Erneutes Heimspiel für den Europameister perfekt: Der Deutsche Tischtennis-Bund richtet das Liebherr Europe Top 12 auch 2010 in der Landeshauptstadt aus
Punkt, Satz und Sieg für Timo Boll und den deutschen Tischtennissport: 5500 Zuschauer feierten beim LIEBHERR Europe Top 12 im Burg-Wächter Castello ein Fest des Sports; und Mittelpunkt der großen "Party" war Lokalmatador Timo Boll von der Düsseldorfer Borussia, der die Gunst des Heimvorteils nutzte und im Finale gegen den Weißrussen Vladimir Samsonov einen 1:3-Satzrückstand noch in einen triumphalen 4:3-Sieg umwandelte. Der Europameister setzt sich auch im hochkarätig besetzten Feld der besten kontinentalen Ballzauberer durch und feierte dabei seinen insgesamt vierten Erfolg nach 2002, 2003 und 2006 bei den Europe Top 12.
Entsprechend zufrieden zog Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB), gemeinsam mit Christian Koke, Abteilungsleiter der sportAgentur Düsseldorf als Organisationspartner des DTTB, Bilanz. "Die Präsentation des Tischtennissports war hier in Düsseldorf hervorragend", lobte Weikert die telegene Halle mit den kräftigen rot-blauen Farben und den dicht angrenzenden Zuschauerrängen. Entsprechend gut sind die TV-Bilder noch am gleichen Tag in der ZDF-Sportreportage und in der ARD-Sportschau herübergekommen. Zum ganz großen Glück fehlte Weikert und Koke eine ausverkaufte Halle. Doch das ist das Ziel, das sich DTTB und sportAgentur für 2010 gesetzt haben. Denn beide Partner einigten sich bereits darauf, nach der aktuellen Premierenveranstaltung auch im nächsten Jahr das LIEBHERR Europe Top 12 in der Landeshauptstadt auszutragen – und bescheren damit Timo Boll zur Titelverteidigung am ersten Februar-Wochenende 2010 erneut ein echtes Heimspiel.
Für Bolls Teamkollegen Dimitrij Ovtcharov war das TOP 12 allerdings schon nach dem ersten Turniertag beendet. Der 20-jährige Borusse scheiterte wie 2008 im Viertelfinale. Zum Stolperstein wurde diesmal der Däne Michael Maze, der im Halbfinale beim 1:4 gegen Boll allerdings chancenlos war.
Da die in Düsseldorf trainierende Wu Jiadou die Vorschlussrunde bei den Damen erreicht hatte, war DTTB-Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig aus sportlicher Sicht „mit dem Gesamtergebnis zufrieden. Alle drei deutschen Starter haben ein starkes Turnier gespielt“. Die DTTB-Führung durfte sich in Düsseldorf zurecht über Spitzenresultate auf europäischer Ebene freuen, doch die Spieler aus China sind in der Tischtenniswelt das Maß der Dinge. Grund genug für DTTB-Präsident Thomas Weikert, mit den Asiaten Trainings-Kooperationen einzugehen. So wird es im Deutschen Tischtenniszentrum in Düsseldorf vom 9. bis 19. März gemeinsame Lehrgänge der deutschen A- und B-Nationalkader mit einer chinesischen Trainingsgruppe geben. Ab dem 11. März stoßen auch noch Japaner hinzu. Beste Vorbereitung also für das Borussen-Trio Timo Boll, Dimitrij Ovtacharov und Christian Süß sowie für Wu Jiadou, um im April gestärkt zur WM im japanischen Yokohama zu fahren.
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