Stefan Hoelzel Vikings 1200 675

“Aber wir gucken jetzt nur nach vorn…”

  • Freitag, der 9. November 2018
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Jetzt müssen Punkte her. Die Rhein Vikings stehen am Ende der 2. Handball-Bundesliga. Am Freitag geht es im Castello gegen die DJK Rimpar Wölfe, am Sonntag in Dresden gegen den HC Elbflorenz. Beide Mannschaften sind Tabellennachbarn und mit Siegen können die Wikinger wieder Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen herstellen. Marketingleiter Stefan Hölzel hofft, dass das klappt.

Elf Spiele und erst drei Punkte, wie bewerten Sie die Lage?

Wir sind sechs Punkte hinter einem Nichtabstiegsplatz und es sind erst elf von insgesamt 38 Saisonspielen gemacht. Verloren ist noch nichts, aber natürlich macht man sich als Tabellenletzter Gedanken, was man hätte besser machen können. Aber wir gucken jetzt nur nach vorn. Am liebsten möchten wir am Wochenende zweimal zwei Punkte einfahren, dann sähe die ganze Situation schon wieder etwas besser aus.

Es gab erst einen Sieg in der Saison. So richtig weiß man noch gar nicht, was die Mannschaft eigentlich kann, oder?

Wir hoffen, dass die Mannschaft deutlich besser spielen kann als das, was sie bislang gezeigt hat. Was sich aber in der Liga abzeichnet, ist, dass die Mannschaften aus der Region, die eine gute Vorbereitung gespielt haben, deutlich vor uns stehen. Daran müssen wir uns orientieren und wir müssen extrem an uns arbeiten um den Rückstand wieder aufzuholen.

Nach so vielen Negativerlebnissen: Wir bekommt man die Köpfe wieder frei?

Das aus den Köpfen zu bekommen, ist sehr schwer. Die Sportpsychologen sagen, es sind meist Erfolge, die einen wieder zurück in die Spur führen. Die Jungs brauchen einfach einen Erfolg, um wieder Selbstvertrauen zu sammeln und mit dem Selbstvertrauen werden dann auch weitere Erfolge kommen.

In der letzten Saison lief es so gut. Wie stecken Sie den Rückschlag weg?

Das ist extrem bitter. Wir waren im letzten Jahr die drittbeste Abwehrmannschaft und waren im Angriff nicht konkurrenzfähig. Deshalb haben wir uns vor allem im Angriff verstärkt und darauf konzentriert. Scheinbar haben wir uns dann zu wenig auf unsere Stärke konzentriert, das variable Abwehrverhalten.

Was erwarten Sie für Freitag?

Ich hoffe auf einen Sieg. Wir haben in dieser Saison keine schlechten Heimspiele abgeliefert, es haben oft nur Nuancen gefehlt. Wenn die Spieler fünf Prozent mehr aus sich rauskitzeln können, dann ist alles möglich und dann werden wir gemeinsam gewinnen und da unten raus kommen.

Gab es neben dem Training noch Teambuilding-Maßnahmen in dieser Woche?

Wir hatten die Jungs gefragt, ob sie so etwas machen möchten, außerhalb des Trainingalltags. Aber die Jungs selbst haben gesagt: die Punkte holen wir nicht in der Freizeit, sondern die holen wir in der Halle beim Handball. Und genau deshalb möchte sich die Mannschaft dort vorbereiten und trainieren. Das finde ich gut und sehr fokussiert. So kommen wir weiter.

(PK)