Sportwerk Andreopoulos

Andreopoulous ist amtierender Doppelmeister

  • Donnerstag, der 6. Juni 2019
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„Toni“ sichert sich nach der Senioren-DM auch den nationalen Junioren-Titel. Sportwerk holt einen kompletten Medaillensatz bei Junioren- und Kadetten-DM

Zweimal war Sportwerker Antonio „Toni“ Andreopoulous der jüngste Teilnehmer im Starterfeld und zweimal war er der Beste. Den Meistertitel bei der Senioren in der Wettkampfklasse bis 58 Kilogramm Körpergewicht hatte sich der 17-Jährige vor wenigen Wochen gesichert, jetzt gewann er auch die deutsche Meisterschaft bei den Junioren (Jahrgänge 2002 bis 1999) in Wilsdruff bei Dresden. „Was Toni in diesem Jahr gezeigt hat, ist einfach überragend. Ich hoffe, er bekommt jetzt die Nominierung für die Jugend-Europameisterschaft im September in Marina Dor in Spanien“, erläutert Sportwerk- Trainer Inan Tunc.

Das ist allerdings noch nicht hundertprozentig sicher, denn mit Furkan Kücüksungur (KSC Leopard Nürnberg) rangiert ein anderer Taekwondo-Kämpfer in der Qualifizierungsrangliste vor dem Düsseldorfer. Der Nürnberger kann es sich einfach leisten, häufiger an internationalen Turnieren im Ausland teilzunehmen und hat so acht Ergebnisse in der Liste stehen. Andreopoulous kommt auf fünf Resultate für das EM-Qualifikationsranking.

Der Sportwerker schickte aber ein starkes Signal in Richtung Nominierungsausschuss der Deutschen Taekwondo Union (DTU). Andreopoulous bezwang im DM-Juniorenfinale Kücüksungur vergleichsweise problemlos mit 14:7 Punkten. Zuvor hatten Daniel Heer (TKD Swisttal) beim 29:6 und Paul Radtke (TKD Axel Müller) beim 31:10 nicht den Hauch einer Siegchance. Im Halbfinale wurde es ernst, denn Eren Can Onus (KSC Leopard Nürnberg) ist ein sehr erfahrener und vor allem kampfstarker Gegner. Beide schenkten sich keinen Punkt doch zum Schluss war Toni mit 26:24 Zählern knapp vorne und zog ins Finale ein. Was da passierte, ist bekannt. „Mit dem Sieg über Furkan hat Toni gezeigt, dass er derzeit der stärkste Taekwondo-Kämpfer in der Juniorenklasse bis 58 kg ist“, konstatierte Tunc.

In Wilsdruff wurden ebenfalls die deutschen Meisterschaften der Kadetten (B-Jugend, bis 14 Jahre) ausgekämpft. Sportwerker Alyamin Samani (männl. Kadetten, bis 61 kg) holte die Silbermedaille. Samani zeigte seine beste Leistung im Halbfinale gegen Kevin Zhao (GI Kampfkunst Schleswig- Holstein). Mit 40:0 Punkten gewann der Sportwerker den Kampf vorzeitig. „Weil Alyamin so überlegen war, habe ich angeordnet, dass er seine Punkte nur auf der Schutzweste verzeichnet und keine Kopftreffer ansetzt“, verrät Tunc. „Selbstverständlich wollen wir gewinnen, aber keinen deutlich unterlegenen Kontrahenten verletzen.“

Im Finale gegen Furkan Cavga (TKD Swisttal) konnte Samani zwar zunächst in Führung gehen, doch der ein Kopf größere Cavga konnte sich durch seine Reichweite Vorteile verschaffen und punkten. Mit 6:13 verlor Samani etwas unglücklich seinen Finalkampf. „Trotzdem ist das ein motivierender Erfolg für Alyamin, denn mit Silber gewann er seine erst DM-Medaille“, so Tunc.

Melika Torky startete erstmals bei den weiblichen Kadetten, bis 59 kg und dann direkt bei einer DM. Kein Wunder, dass Torky nervös war. So kam im Halbfinale gegen Mirac Dalgic (TS Wuppertal) mit 3:10 Punkten das Aus. „Dafür das Melika zum ersten mal bei einer Deutschen Meisterschaft teilnahm, hat sie sich sehr gut geschlagen und auch viel Erfahrung gesammelt“, urteilt der Sportwerk-Trainer.

Purya Torky kämpfte in Willsdruff erstmals in der Wettkampfkategorie männliche Junioren, bis 58 kg. Er verlor sein erste Duell mit 16:31 Punkten gegen den erfahrenen Isnaur Eldarchanov (LSG Team) und blieb als einziger Sportwerker ohne Medaille.

(FF)