Beachvolleyball „made in Düsseldorf“

(Foto: Kenny Beele)


Mit ausreichend Sandstränden oder gar einem Zugang zur Küste ist die Stadt Düsseldorf bekanntlich nicht gesegnet. Doch als die Idee umgesetzt wurde, Beachvolleyball in der NRW-Landeshauptstadt heimisch zu machen, war nicht zu ahnen, dass sich dies zu einer solchen Erfolgsgeschichte entwickeln würde. Der (aktuelle) deutsche Meistertitel für die beiden weiblichen Stars der DJK TuSA 06, Karla Borger und Julia Sude, sowie die Ausrichtung der Beach Liga mit einem nationalen Spitzenteilnehmerfeld sind ganz aktuell die Zeichen dafür, dass die Sportstadt den Vergleich mit Hamburg, Berlin und Stuttgart nicht scheuen muss. Düsseldorf ist eine der vier wichtigen Bastionen dieser attraktiven Sportart in Deutschland, die keineswegs alles nur auf Sand gebaut hat.

„Düsseldorf hat in den vergangenen drei Jahren sehr viel Energie und Engagement in die Förderung des Beachvolleyballs hineingesteckt und etwas Schönes aufgebaut“, erklärt Stefanie Klatt, die Teammanagerin des Beachvolleyball-Leistungsteams der DJK TuSA. Die selbst auf der Tour (mit Anna Hoja) aktive Athletin ist für die Nachwuchsförderung in Düsseldorf und die Auswahl und Betreuung der Leistungssportler/innen zuständig. „Düsseldorf galt zunächst als so etwas wie ein versteckter Standort, der aber inzwischen viel Beachtung erhält.“

Das liegt nicht nur am Erfolg der Spitzensportler, zu denen unter anderem das Herren-Duo Alexander Walkenhorst und Sven Winter zählen, und an der Ausrichtung der Beach Liga. Auch die Förderung der Talente zeitigt inzwischen Früchte. So sind Erfolge bei den Westdeutschen Meisterschaften und Medaillenränge bei den nationalen Titelkämpfen in Klassen von U 14 bis U 23 keine Eintagsfliegen mehr. Rund 30 Nachwuchsspieler trainieren regelmäßig in Düsseldorf, nur wenige haben dafür einen längeren Anfahrtsweg. Ein erfahrenes Trainerteam, das durch Alex Walkenhorst verstärkt wird, fördert den Nachwuchs bei bis zu drei Einheiten in der Woche.

Walkenhorst selbst zeichnet in großem Maße dafür verantwortlich, dass jetzt die Beach Liga in Düsseldorf in einer wohl einmalig bleibenden Form über einen Monat hinweg ein Turnier anbietet, das national einen Ausgleich für die vielen ausgefallenen Veranstaltungen im Frühling und Frühsommer zumindest für die 16 teilnehmenden Teams darstellt. „Wir wussten nicht, wie die Beach Liga angenommen wird, aber letztlich haben uns die Teilnehmer die Türen eingerannt“, erklärte Walkenhorst, der mit der Sportstadt im Hintergrund diese Liga auf die Beine gestellt hat.


Stefanie Klatt schwärmt davon, wie gut Düsseldorf aufgestellt ist. Auch die gute Erreichbarkeit mit dem Flughafen zählt sie zu den Vorteilen des Standortes, ebenso wie die beiden Beachvolleyball-Hallen und die Vereinsanbindung an die TuSA. „Düsseldorf hat ein Zwei-Wege-Prinzip. Einerseits werden Profisportler unterstützt, die nicht unbedingt in der Stadt beheimatet sein müssen“, sagt Klatt. „Borger und Sude haben sich dem Projekt in Düsseldorf angeschlossen, weil sie davon überzeugt sind und ein großes Potenzial darin sehen.“ Anderseits werden Talente in einem Jugend-Projekt gefördert, aus dem auch Svenja Müller hervorgegangen ist, die jetzt ja an der Seite von Karla Borger in der Beach Liga aktiv und erfolgreich ist.
„Ich sehe das überhaupt nicht als Konkurrenzkampf der Städte, sondern als Möglichkeit, diese attraktive Sportart weiter nach vorne zu bringen“, sagt die Teammanagerin der TuSA. „Deshalb habe ich mich in diesem Projekt engagiert und es mitgestaltet. Die jüngeren Aktiven benötigen die Unterstützung, um die Chance zu erhalten, sich erfolgversprechend weiter zu entwickeln.“

Dass Düsseldorf mit der Beach Liga auch deutschlandweit in den Medien ein Thema ist, könne dem Projekt und dem Beachvolleyball-Standort nur zu Gute kommen.

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