162. Henkel-Preis der Diana

Internationale Top-Stuten im Düsseldorf-Klassiker um 500.000 Euro

(Foto: Marc Ruehl)

Preisgeld Weltklassejockey Frankie Dettori kommt in die Landeshauptstadt

Am Sonntag findet auf dem Grafenberg mit dem 162. Henkel-Preis der Diana – German Oaks – das Düsseldorfer Galopp-Sportereignis des Jahres statt. Sechszehn hochkarätige Dreijährige aus England, Irland, Frankreich und Deutschland kämpfen über 2.200 Meter um eine halbe Million Euro Preisgeld (300.000 Euro plus Züchterprämie für die Siegerin) und viel Renommee. Bereits zum 15. Mal steht der Düsseldorfer Stutenklassiker, der sich in diesem Jahr so international wie nie präsentiert, unter dem Patronat von Henkel. Und als besondere Attraktion gibt sich die lebende Legende im Rennsattel, Weltklassejockey Frankie Dettori, die Ehre. Der 49-Jährige hat in seiner weltumfassenden Karriere fast alle Titel gewonnen. Aber der Henkel-Preis der Diana fehlt dem gebürtigen Italiener noch in seiner Sammlung. Vielleicht klappt es ja mit Miss Yoda (Trainer John Gosden, Newmarket) am Sonntag. Beginn der Veranstaltung ist um 10.55 Uhr, der erste Start erfolgt um 11.30 Uhr.

Die Favoritengruppe im 162. Henkel-Preis der Diana (8. Rennen um 15.30 Uhr) führt allerdings Virginia Joy an, die mit Adrie de Vries nach dem Hamburger Eindruck ihres Gruppe-Sieges erste Chancen anmeldet. Marcel Weiß trainiert die Auenquellerin in Mülheim an der Ruhr. Mitbesitzer ist Peter M. Endres, der seit 22 Jahren als Präsident die Geschicke des Düsseldorfer Reiter & Rennverein lenkt. No Limit Credit (Trainer Andreas Suborics /Dario Vargiu) verfügt über bewiesene Klasse, läuft allerdings erstmals über 2.200 Meter. Kalifornia Queen (Andrasch Starke) und Flamingo Girl (Bayarsaikhan Ganbat) vertreten den Kölner Championstall von Henk Grewe. Doppelt vertreten ist auch Andreas Wöhler (Gütersloh). Stalljockey Bauyrzhan Murzabayev hat sich für die Etzeanerin For Pleasure entschieden, während Tangut dem Franzosen Clement Lecoeuvre anvertraut ist. Zwei Eisen im Feuer hat auch Trainer Markus Klug (Rath-Heumar), der mit Snow (Maxim Pecheur) und Sister Lulu (Martin Seidl) ein Wort mitsprechen möchte. Klug gelang im vergangenen Jahr mit Diamanta eine der größten Sensationen im Henkel-Preis der Diana.

Ausländische Gäste das Zünglein an der Waage?

Francis-Henri Graffard (43) gilt als Shootingstar in der französischen Trainerszene. Mit dem Sieg von In Swoop im 151. Deutschen Derby in Hamburg Horn gelang dem Traineraufsteiger ein weiterer Höhepunkt. Mit Tickle Me Green (Ronan Thomas) und Moon A Lisa (Olivier Peslier) bietet der in Chantilly ansässige Spitzentrainer zwei veritable Chancen um die klassische Krone auf. Als eine weitere internationale Teilnehmerin ist die Irin Silence Please unter Tom Madden höchst interessant. Ihre Trainerin Jessica Harrington eilt in Irland nicht nur im Hindernis-Metier von Erfolg zu Erfolg.

(Foto: Marc Ruehl)

Fritz Henkel Stiftungsrennen und BBAG-Auktionsrennen als weitere Höhepunkte

Auch das Rahmenprogramm an diesem großen Galopp-Festtag mit zwölf Leistungsprüfungen in Düsseldorf ist exzellent. Im Fritz Henkel Stiftungsrennen (Gruppe III, 1.600m, 55.000 Euro, 10. Rennen um 16.40 Uhr) reist Aviateur (Adrie de Vries) für das Mülheimer Quartier von Trainer Jean Pierre Carvalho als Favorit in die Landeshauptstadt. Beachtenswert sind auch der in Mailand auf Gruppe III-Ebene erfolgreiche Runnymede, der von René Piechulek gesteuert wird. Stall Salzburg zeichnet als Besitzer, Sarah Steinberg trainiert Runnymede in München. Für eine Überraschung kommen Trainer Andreas Wöhlers Axana (Clement Lecoeuvre), die Vorjahreszweite in den German 1000 Guineas und die in einer französischen Listenprüfung erfolgreiche Preciosa (Olivier Peslier) für Chantilly-Trainer Francis-Henri Graffard in Frage. Preciosa wurde für das Rennen nachgenannt. Ein weiterer Höhepunkt: Im mit 37.500 Euro dotierten Grafenberger BBAG-Auktionsrennen Harzburg kommen neun Pferde an den Start.

Ein weiterer interessanter Bestandteil des Programms ist die „Wetten, dass…?!? 2.0 Mega-Viererwette der Woche. 25.000 Euro sind in der Viererwette des 11. Rennens (Persil-Rennen, Ausgleich III, 2.200m um 17.15 Uhr) zu gewinnen. Wer alleine die ersten vier Pferde in richtiger Reihenfolge vorhersagt, erhält dieses Summe ausgezahlt. Eine zweite Viererwette mit einer Garantieauszahlung von 10.000 Euro gibt es im Henkel-Preis der Diana.

Der größte und wichtigste Düsseldorfer Renntag des Jahres steht auch diesmal wieder unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Thomas Geisel. Das Preisgeld-Volumen in den zwölf Rennen beträgt insgesamt 659.333 Euro plus 112.086,61 Euro Züchterprämie. 129 Pferde kommen an den Start, darunter auch Galopper aus der Grafenberger Trainingszentrale von Sascha Smrczek (4) und Ertürk Kurdu (1).

Wettbewerb um die spektakulärsten Hüte:

Zu den Höhepunkten des Programms gehört auch in diesem Jahr wieder der Schwarzhaupt-Hut-Contest, bei dem während des Renntages die schönsten Hüte prämiert werden. Die Bewerbungen wurden zuvor mit Fotos online eingereicht. Die Siegerehrung findet mit Düsseldorfs „First Lady“ Vera Geisel gegen 13.50 Uhr auf dem Geläuf statt.

Rennbahn-Geschäftsführerin Andrea Höngesberg weist ausdrücklich darauf hin, dass es keinen Sinn macht, ohne eine gültige Eintrittskarte am Sonntag auf den Grafenberg zu reisen. „Tageskassen sind am Veranstaltungstag nicht geöffnet. Ein kleines Online-Kartenkontingent war in Kürze vergriffen. Wir sind restlos ausverkauft“. Lediglich 150 Karten waren im freien Verkauf erhältlich.
Die Veranstaltung kann live über unsere Webseite www.duesseldorf-galopp.de und auf dem Youtube-Kanal des Verbandes Deutscher Galopp verfolgt werden.

(AH)

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