Auf Kollisionskurs

Panther starten in die Football-Saison

Foto: Kenny Beele

von Tobias Kemberg

2019 erlebte der Verein eine Spielzeit voller Niederlagen und den Abstieg aus der German Football League. 2020 legte die Pandemie den Wettkampfbetrieb komplett lahm. Nun geht es wieder los. Zum Auftakt in der GFL2 kommen am Samstag die Hamburg Huskies nach Benrath.

980 Tage. Länger soll es dann aber bitte nicht mehr dauern. Für den letzten Heimsieg der Düsseldorf Panther muss der Football-Fan schon ein bisschen in den Kalendern und Archiven zurückblättern. Am 6. Oktober 2018 setzte sich der damalige Zweitligist im Relegations-Rückspiel mit 34:21 gegen die Hamburg Huskies durch und stieg in die German Football League auf.

Seither gab es eine Saison voller Niederlagen und aufgrund der Corona-Pandemie danach ein Jahr ohne jeden Wettkampf. Am Samstag, 980 Tage nach dem Sieg über die Huskies, soll die Zeit ohne Panther-Erfolgserlebnis zu Ende gehen. Vielleicht ist es ganz passend, dass der Gegner im Stadion in Benrath um 16 Uhr wieder Hamburg Huskies heißt. „Wir haben in den Trainings eine hohe Intensität gehabt. Jeder hat sich in jeder Einheit voll reingehangen. Wir gehen bestmöglich vorbereitet in das erste Saisonspiel“, sagt Head Coach Douglas Fryer.

Im ersten Pflichtspiel seit mehr als eineinhalb Jahren dürfen sich die Raubkatzen auch auf Unterstützung von der Tribüne freuen. Anders als bis noch vor wenigen Wochen angenommen, darf der Verein am Samstag bis zu 500 Zuschauer auf der Anlage begrüßen. Alle Karten sind nummeriert und der Besuch des ersten Heimspiels unterliegt den derzeit üblichen Hygieneauflagen. Auch für das Duell gegen die Solingen Paladins am 26. Juni sind Zuschauer zugelassen.

Der Plan: Schwung aus Vorbereitung mitnehmen und als Einheit auftreten

Noch wissen die Panther nicht so recht, auf welchem Leistungslevel sie sich tatsächlich befinden. Aber das gilt ebenso für den Gegner, der am ersten Juni-Wochenende genau wie die Düsseldorfer noch nicht im Einsatz war. „Vielleicht haben die Jungs ein bisschen Rost angesetzt“, sagt Manager Sports Tim Haver Droeze. „Aber ich bin sicher, dass sich das im Fall der Fälle schnell erledigen wird.“

Foto: Kenny Beele

In der Saison 2019 wirkte es das ganze Jahr so, als kämen die Panther nicht so richtig in Schwung. Da gab es bittere Klatschen am Stück, unter anderem hieß es 20:55 gegen die Berlin Rebels oder 13:77 gegen die Braunschweig Lions. Nun aber haben die Verantwortlichen eine Aufbruchstimmung erzeugt. Viel wurde in den vergangenen eineinhalb Jahren bewegt. Die Trainer und Spieler wollen den Schwung aus der Vorbereitung mitnehmen und gleich in der ersten Partie das lange vermisste Gefühl des Sieges erleben.

Mit Spannung erwartet wird dabei natürlich auch der erste Auftritt von Quarterback Michael Eubank. Der Spielmacher ist einer von vier US-Imports im Team der Panther. Von ihm verspricht sich Haver Droeze nicht nur auf dem Feld einiges: „Michael soll ein Leader sein, auch außerhalb der Hashmarks.“ Trotzdem geht es für die Panther in erster Linie darum, als echte Einheit aufzutreten. Das wieder neugeschaffene Wir-Gefühl soll die Grundlage für den sportlichen Erfolg im Jahr 2021 bilden. 980 Tage ohne Sieg dürfen sich nicht wiederholen – nicht einmal ein Bruchteil dieser langen Durststrecke. Die Spieler jedenfalls haben die Helme aufgesetzt und die Schulter-Pads angelegt. Soll heißen: Die Panther sind bereit und auf Kollisionskurs. Der Football ist endlich zurück.

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