Düsseldorf Innenstadt , 06. Mai 2007
METRO Group Marathon Düsseldorf
Neuer Streckenrekord - Läufer aus Kenia dominierten das Rennen/Gute Stimmung an der Strecke

Herrlicher Sonnenschein und angenehme Temperaturen sorgten beim METRO Group Marathon für die rund 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ein herrliches Bild entlang der 42,195 Kilometer langen Strecke durch die City der Landeshauptstadt. Fußballbundestrainer Joachim Löw hatte die Läufer um 9.30 Uhr mit seinem Startschuss an der Rheinterrasse auf die Strecke geschickt. Er selbst lief dann einen Abschnitt als Staffelläufer mit. Beste Verhältnisse während des Rennens sorgten für einen flotten Lauf, den der Kenianer Bellor Yator in der neuen Streckenrekordzeit von 2:09,47 Stunden gewann und die alte Rekordmarke damit gleich um knapp viereinhalb Minuten unterbot. Bei den Frauen siegte zum dritten Mal in Folge die für die LG Braunschweig startende Luminita Zaituc in 2:29,37. Nach Schätzungen der Polizei säumten rund 380.000 Zuschauer die Marathon-Strecke.
Sehr zufrieden zeigte sich Oberbürgermeister Joachim Erwin: "Düsseldorf hat sich als Marathon-Stadt fest etabliert und die Düsseldorfer haben den Marathon voll angenommen. Das belegen die sensationelle Zuschauerzahl entlang der Strecke und auch die prächtige Stimmung. Dazu passt die tolle Siegerzeit mit dem neuen Streckenrekord. Dazu haben die zahlreichen Helferinnen und Helfer an der Strecke einen tollen Rahmen gesetzt."

Mario Kröckert bester Deutscher
Läufer aus Kenia beherrschten den Düsseldorf-Marathon. Sie belegten gleich die ersten vier Plätze. Dann folgte mit Regassa Dejen Nigussie ein Äthiopier vor drei weiteren Kenianern. Die ersten fünf Läufer unterboten alle den alten Streckenrekord. Der 1,60 Meter große und 48 Kilogramm schwere Sieger lobte anschließend vor der Presse des tollen Kurs in Düsseldorf, der allerdings einige Kurven aufwies. Als zur Hälfte der Strecke die Tempomacher nicht mehr für genügend Tempo sorgten, hatte der Sieger dann selbst das Heft in die Hand genommen und die zweite Hälfte seines Laufes noch einmal eine Minute schneller als die erste zurück gelegt. Es war sein fünfter Marathonlauf überhaupt. Er verbesserte dabei seine persönliche Bestzeit um drei Minuten. Bester Deutscher war Mario Kröckert in 2:16,07 Stunden auf Rang 9. Lokalmatador Carsten Eich lief in 2:21,22 Stunden auf Rang 13.
Ein rasantes Tempo legten auch die anderen teilnehmenden Sportler vor. Die schnellsten Skater (Michael Puderbach, Oliver Engel und Benjamin Tippmann) waren zeitgleich schon nach 1:10,56 Stunden im Ziel. Edward Malouf und Wilm Decleir schafften als Handbiker die Zeit von 1:14,08 Stunden. Und Christopher Hartel überquerte als flottester Einradfahrer nach 1:39,34 Stunden das Ziel am Rheinufer.

Athleten angefeuert
Schon am frühen Morgen hatten sich viele Düsseldorfer an der Strecke versammelt und feuerten die Athleten an. Dazu gab es an vielen Stellen Sambatrommeln und an herausragenden Punkten wie bei der Stadtsparkasse an der Berliner Allee oder beim Chinesischen Dorf an der Haroldstraße auch ansprechende optische Blickfänge für Teilnehmer und Zuschauer. Am Ziel an der Rheinuferpromenade waren sich nach der 42,195 Kilometer langen Distanz alle Teilnehmer des Beifalls der vielen Zuschauer sicher.
Schnell wieder freie Fahrt für den Verkehr
Unmittelbar nach den letzten Läufern wurden die Straßen abschnittsweise wieder freigegeben. Der ab dem frühen Sonntag gesperrte Rheinufertunnel hatte bereits ab 10.45 Uhr wieder für den Verkehr zur Verfügung gestanden, im Stadtteil Derendorf floss der Verkehrs bereits wieder ungehindert ab 11.45 Uhr. Unmittelbar hinter den letzten Läufern des Feldes herfahrend hatten die Mitarbeiter der Stadt Düsseldorf schnell wieder für freie Fahrt auf den gesperrten Straßen gesorgt. Parallel wurden direkt die Reinigungsarbeiten entlang der Straßenränder erledigt.

Logistische Herausforderung
Der Marathon war auch für die Mitarbeiter des Amtes für Verkehrsmanagement und des Ordnungsamtes eine logistische Herausforderung bei der Sicherung der Strecke. Immerhin galt es, 400 Absperrschranken, 600 Gitter am Straßenrand, 250 Halteverbotsschilder und 450 Absperrpylone (das sind die rot-weißen Hütchen) aufzustellen und unmittelbar nach dem Rennen sukzessive wieder abzubauen. Ergänzt wurden die städtischen Absperreinrichtungen noch durch rund 800 Absperrgitter, die der Veranstalter von privater Seite organisieren musste.  



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