Stehende Ovationen für die Hauptdarsteller der Gymmotion
Am Samstagabend erlebten 3.000 Zuschauer/innen die GYMMOTION TIME in der Philipshalle in Düsseldorf und waren zum Schluss ausnahmslos begeistert. Die beste GYMMOTION präsentierte Turnen, Licht und Live-Musik in neuem Gewand und wurde zu Recht mit Standing Ovations verabschiedet.
Nach dem regionalen Programm der Düsseldorfer Vereine und der Begrüßung durch den DTB-Vizepräsidenten Jochen Güllüg und den RTB-Präsidenten Hans-Jürgen Zacharias führte das GYMMOTION-Time-Team alle Aktiven durch das Stargate, um das Publikum zu begrüßen. Fortan übernahm das Showteam MATRIX gekonnt und bilderreich die Regie.
Yuri Tikhonovich legte gleich zu Beginn sehr kraftvoll mit seiner Performance los und demonstrierte, dass Turner die Schwerkraft aufheben können. Im Anschluss zeigte das Team Kokushikan, wie man eine choreographisch anspruchsvolle Übung perfekt synchron zelebriert. Die GYMMOTION startete also gleich mit den turnerischen Attributen Kraft und Ästhetik, wobei Lisa Ingildeeva den ästhetischen Faden mit ihrer Kür musikalisch-spielerisch aufnahm.
Helge Liebrich turnte am Pauschenpferd für das Turn-Team-Deutschland den ersten spektakulären Wettkampf-Teil, gefolgt von der lustigsten Balkenübung einer männlichen Turnerin im kleinen Blauen. Gut geturnt und stimmungsvoll umgesetzt, gab es auch etwas zum Schmunzeln.
In nahtloser Folge hat Regisseur Harald Stephan auf wechselnden Flächen seine Aktiven in Szene gesetzt: Soloperformance (wieder Kokushikan), Rhönradturnen (Robert Maaser und Achus Emeis), eine lustig-athletische Reck-Nummer von "The Ro(e)ck", die im Kilt das Publikum begeisterten.
Turnerinnen vom Bundesstützpunkt (Chemnitz-Altendorf) und die Russische Nationalmannschaft in der Sportakrobatik führten zum Höhepunkt des ersten Teils: Eine Triangel aus 3 Trampolinen, war die Basis für die Bundesliga-Trampolinturner, die ihre Nummer zur Live-Musik von "Das Duo" (Christine Kessler und Saxophonist Michael Stämmler) turnten. Turnen, Show und Musik in perfekter Kombination.
Der zweite Teil legte dann noch mehr Tempo zu, eigentlich unglaublich, so dass man aus dem Staunen nicht mehr heraus kam. Keine Nummer fiel ab und das Showteam Matrix, das in stetig neuen Varianten auftrat, leitete die weiteren Höhepunkte ein.
Eine besondere Klasse bildete das "Twilight Duo" auf dem Roue Cyr (ein einreifiges Rhönrad) und Fleeky Flanco, der mit seiner Handstand-Schlangenmensch-Performance gut ankam. Damit gegen Ende der Show keine Müdigkeit aufkommen konnte, heizten die Rope Skipper als "Time Jumper“ (eine deutsch-belgische Mischung) flott ein. Für einen gelungenen harmonischen Ausklang vor dem großen Finale, zauberte mal wieder Kokushikan eine Kür in perfekter Synchronität auf die Bodenfläche.
Wer nicht da war, hat etwas verpasst. Auf Wiedersehen in 2010 in Düsseldorf.












