3 Fragen an Leonie Menzel

Ruderin über die Sommerspiele in Tokio

Foto: MeinRuderbild.de

Ruderin Leonie Menzel ist wieder zurück aus Tokio. Im Gepäck: jede Menge Erinnerungen an ihre ersten Sommerspiele im Doppelzweier. Fürs Finale reichte es für die 22-Jährige vom RC Germania Düsseldorf und dem TEAM 21 Düsseldorf nicht, aber das Fazit der Reise nach Japan fällt dennoch positiv aus. Und das nächste große Ziel hat die Ruderin schon vor Augen.

Frau Menzel, Sie haben bei ihren ersten Sommerspielen das Halbfinale erreicht. Wie bewerten Sie ihr Abschneiden?

Leonie Menzel: Unser Ziel war es auf jeden Fall, gute Rennen zu fahren und entsprechend gute Ergebnisse zu erzielen. Da ist der elfte Platz nicht ganz so zufriedenstellend. Ich hatte mich natürlich gefreut, dass wir das Halbfinale erreicht hatten, aber da hatte ich mir ein besseres Rennen gewünscht, dass wir vielleicht mit um die Finalplätze hätten fahren können. Das war leider nicht so, das Rennen war nicht gut, also sind wir „nur“ ins B-Finale gefahren, konnten dann auch da nicht ganz unsere Leistung abrufen und sind nur Fünfte geworden. Das ist ein bisschen enttäuschend, aber die Qualifikation war erst mal unser primäres Ziel, deswegen sind wir damit zufrieden. Es war eine tolle Erfahrung.

Wie war das Gesamterlebnis Tokio? War es die viel zitierte Erfüllung des Lebenstraums oder haben die Umstände im Corona-Jahr es doch eher schwierig gemacht?

Menzel: Es waren meine ersten Spiele, und schon als wir angekommen sind, war ich total überwältigt. Die ganzen Eindrücke, das Leben im Dorf, die ganzen anderen Sportler – das ist einfach etwas ganz Besonderes. Es war eine super Erfahrung für mich, einfach schön. Ich hatte mich wegen Corona auf deutlich mehr Einschränkungen eingestellt, aber im Dorf war schon relativ viel möglich. Man musste natürlich Maske tragen und Abstand halten, aber wir hatten die riesige Dining-Hall, konnten uns draußen frei bewegen. Wir durften zwar das Dorf nur für Training und Wettkämpfe verlassen, aber am Ende war das auch nicht so schlimm, weil du drinnen einfach alles hattest. Deswegen war das eine ziemlich coole Erfahrung. Es wäre natürlich schön gewesen, wenn man nach den Rennen noch hätte da bleiben können. Aber weil ich das vorher noch nie hatte, hat mir da jetzt auch nichts gefehlt. Dafür hat sich auf jeden Fall alles gelohnt.

Wie geht es jetzt für Sie weiter? Haben Sie schon Paris 2024 im Blick?

Menzel: Wir haben jetzt erst mal eine Pause von sechs bis acht Wochen, da werde ich erst mal nicht ins Ruderboot steigen. Danach werde ich mich mal mit meinem Trainer zusammensetzen und schauen, was so die Pläne sind, was ich mir vorstelle. Paris 2024 würde ich schon gern erleben. Allein dadurch, dass es quasi direkt um die Ecke ist und Familie und Freunde vorbeikommen können – hoffentlich dann auch ohne Corona. Das ist schon mein Ziel.

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