

Wie ist die Stimmung bei den Meisterschaften?

Man kennt viele Kämpfer, vor allem die Favoriten. Mit einigen trainiert man ja zusammen am Bundesstützpunkt. Außerdem sind wir ja zu dritt vom JC 71 dabei. Mit Boris Peric und Trainer Lukas Krautmacher fahre ich zusammen hin, Johannes Frey treffen wir dann vor Ort. Deshalb ist man trotzdem irgendwie als Team unterwegs.

Wie geht es weiter nach der Deutschen Meisterschaft und dem Ende der Ausbildung?

Ich habe dann einen Teilzeitjob beim Verein und werde im April mein Studium beginnen. Ich studiere Business Administration an der FH in Düsseldorf. Da muss ich auch erst einmal schauen, wie sich das einpendelt.

Ist denn Olympia 2020 ein Ziel?

Das steht noch nicht im Vordergrund, so hoch bin ich auch noch nicht, weil ich lange verletzt war und so den Anschluss verpasst hatte. Deshalb ist die Deutsche Meisterschaft einer der Höhepunkte für mich. Aber man weiß ja nie, was passiert und bis 2020 ist es ja auch noch etwas hin.

 (PK)