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Per Christian Münstermann (SG Radschläger) stürzt bei den „35. Internationale Junioren Driedaagse“

Elle gebrochen – Ziel bliebt WM-Teilnahme

 

Es ist nicht das beste Jahr für die Düsseldorfer Radsportler. Zuerst verletzte sich Radschlägers Profi Ruben Zepuntke, der im Cannondale Pro Cycling Team fährt, im Februar am Ellenbogen, musste operiert werden und und konnte seine Ziele für das Jahr 2016 revidieren. Jetzt erwischte es Radschläger Per Christian Münstermann. Das 17-Jährige Radsporttalent brach sich im Nationaltrikot fahrend auf der Schlussetappe der „35. Internationale Junioren Driedaagse“ (20. bis 22. Mai) im niederländischen Axel die Elle des rechten Unterarmes und zog sich tiefe Fleischwunden zu. Per Armbruch
Auf regennasser Fahrbahn wurde er durch vor ihm stürzende Fahrer ebenfalls zum unfreiwilligen Kontakt mit der Fahrbahn gezwungen. Beim Versuch, den Fall abzufangen, geriet Münstermanns rechter Arm zwischen Hinterrad und Rahmen des Vordermanns. „Ich habe den Arm erstmal nicht wieder frei bekommen und der Kollege wollte wieder Gas geben. Da haben sich die hinteren Ritzel tief ins Fleisch gefressen“, erläutert Münstermann. Im Sint-Elisabeth-Hospital in Zotegem wurde der Radschläger genäht, geröntgt, eingegipst und mit der Prognose sechs Wochen Pause nach Hause geschickt. Um eine Operation kommt er herum, was ihn sein Ziel, Teilnahme bei der Bahnrad-Weltmeisterschaft 20. bis 24. Juli In Aigle (Schweiz), weiter anvisieren lässt. „U19-Nationaltrainer Helmut Taudte hat mir Mut gemacht. Er will mich bei der Bahn-WM dabei haben. Sofern ich eben fit bin“, so Münstermann. „Der Zeitplan ist ambitioniert, aber machbar.“ Dafür wird er arbeiten und voraussichtlich Anfang nächster Woche mit dem Training auf der Rolle weitermachen.

 

Bei den „Driedaagse“ war Münstermann als Nationalfahrer des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) dabei. Zusammen mit vier weiteren Radlern aus dem Kader von BDR-Trainer Taudte sollte sich Münstermann schon im Hinblick auf die WM Wettkampfhärte holen, und als Team mit den anderen im BDR-Trikot zusammenarbeiten. „Es ging nicht um vordere Platzierungen oder gar Siege. Wir sollten als Mannschaft zusammenwachsen“, so Münstermann. Dafür lief es aber gut für ihn. In der U19-Nachwuchswertung lag er vor seinem unfreiwilligen Ausstieg aus der Wertung auf Platz fünf, punktgleich mit dem Vierten. Auf den Gesamtführenden, den Schweizer Stefan Bisseger, hatte sich der Radschläger nach insgesamt 215,2 gefahrenen Kilometer einen Rückstand von gerade mal 73 Sekunden eingefahren. Jetzt hat Münstermann etwas mehr Zeit, sich auf die Schule zu konzentrieren, doch auch das wird nicht einfach. „Ich bin Rechtshänder und jetzt steht die Klausurphase an. Wie ich mit dem Gips am Arm schreiben soll, weiß ich auch noch nicht“, sagt Münstermann etwas gezwungen lächelnd.

Per Armbruch Röntgen

(TH)

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