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1:5 verloren: Ein mühsamer Eishockey-Abend in Ingolstadt

  • Samstag, der 19. November 2016
  • News

Die DEG durchlebt weiter eine schwierige Saisonphase. Beim ERC Ingolstadt verloren die Düsseldorfer mit 1:5 (1:1, 0:2, 0:2) und stecken weiter „unten drin“. Auch wenn die Niederlage am Ende zu hoch ausfiel: Das Team kam über 60 Minuten kaum einmal in richtigen Spielfluss und mühte sich vergeblich. Am Sonntag im 212. Derby muss (und wird) sie anders auftreten!

Christof Kreutzer hatte die Reihen kräftig verwirbelt. Collins spielte zwischen Courchaine und Kammerer, Lewandowski zwischen Milley und Dmitriev, Barta mit Bowman und Yip sowie Weiß mit Strodel und Preibisch. Chris Minard saß – trotz Geburtstag – als überzähliger Stürmer draußen. In der Defensive rückte Rückkehrer Ebner zu „seinem“ Daschner, Davis blieb bei Brandt und Haase bei Nowak. Tim Schüle war zunächst siebter Verteidiger.

Schöner Rückhandstreichler

Die Hausherren zu Beginn mit jeder Menge Sturm und Drang und Schüssen und Zweikampfsiegen. Buck (Außenpfosten) und Greilinger (Niederberger-Save) hätten treffen können. Die DEG aber auch: Stephan Daschners Schuss streifte aus kurzer Distanz nur die Latte. Wenig später ein wunderschöner An-griff der Gäste: Collins sieht und bedient Courchaine, und der Neuzugang wiederum Kammerer, dessen Rückhandstreichler am Tor vorbeiwischte. Schade! Als bittere Konsequenz die Ingolstädter Führung. David Elsner konnte einen Abpraller von Lewandowskis Körper ins fast leere Tor verwerten (13.55). Die DEG schüttelte sich und entschloss sich zu noch mehr Gegenwehr. 78 Sekunden vor der ersten Sirene die Belohnung: Schon Norm Milley hätte die Scheibe fast an Timo Pielmeier vorbeigebracht. Er scheiterte zwar, konnte aber den Puck auf Dmitriev passen, der zum Ausgleich traf (18.42, Milley, Schüle). Mit diesem Ergebnis ging es in die erste Pause.

Eiskalte Doppelschläger

Im zweiten Abschnitt musste die DEG auf Henry Haase verzichten. Der Vertei-diger wurde nach einem Check zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht. Das Drittel selbst begann ähnlich unglücklich. Kaum hatte das Spiel begonnen, traf der Ingolstädter Brian Salcido mit einem Sonntagsschuss am Freitag in den rechten Winkel – Niederberger hier absolut ohne Chance (20.37). Nur wenige Zeigerticken später sogar der dritte Streich. Niederberger verlor hinter seinem Tor nach einem pechreichen Bandenfehler die Übersicht und als er wieder in den Kasten hechtete, war es schon zu spät: Thomas Oppenheimer hatte ins verlassene Tor getroffen (22.10). Danach wurde es mühsam: Technische Probleme der diversen Stadionuhren führten zu zahlreichen Unterbrechungen. Lief das Spiel doch mal, kam die DEG nur selten in den richtigen Spielfluss. Die Pässe kamen zu lang oder zu kurz, Pucks sprangen weg oder vorbei. Obwohl die Mannschaft sich wacker mühte, richtige Freude kam auf der Düsseldorfer Bank und im Düsseldorfer Spiel nicht auf. Zur zweiten Pause hieß es demnach 1:3.

Verstreichende Minuten

Die entscheidenden Momente wohl in den Minuten 47 bis 49: Die DEG in Überzahl und mit viel Druck im Powerplay. Zahlreiche kleine und vor allem große Möglichkeiten brandeten vor Pielmeier auf, doch Ebner & Co konnten nicht verkürzen. So verstrichen vor 3.357 Zuschauern die Minuten und die nächste Niederlage nahm Gestalt an. Fünf Minuten vor dem Ende eine weitere Überzahl und die DEG ohne Torwart mit 6 gegen 4, aber es half und nützte nichts. Danny Irmen traf bei 56.15 ins leere Tor und bei 57.51 sogar zum (zu hohen) 5:1. Danach war dieses Spiel endlich beendet.

Ausblick: Am Sonntag kommen in der Tat und tatsächlich die Kölner Haie in den ISS DOME (16.30 Uhr). Die Tageskassen werden wahrscheinlich noch geöffnet. Lasst uns – trotz oder gerade wegen des Tabellenstandes – eng zusammenstehen und den Favoriten (fair) Bein und Schläger stellen!

Strafen:
ERC Ingolstadt: 8 plus 10
DEG: 10

 

(TM/FF)