Burgwächter Castello , 07. September 2007
ProSieben Fightnight
Susi Kentikian fegt Shanee Martin aus dem Ring!

Spektakulärer K.o.-Sieg der „Killer Queen"
 
Wieder ein Opfer mehr für die „Killer Queen“. Susi Kentikian bleibt die Weltmeisterin der WBA im Fliegengewicht. Die Engländerin Shanee Martin hatte vor 3.500 Zuschauern im Düsseldorfer Burg-Wächter Castello nicht den Hauch einer Chance gegen das Kraftpaket aus Hamburg. Susi Kentikian siegte durch technischen K.o. in der dritten Runde. Die nun in 18 Kämpfen unbesiegte „Killer Queen“ begeisterte ihre Fans bei der Fight Night von spotlight boxing und ProSieben.
 
Wirbelwind Susi begann furios. Bereits in der ersten Runde deckte die 19 Jahre alte Weltmeisterin ihre Gegnerin mit harten Treffern ein. Dabei überragte die 1,66 Meter große Shanee Martin die Hamburgerin um elf Zentimeter. Die 25 Jahre alte Engländerin aus Colchester konnte ihre Reichweitenvorteile jedoch nicht ausspielen. Weltmeisterin Kentikian fegte die Engländerin praktisch aus dem Ring. Immer wieder drängte Kentikian ihre Herausforderin in die Defensive. In der dritten Runde dann das spektakuläre Ende: Mit einem krachenden rechten Haken zum Kinn schickte „Killer Queen“ Kentikian Shanee Martin zu Boden. Ringrichter Giuseppe Quartarone (Italien) nahm die angeschlagene Herausforderin aus dem Kampf. Mit Standing Ovations verabschiedeten die 3.500 Zuschauer im Burg-Wächter Castello die Weltmeisterin aus dem Ring. Sie verneigten sich vor ihrer tollen Leistung. „Das war Mike Tyson in Kleinformat“, meinte Weltmeisterin Regina Halmich zum großen Kampf ihrer Stallkollegin. „Susi ist wieder abgegangen. An ihr werden wir noch viel Spaß haben. Shanee Martin hatte keine Chance.“ Susi Kentikian verteidigte ihren WBA-Titel zum dritten Mal erfolgreich. Shanee Martin musste sich zum vierten Mal im zwölften Profikampf geschlagen geben.
 
Dimitri Sartison darf von einem WM-Kampf träumen. Für den 27 Jahre alten Deutschen ist eine Titelchance in greifbare Nähe gerückt. Denn in Düsseldorf setzte sich der Supermittelgewichtler gegen seinen Stallgefährten Gusmyl Perdomo durch. Mit dem Punktsieg über Perdomo, die Nummer vier der WBA-Weltrangliste, wird Sartison weiter in den Weltranglisten aufsteigen. Auf dem Weg zum einstimmigen Punktsieg musste Dimitri Sartison eine Schrecksekunde in Runde sieben überstehen. Nach harten Treffern des Rechtsauslegers Perdomo wackelte Sartison. Er überstand jedoch die kritische Phase und siegte mit Wertungen von 97:95 und zweimal 96:95 über zehn Runden nach Punkten.
Sartison, die Nummer neun der WBA-Weltrangliste, ist nun in 21 Kämpfen ungeschlagen. Perdomo war zuvor in 15 Kämpfen lediglich vom ehemaligen deutschen Interims-Weltmeister Mario Veit bezwungen worden.
 
Sebastian Köber baute seine beeindruckende K.o.-Bilanz in Düsseldorf weiter aus. Der Modellathlet feierte den zehnten K.o.-Erfolg im zehnten Profikampf. Denn auch der Brasilianer Edegar Da Silva konnte der Schlagkraft Köbers nicht standhalten. In der dritten Runde wurde er hart getroffen ausgezählt. Sebastian Köber wollte sich auch im Burg-Wächter Castello nicht lange im Ring aufhalten. Der 28 Jahre alte Schwergewichtler aus Frankfurt/Oder dominierte das Duell mit Da Silva von Beginn an mit seinem Jab. Immer wieder schlug die blitzschnelle und präzise linke Führungshand bei Da Silva ein. Zwei Runden hatte Köber zuvor im Schnitt benötigt, um seine Gegner aus dem Ring zu fegen. Auch Da Silva hielt nicht viel länger durch. In der dritten Runde schickte ihn eine schwere Rechte zum Kinn zu Boden. Ringrichter Frank-Michael Maaß zählte den Brasilianer aus.
 
Ihr WM-Abenteuer dauerte acht Runden. Die Argentinierin Gabriela Marcela Zapata, genannt „Die Abenteurerin“, stand gegen Karolina Lukasik auf verlorenem Posten. Lukasik darf sich nun, nach dem K.o.-Sieg über Zapata, Doppelweltmeisterin nennen. Denn die WIBF-Weltmeisterin im Superweltergewicht gewann in Düsseldorf auch noch den vakanten Titel der GBU hinzu. Außerdem sicherte sich die in Hamburg lebende Polin den Interims-WM-Titel der WBA und das Herausforderungsrecht um den WBC-Gürtel.
Die 25 Jahre alte Weltmeisterin aus Warschau begann furios. Schon nach wenigen Sekunden der ersten Runde schickte sie Gabriela Marcela Zapata mit einer linken Geraden zu Boden. Die zähe Argentinierin stand jedoch noch sieben weitere Runden. Trotz zahlreicher Volltreffer der Weltmeisterin. In der achten Runde kam das Aus nach 1:35 Minuten. Ringrichter Jean Francois Toupin (Frankreich) nahm die angeschlagene Herausforderin aus dem Kampf. Doppelweltmeisterin Karolina Lukasik ist nun in acht Kämpfen ungeschlagen.
 
Gennady Golovkin musste im Burg-Wächter Castello erstmals über die Runden gehen. Vor seinem Auftritt in Düsseldorf hatte der ehemalige Weltklasse-Amateur alle acht Profi-Fights durch K.o. gewonnen. Dennoch war sein Auftritt im Ring wieder mal spektakulär. Sein einstimmiger Punktsieg über den Franzosen Medhi Bouadla riss die Zuschauer mit. Nach acht spannenden und hochklassigen Runden sahen alle drei Punktrichter Supertalent Golovkin vorne. Der 25 Jahre alte Mittelgewichtler von spotlight boxing ist nun in neun Kämpfen ungeschlagen. Bouadla verlor erst zum zweiten Mal im 13. Profikampf.
 
Dritter Profikampf – dritter K.o.-Sieg. Schwergewichts-Talent Vladimir Tereshkin langte auch in Düsseldorf wieder ganz hart hin. Der 19 Jahre junge Russen schlug Janos Somogyi bereits in der ersten Runde K.o. Dabei ist der erfahrene Ungar eigentlich für seinen harten Eisenschädel bekannt. Tereshkin jedoch deckte Somogyi von Beginn an mit harten Volltreffern ein. Nach 2:14 Minuten der Auftaktrunde hatte Ringrichter Arnold Golger genug gesehen und nahm Somogyi aus dem Kampf.
 
Magdalena Dahlen machte ihrem Kampfnamen alle Ehre. Die Krefelderin, genannt „The Beast“, marschierte bedingungslos nach vorne und kämpfte die Slowakin Petra Jachmanova nieder. Draufgängerin Dahlen siegte einstimmig über sechs Runden nach Punkten. Der sechste Sieg im sechsten Profikampf der 22 Jahre alten spotlight-Boxerin.
 
Rebekka Hermann feierte in Düsseldorf Sieg Nummer zehn. Die 23 Jahre alte Fliegengewichtlerin aus Offenburg besiegte die Russin Maria Kriwoschapkina einstimmig über sechs Runden nach Punkten.

Quelle: www.boxing.de



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