Huettermann

„Düsseldorf ist für mich Beachvolleyball…“

  • Montag, der 17. Juli 2017
  • News

Feinster Sand, braungebrannte und durchtrainierte Athleten – Spitzensport auf allerhöchstem Niveau. Beachvolleyball hat die Sportstadt Düsseldorf erobert. In Lierenfeld ist ein neues Zentrum mit zahlreichen Außenplätzen entstanden. Gleich mehrere Topteams aus der deutschen Szene starten für Düsseldorf. Und in Stefanie Hüttermann stellt die Sportstadt Düsseldorf nun eine Teammanagerin vor, die Beachvolleyball in Düsseldorf so richtig heimisch machen soll. Die 32-Jährige ist selbst als Spielerin aktiv, wird in ihrer neuen Rolle aber viele weitere Aufgaben angehen. Für diese ist die Juniorprofessorin an der Sporthochschule Köln durch ihre wissenschaftliche Expertise und hervorragenden Kontakte in der deutschen Beachvolleyballszene prädestiniert. Im Interview verrät sie ihre ehrgeizigen Pläne.

Stefanie, du beginnst in diesen Tagen deine Aufgabe als Teammanagerin. Was genau willst du bewegen?

Beachvolleyball in der Sportstadt Düsseldorf hat unheimlich viel Potenzial, das ich entwickeln möchte. Ich hoffe, die Leute in der Stadt für unsere Sportart zu begeistern, alles was möglich ist, rauskitzeln zu können. Dabei verstehe ich mich als Bindeglied zwischen Stadt, Verband, der Anlage und natürlich den Sportlern. Das kann für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation ergeben.

Wieso hat man dich für den Job ausgewählt?

Ich trainiere seit Jahren in der Halle Mensch, habe einen engen Draht zum Betreiber. Die Teams, die für Düsseldorf starten, kenne ich seit Jahren und auch zum Verband habe ich enge und gute Kontakte. Für die Sportstadt Düsseldorf hat das viele Vorteile, da ich in der Szene gut vernetzt bin. Das fehlte bislang und wird viele Vorhaben in Zukunft sicherlich erleichtern. Der Sport Beachvolleyball ist ein so großer Teil meines Lebens, dass ich mich freue ein Stück meiner Erfahrung auch an jüngere Teams zukünftig weitergeben zu können. Die Arbeit an der Deutschen Sporthochschule Köln und meine Expertise in der Sportwissenschaft sind sicherlich von Vorteil, um die Teams zukünftig nicht nur spielerisch zu unterstützen, sondern auch weitreichendere Strukturen zu schaffen.

Du bist gemeinsam mit Anna Hoja noch selbst als Spielerin aktiv. Welchen Stellenwert genießt das für dich?

Ich bin in meiner Karriere früher viel international unterwegs gewesen. Seit ich aber als Professorin an der Sporthochschule in Köln arbeite, fehlte die Zeit dafür. Zwischenzeitlich habe ich sogar gar nicht mehr gespielt, jedoch schnell gemerkt, dass es zu früh für den endgültigen Absprung ist. Jetzt wollen Anna und ich auf der nationalen Tour die anderen Teams ärgern und so gut es die Zeit zulässt mitspielen.

Wie kann das gelingen?

Anna und ich ergänzen uns im Team durch unsere unterschiedlichen Charaktereigenschaften und spielerischen Fähigkeiten sehr gut. Während ich durch meine langjährige Spielerfahrung häufig mit viel Übersicht den Ball auf der anderen Seite platziere, profitiert Anna von ihrer Erfahrung aus der Halle, dort spielt sie seit Jahren in der Bundesliga. Sie bringt den Gegner mit ihren harten Angriffsschlägen häufig zur Verzweiflung.

Dass du auf der Tour auch noch selbst unterwegs bist, ist sicher kein Nachteil für deinen Job als Teammanagerin, oder?

Dadurch, dass ich selbst noch aktiv spiele, bekomme ich auf der Tour natürlich sehr viel mehr mit als jemand Außenstehender, wovon wir bei unserem neuen Projekt sicherlich profitieren können. Ich freue mich riesig auf das neue Projekt. Es ist eine Herausforderung für mich diese neue Aufgabe anzugehen, aber ich werde das mit viel Spaß und Ehrgeiz angehen.

Welchen Bezug hast du zu Düsseldorf?

Ich bin in Oberhausen geboren worden und in Hünxe aufgewachsen, also ein Kind des Westens. Seit ich denken kann, trainiere ich Beachvolleyball in Düsseldorf. Wenn ich von Düsseldorf spreche, dann ist das für mich auch Beachvolleyball.

Womit beginnst du deine Arbeit als Teammanagerin?

Ich werde sehr viele Gespräche führen, mit Trainern und Spieler sprechen. Das Wichtigste ist, ein gutes System zu etablieren, die letzten Feinheiten auf der Anlage zu klären und den Sport in die Sportstadt Düsseldorf zu integrieren. Für den Jugendbereich werde ich mir noch kompetente Unterstützung suchen. Und dann bin ich mir sicher, dass Beachvolleyball in dieser Stadt noch größer und ein Zentrum neben dem nationalen Verbandsstützpunkt in Hamburg werden kann.

Wir drücken die Daumen und danken für das Gespräch.

(JW)

Zur Person: Stefanie Hüttermann ist 32 Jahre jung und seit 2006 Beachvolleyballerin. Zuvor war die gebürtige Oberhausenerin als Hallen-Volleyballerin aktiv. Seit diesem Jahr schlägt sie gemeinsam mit Spielpartnerin Anna Hoja für Düsseldorf auf. An der Sporthochschule Köln ist Hüttermann seit vergangenem Jahr als Juniorprofessorin für Aufmerksamkeitsforschung in den Sportspielen und als Leiterin der Kognitions- und Sportspielforschung angestellt. Sie wurde bereits mit zahlreichen Wissenschaftspreisen ausgezeichnet, unter anderem vom Deutschen Olympischen Sportbund im vergangenen Jahr.