Auch der Zweite ließ Federn

Die Weihnachtspause ist rum, die letzten fünf Spiele noch in guter Erinnerung – erfolgreich waren vier davon – und das Allerbeste: Es wurden Zuschauer zugelassen beim Basketball-Duell der ART Giants gegen die TKS 49er am Samstag. Stahnsdorf reiste mit einem wirklich guten Lauf in dieser Saison an. Acht Siegen, standen gerade einmal vier Niederlagen gegenüber. Nachdem Münster in einer eigenen Liga vorneweg rauscht, musste Stahnsdorf für Düsseldorf ganz klar und scharf im Visier eingestellt bleiben.

Noch kein Team ab Platz zwei ist derzeit unerreichbar entschwunden. Motivation also genug, die Sneaker ordentlich zu schnüren und in der Rückrunde das eine oder andere Tänzchen auf dem Parkett zu zeigen.

Coach Flabb war im Interview mit der Sportstadt Düsseldorf guter Dinge und zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung des Teams. Das kann der gemeine Fan nur bestätigen, denn nach einem rumpelnden Saison-Start, wurden direkt vor Weihnachten ordentlich Geschenke eingesammelt in Form von zwei blitzsauberen Auswärtssiegen – in Bernau und Iserlohn. Man durfte gespannt sein, ob die Flabb-Crew das Lametta abgeschüttelt und die Weihnachtsgans verdaut hatte.

Den ersten Schrecken bekam ich, als ich mich gemütlich mit der Presseabteilung unterhalten hatte und die Spieler – einem Indianerstamm auf Kriegsfuß gleich – mit Gebrüll und Getöse aus den Kabinen förmlich explodierte, da waren wohl einige Jungs mächtig aufgeheizt.

Erstes Viertel geprägt von „nimm du ihn, ich hab ihn sicher“, oder anders ausgedrückt: Miese Wurfquoten auf beiden Körben, was mit bescheidenen 10:8 auf der Uhr eingebrannt war. Zur Halbzeit grüßte die Anzeigentafel mit einem 29:26 und mit der Gewissheit, da ist noch richtig Luft nach oben. Mit 48:42 ging es ins letzte Viertel und es lief Spitz auf Knopp weiter. Ein hartes Spiel und mitunter konnte man vermuten, dass selbst die Referee’s sich von der Hektik anstecken ließen. Nur gut, dass ich so ein entspannter Mensch bin. Viel Krampf und sehr viel Kampf im letzten Viertel, ganz im Sinne der Flabb-Schützlinge, denn Stahnsdorf nahm sich immer wieder selbst aus dem Rhythmus. Düsseldorf zwar auch, wenn man jedoch führt, schmerzt es aber deutlich weniger.

Endstand 71:62, den Tabellenzweiten abgefrühstückt. Good Job! Es ist wirklich was passiert im Team, das macht richtig Spaß, vor allem, wenn man gegen solche Kanten – wie die aus Stahnsdorf – auch körperlich voll dagegenhalten kann, großartig. Nächsten Sonntag geht‘s nach Hamburg, wir sind dabei.

Euer Heiko Sauer

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