(Foto: Wort&Lichtbild)
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Vikings unterliegen mit 22:30 in Eisenach

  • Sonntag, der 15. April 2018
  • News

Nach zuletzt zwei Siegen in Folge ist die Mini-Serie des HC Rhein Vikings am Samstagabend schon wieder gerissen: Am 30. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga musste die Mannschaft von Vikings-Trainer Ceven Klatt beim ThSV Eisenach eine deutliche Auswärtsniederlage einstecken. Am Ende unterlag der Zweitligist aus Neuss/Düsseldorf gegen den Drittletzten der Tabelle mit 22:30 (8:15). “Wir haben heute leider nicht zu unserem gewohnten Abwehrspiel gefunden und kamen eigentlich nie wirklich für einen Sieg infrage – das muss man fair eingestehen. Eisenach ist eine Mannschaft mit hoher Qualität, die heute von Anfang an Selbstvertrauen bekommen hat und dann von den Fans getragen wurde. Für uns war es eine schwierige Partie”, erklärte Klatt nach dem Schlusspfiff.

Viele Zeitstrafen kurz vor der Pause

Die Vikings fanden beim abstiegsbedrohten Traditionsclub aus Thüringen alles andere als gut in die Partie. So hieß es vor knapp 1500 emotionalen Zuschauern nach neun Minuten 1:5 aus Sicht des Klatt-Teams, das in Person von Dennis Aust erst in der 7. Spielminute hatte den ersten Treffer erzielen können. Bis zur 14. Minute hatten sich die Gäste dann bis auf 4:5 herangekämpft, mussten Eisenach dann jedoch innerhalb der folgenden vier Minuten wieder auf 4:9 davonziehen lassen. Doch auch diesmal schlugen die Vikings noch einmal zurück und verkürzten bis zur 21. Minute auf 7:9. Dies war die Initialzündung für einen starken Lauf bis zum Pausenpfiff – den legten allerdings die hochmotivierten Hausherren hin. Während bei den Gästen nun plötzlich gar nichts mehr zusammenlaufen wollte und sich praktisch eine Zeitstrafe an die nächste reihte, zog der ThSV bis zum Seitenwechsel auf 15:8 davon.
Während die Offensivquote der Eisenacher in Abschnitt eins bei knapp 80 Prozent lag, mussten sich die Vikings mit 36 Prozent begnügen. Einen ähnlich frappierenden Unterschied gab es auch bei der Quote der gehaltenen Bälle der Torhüter, bei der ebenfalls die Gastgeber deutliche Vorteile zu verzeichnen hatten. “Wir haben uns eigentlich immer wieder gute Chancen herausspielen können. Nur leider haben wir uns im gesamten Spiel 24 Fehlwürfe geleistet. Mit dieser Quote ist es schwierig, eine Partie auf diesem Niveau zu gewinnen”, sagte Klatt.

Dritte Zeitstrafe: Coric sieht Rote Karte

Auch nach dem Wiederanpfiff änderte sich das Bild in der Werner-Assmann-Sporthalle nur unwesentlich: Trotz einer Abwehrumstellung der Vikings auf eine 5:1-Variante bestimmte Eisenach weiterhin das Geschehen auf dem Feld. Dagegen blieben die Schützlinge von Trainer Ceven Klatt, die gegen denselben Gegner bereits in der Hinrunde mit 26:32 unterlegen waren, letztlich ohne reelle Siegchance. Beim 13:23 in der 43. Minute betrug der Rückstand der Vikings erstmals zehn Tore. Zwar konnten die Gäste, bei denen Kreisläufer Teo Coric (Foto: Wort & Lichtbild) in der 50. Minute nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte sah, aufgrund einer neuerlichen Umstellung auf eine 4+2-Variante in den Schlussminuten noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben. Doch am Ende ging es mit einer Acht-Tore-Niederlage im Gepäck auf den rund 350 Kilometer langen Heimweg.

Am Freitag, 20. April, empfangen die Vikings um 20 Uhr den EHV Aue im Castello. Im Rahmen des Heimspiels findet die zweite Auflage von „School meets Handball“ statt. Alle Informationen inklusive Programm und Anmeldung gibt es hier.

Vikings: Bozic, Moldrup (Tor) – Hoße (4/1), Aust (2), Thomas (2), Klasmann, Kozlina, Weis (2), Johnen, Coric, Handschke, Bahn (1), Oelze (4), Pankofer (3/1), Artmann (4)

Nicht im Kader: Gipperich

Siebenmeter: Vikings 2/4, Eisenach 2/2

Zeitstrafen: Vikings 6 Eisenach 6

Bes. Vorkommnis: Teo Coric sieht nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte (50.)

Spielverlauf aus Vikings-Sicht: 0:3, 1:3, 1:5, 4:5, 4:9, 7:9, 7:11, 8:11, 8:15 – PAUSE – 9:15, 10:16, 11:17, 11:19, 12:20, 13:23, 13:24, 15:25, 19:25, 20:27, 22:30 – ENDE

(nif)