Am 7. Mai fiel der Startschuss an der Rheinterrasse für 10.000 Teilnehmer zur größten Breitensportveranstaltung in Düsseldorf.
Wer einen Marathonlauf erfolgreich bestreiten will, muss über einen langen Atem und eine gute Ausdauer verfügen
Wer zu schnell startet, dem geht oft zu früh die Puste aus.
Was für die Läufer gilt, trifft in gleichem Maße auf die Veranstalter der großen Laufspektakel zu. Einige deutsche Städte, die im Zuge des Laufbooms der letzten Jahre einen eigenen Marathon durchführen wollten, haben diesen wieder vom Veranstaltungskalender gestrichen.
Nicht so in Düsseldorf, wo sich der Volkslauf nach mittlerweile vier Jahren als zweitgrößter deutscher Frühjahrsmarathon etabliert hat. Am 7. Mai stand der vierte Lauf durch die Nordrhein-Westfälische Landeshauptstadt auf dem Plan.
Optimale Kombination von Spitzen- und Breitensport", lautet das Erfolgsrezept der Düsseldorfer Marathonveranstalter. Rund 10.000 Läufer, Walker und Inlineskater erschienen zum Start am Düsseldorfer Rheinufer. Mehr als die Hälfte davon trat über die klassische Distanz von 42,195 Kilometern an. Für reichlich Stimmung über die gesamte Strecke sorgt die Düsseldorfer Marketing und Tourismus GmbH und so genannte "Kilometerpaten", das sind Vereine oder Unternehmen, die für die Belebung und Stimmung an der Strecke sorgen.
Für Kinder, Jugendliche, Laufanfänger und Walker stand der Charly-Engels-Lauf über etwa 4,5 Kilometer auf dem Programm, zur Erinnerung an den kürzlich verstorbenen Mitbegründer des Düsseldorfer Marathons.
Ein noch junges Angebot in Düsseldorf findet immer mehr Anhänger, die Staffel.
In der Marathonstaffel teilen sich vier Läufer eines Teams die volle Marathondistanz auf.
Strecken zwischen neun und zwölf Kilometern müssen die Einzelnen dabei hinter sich bringen. Im vergangenen Jahr wurde dieser Wettbewerb als Firmenstaffel angeboten. Mehr als 200 Teams aus zahlreichen Unternehmen traten an. In diesem Jahr wurde das Angebot erweitert und stand neben den Firmenteams auch allen Vereinen, Lauftreffs und anderen Organisationen offen.
Auch nationale und internationale Spitzenläufer finden verstärkt den Weg an den Rhein. Der 2006er war Schauplatz einer Qualifikationsmöglichkeit für die Europameisterschaften im August in Göteborg. Nach jahrelanger Durststrecke sollten die deutschen Straßenläufer in Düsseldorf den Anschluss an die europäische Spitze wieder herstellen. Gleich vier der derzeit stärksten nationalen Laufasse traten gegeneinander an. Mit Carsten Eich (rhein-marathon düsseldorf e.V.) ging der Düsseldorfer Sieger des Jahres 2004 an den Start. Carsten Schütz (TV Wattenscheid) war schnellster deutscher Marathonläufer 2003. Martin Beckmann (LG Leinfelden-Echterdingen) war Deutscher Marathonmeister des Jahres 2002 und Embaye Hedrit (LG Braunschweig) gehörte in den vergangenen Jahren zur deutschen Spitzenklasse im Halbmarathonlauf.
Absoluter Star der Veranstaltung war Luminita Zaituc (LG Braunschweig). Die Gewinnerin der Silbermedaille bei den Europameisterschaften des Jahres 2002 stürmte als Vorjahressiegerin in Düsseldorf in 2:26:44 Stunden mit einer Weltklassezeit ins Ziel und gewann auch in diesem Jahr überlegen vor der Konkurrenz. Bei allen europäischen Frühjahrsmarathons des Jahres 2005 gelang lediglich der britischen TOP-Läuferin Paula Radcliffe beim London-Marathon eine schnellere Siegerzeit.
Der METRO Group Marathon Düsseldorf freute sich auch über die Startzusage einer weiteren deutschen Spitzenläuferin, Melanie Kraus (TSV Bayer Leverkusen 04). Mit der deutschen Mannschaft gewann sie den Europacup im Marathonlauf bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2002 in München. Auf dem schnellen Düsseldorfer Kurs wollte auch sie die Qualifikation für die Leichtathletik-Europameisterschaften in Göteborg in Angriff nehmen.
Der Düsseldorfer Streckenverlauf wurde gegenüber dem Vorjahr noch einmal optimiert, um nicht nur den Spitzenläufern, sondern allen Aktiven einen Angriff auf ihre persönliche Bestzeit zu ermöglichen. 1600 freiwillige Helfer aus Düsseldorf, Ratingen und Neuss sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Megaveranstaltung. Wie in den Vorjahren feuerten über 300.000 Zuschauer entlang der Strecke die Läufer mit rheinischer Begeisterung an.













