Sven Gohrbandt
Sven Gohrbandt

„Wir sind ein wenig überrascht von so viel Erfolg…“

  • Freitag, der 11. August 2017
  • News
Judo_Alexander MeierFür die Judokas des Post SV war es ein erfolgreiches Halbjahr. Nach dem Aufstieg in die Oberliga sicherte sich die Damenmannschaft den Klassenerhalt. Die Herrenmannschaft kämpfte sich mit souveränen Auftritten auf Platz eins der Verbandsliga und peilt in den abschließenden Begegnungen dieser Saison im September den Aufstieg an. Teamchef Alexander Meier zeigt sich im Interview verständlicherweise hoch zufrieden.

Sommerpause auch beim Judo, Zeit für eine Zwischenbilanz. Sind die Judokas des Post SV ganz einfach auf Erfolgskurs oder wäre diese Aussage zu pauschal?

Wir sind schon ein wenig überrascht, wie gut es läuft. Der Verband hat die Zahl der Gewichtsklassen von sieben auf fünf gesenkt, das kam uns offensichtlich entgegen. An den neuen Modus mussten auch wir uns gewöhnen, aber das hat gut geklappt. Wir hatten gerade bei den Herren einige Neuzugänge, die eingeschlagen haben wie eine Bombe. Da hatten wir ein gutes Näschen und deswegen stehen wir da auch auf Rang eins.

Wie zuversichtlich bist du mit Blick auf das Aufstiegsrennen bei den Herren?

Es wird richtig eng werden, das ist klar. Wir haben Halbzeit in der Saison und die vermeintlich schwächeren Gegner hinter uns, im September warten die Brocken auf uns. Für uns spricht, dass wir in heimischer Halle kämpfen werden und mit dem Publikum im Rücken hoffentlich die notwendigen Punkte holen können. Der Aufstieg wäre toll, wird aber eine schwere Nummer.

Wie genau hat sich eure Mannschaft denn verstärkt?

Mit den angesprochenen „Bomben“: Sven Gohrbandt hat uns im Schwergewicht enorm geholfen. Er bringt mit über 30 Jahren jede Menge Erfahrung und Routine ein, hat da eine echte Schwachstelle im Team geschlossen. Vor allem taktisch ist er äußerst stark. In Tristan Maaßen haben wir dazu einen starken Mann fürs Leichtgewicht dazu bekommen. Tristan ist ein ehemaliger Bundesligakämpfer, der nach längerer Pause noch braucht, um in den Rhythmus zu kommen. Nach der Sommerpause ist er aber hoffentlich soweit, dass er sein volles Können abrufen können wird.

Die Damenmannschaft hat ein tolles Saisonfinish hingelegt und mit Platz fünf in der Oberliga den Klassenerhalt geschafft. Was sagt das über die Entwicklung des Damenteams aus?

Das ist ein richtig tolles Ergebnis. Schließlich ist das Team erst im Januar aufgestiegen, dafür waren die Leistungen in der Oberliga wirklich stark. Dass die Mannschaft so punktgenau im Mittelfeld landet, ist sogar noch erfreulicher als nur der bloße Klassenerhalt, denn die Liga ist sehr ausgeglichen gewesen. Aber auch bei den Damen wollen wir uns noch steigern, suchen da gezielt nach Verstärkungen in den schwächer besetzten Gewichtsklassen, um noch mehr Stabilität zu erlangen.

Wer kann denn alles mitmachen bei den Judokas des Post SV?

Die höchste Priorität hat, dass Neuzugänge menschlich ins Team passen. In den ersten Mannschaften müssen die Kämpferinnen und Kämpfer natürlich auch die nötige Klasse und Erfahrung mitbringen. Am liebsten besetzen wir verständlicherweise unsere Lücken mit Talenten aus dem eigenen Nachwuchs. Wer zu uns kommt, um einfach mal auf Wettkampfebene mitzumachen, ist in den zweiten Mannschaften perfekt aufgehoben. Da besteht der Stamm vor allem aus Jugendlichen und Wiedereinsteigern. Und auch die zweite Mannschaft ist erfolgreich, hat kürzlich erst den Aufstieg in die Landesliga gefeiert.

Vielen Dank für das Gespräch.

(JW)