400.000 Zuschauer feiern in Düsseldorf deutsche Top-Platzierungen
Susanne Hahn gewinnt und unterbietet die WM-Norm
Düsseldorf und der METRO Group Marathon – das passt. Rund 400.000 begeisterte Zuschauer am Rundkurs quer durch die City feierten eine Riesenparty des Laufsports und trieben dabei die Athleten zu Höchstleistungen. 13,5 Grad, trocken, nur wenig Wind - bei nahezu optimalen Bedingungen gingen die rund 10.000 Teilnehmer auf die flache und somit schnelle Strecke, die sich vor allem für die deutschen Top-Athleten als nahezu ideal herauskristallisiert hat. Siegerin Susanne Hahn (Saarbrücken) lief in 2:29,26 Stunden persönliche Bestzeit und unterbot dabei die Norm für die Weltmeisterschaft im August in Berlin. Andre Pollmächer (Chemnitz) kam in persönlicher Bestzeit von 2:13,09 Stunden hinter Sieger David Langat (2:10,46/Kenia) und dem geschlagenen Top-Favoriten Wilfred Kigen (2:11,30/Kenia) nach 42,195 Kilometer ebenso als Dritter ins Ziel wie Lokalmatadorin Sonja Oberem vom veranstaltenden Verein rhein-marathon Düsseldorf e.V.
Die erhofften Streckenrekorde blieben beim METRO Group Marathon trotz schneller Durchgangszeiten zwar aus. Doch David Langat erzielte die zweitschnellste Zeit, die je in Düsseldorf gelaufen worden ist. Rekordhalter bleibt damit der Kenianer Bellor Yatour, der 2007 in 2:09,48 Stunden ins Ziel kam. Sein Landsmann Wilfred Kigen (Bestzeit 2:07,33) hatte diesmal Pech. Bei Kilometer 35 zog sich der Favorit eine Wadenverletzung zu, musste Tempomacher David Langat ziehen lassen und konnte das Rennen nur noch zu Ende laufen. Eine Tempoverschärfung war nicht mehr möglich. Pech hatte auch Vorjahressiegerin Melanie Kraus aus Leverkusen, die sich beim Aufwärmen vor dem Start eine Oberschenkelzerrung zuzog. Claudia Dreher (Burg Ihle), die ebenfalls zum Kreis der WM-Kandidaten gehört, gab mit einer Fußverletzung auf.
Nach dem Rennen zeigten sich besonders die deutschen Herren selbstbewusst. Vor allem Andre Pollmächer nahm seine persönliche Bestzeit zum Anlass, gleich eine Kampfansage in Richtung Konkurrenz loszulassen. "Ich habe noch nicht alle Karten auf den Tisch gelegt", sagte der Chemnitzer, der bei der WM am 22. August in Berlin angreifen möchte. Bundestrainer Detlef Uhlemann war mit seinen Schützlingen mehr als zufrieden, zumal mit Martin Beckmann (6.), Falk Cierpinski (8.) und Tobias Sauter (9.) noch drei weitere Deutsche unter den besten Zehn zu finden waren. Entsprechend zufrieden zeigte sich auch Renndirektor Jan Winschermann.
Das von der sportAgentur Düsseldorf GmbH federführend organisierte Rahmenprogramm entlang der Strecke begeisterte zudem Zuschauer und Teilnehmer gleichermaßen. Allen voran an den Bühnen am "Bergischen Löwen" auf der Königsallee und im Ziel auf dem Burgplatz. Die große Party mit vielen Live-Bands, Cheerleadern und Samba-Gruppen verlieh den Sportlerinnen und Sportlern schnelle Beine, animierte die 400.000 Zuschauer zum Anfeuern – und rundete den Erfolg des METRO Group Marathons ab. Dazu trugen auch die Einradfahrer, Handbiker, Staffelläufer sowie die Teilnehmer am Mini-Marathon bei, die alle mit einer Medaille belohnt wurden.
Herren:
1. David Langat (Kenia)
2. Wilfred Kigen (Kenia)
3. Andre Pollmächer (Chemnitz)
Damen:
1. Susanne Hahn (Saarbrücken)
2. Melanie Schulz (Erfurt)
3. Sonja Oberem (Düsseldorf)
Düsseldorf, Herren:
1. Wolfgang Lenz
2. Christian Lenz
3. Alipio Penedo
Düsseldorf, Damen:
1. Sonja Oberem
2. Michaela Hunold
3. Sabine Papendick
















