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Behindertensport: Slovakia Open Schmidberger gewinnt und wird Nummer eins der Welt

  • Samstag, der 14. Mai 2016
  • News

Borussia Düsseldorfs Rollstuhl-Bundesligaspieler Thomas Schmidberger ist in bestechender Form. Nachdem der 23-Jährige bereits in der Vorwoche das Weltranglisten-Turnier in Slowenien gewinnen konnte und dabei im Finale den Paralympicssieger 2012 und Ersten des Rankings, Feng Panfeng, besiegte, triumphierte der Düsseldorfer nun auch bei den Slovakia Open. Durch diesen Erfolg wird Schmidberger den bislang führenden Chinesen an der Spitze ablösen und in der kommenden Ausgabe der Weltrangliste als neue Nummer eins der Welt geführt.

 

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„Oooooops, i did it again“, schrieb der Borusse nach seinem zweiten Sieg beim zweiten internationalen Auftritt in Folge auf seiner Facebookseite. „Es ist Wahnsinn, ich bin überglücklich“, fügte er an, „aber ich muss das jetzt erst einmal realisieren.“

Doch damit nicht genug. Zusammen mit Valentin Baus gewann Schmidberger heute auch noch den Teamwettbewerb in der Wettkampfklasse WK5. Neben den beiden Goldmedaillen fügte Sandra Mikolaschek mit Bronze im Einzel noch eine dritte Medaille für Borussia Düsseldorfs Spieler in Bratislava hinzu. „Das ist erneut eine herausragende Bilanz unserer Athleten“, sagt Geschäftsführer Jo Pörsch. „Wir sind sehr stolz auf Tom und Sandy und wünschen ihnen, dass sie beim Highlight des Jahres, bei den Paralympics in Rio de Janeiro, ähnlich erfolgreich sein werden.“

Sechs Spiele, sechs Siege, 18:3 Sätze. Thomas Schmidberger hat erneut gezeigt, dass derzeit kein Weg an ihm vorbei führt. Im Endspiel der Wettkampfklasse 3 (WK3, mittlere Querschnittlähmung) erklomm er schließlich gegen den Koreaner Kim Jeong Seok (WR: 8) in vier Sätzen den Thron.

In der Mannschaftskonkurrenz trat der Borusse mit Valentin Baus vom Liga-Konkurrenten Duisburg in der WK5 an. In dieser Wettkampfklasse spielen Sportler mit geringeren Behinderungen, der auch Baus angehört. Dennoch waren die beiden Deutschen nicht zu stoppen, mussten sich aber im Finale gegen ein starkes türkisches Team behaupten. Das gelang trotz der ersten Doppel-Niederlage im gesamten Turnierverlauf mit zwei eindrucksvollen Siegen in den Einzeln.

Sandra Mikolaschek wiederholte ihren Erfolg der Vorwoche und wurde als Dritte erneut mit Edelmetall dekoriert. Mit einer makellosen Bilanz zog die 18-Jährige in das Halbfinale des Einzelwettbewerbs der Wettkampfklasse 4 (niedrige Querschnittlähmung) ein, musste sich dann aber der Weltranglistensechsten Nada Matic aus Serbien geschlagen geben. Im Team wäre der Gewinn einer Medaille einer großen Überraschung gleich gekommen, da die Borussin mit einer Athletin mit stärkerem Handicap, Femke Cobben aus den Niederlanden (WK2), spielte. Zwar schnupperte das Duo in beiden Gruppenspielen am Sieg, doch ein Erfolg war ihnen nicht vergönnt. Sie unterlagen in beiden Partien mit 1:2 und verpassten damit den Einzug in die KO-Runde.

Die detaillierten Resultate finden Sie auf der Webseite des internationalen Verbands www.ipttc.org und des Veranstalters www.so-tabletennis.com.​​

 

(AS)