Breakdance und Kugelstoßen

Boston Club vereint diverse Sportarten mit Tanzen

Foto: Flo Treiber

von Tobias Kemberg

Der Verein produziert aktuell einen Imagefilm, um sich und sein Angebot für ein neues Publikum interessant zu machen. Zudem ist der 2024 bei den Olympischen Spielen erstmals im Programm vertretene Stil Breakdance ein neuer Schwerpunkt in der Vereinsarbeit.

Tango und Speerwerfen? Samba und Tischtennis? Lateinamerikanischer Tanz gepaart mit Golfspielen? Was überaus ungewöhnlich klingt, vereint der Boston Club Düsseldorf in seiner neuen Imagekampagne. „In den Choreografien werden die einzelnen Stile und die jeweiligen Sportarten miteinander verschmolzen“, erklärt der 2. Vorsitzende Jürgen Quandt.

Mit dem aktuell entstehenden Imagefilm möchte der 1912 aus einem Tanzkreis gegründete Verein Aufmerksamkeit für das Tanzen kreieren und sich zudem für neue (junge) Leute interessant machen. Für den letzten Teil des Films wurde am Freitag eine Breakdance-Choreografie mit Elementen aus dem Kugelstoßen aufgenommen.

Natürlich klingt das alles etwas ungewöhnlich. Aber genau deshalb haben wir diese Idee erarbeitet“, beschreibt Quandt den Hintergrund. Gerade Breakdance ist beim Boston Club an der Vennhauser Allee inzwischen ein großes Thema, wird die in den frühen 70er-Jahren auf den Straßen der New Yorker Bronx entstandene Tanzform bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris doch erstmals zum Programm gehören.

Künftiger Leistungsstützpunkt in NRW?

Derzeit beheimatet der Boston Club den NRW-Kader. „Von den 16 Tänzerinnen und Tänzern, die in drei Jahren bei den Sommerspielen für Deutschland dabei sein könnten, sind dann möglicherweise bis zu sechs aus unseren Hallen“, erklärt Quandt, dessen Verein in Zukunft gerne der nordrhein-westfälische Leistungsstützpunkt werden möchte.

Breakdance, das offiziell ja mittlerweile Breaking genannt wird, ist der Türöffner zu einer neuen Generation und einem neuen Publikum“, weiß der 2. Vorsitzende. „Damit gehen wir in die Schulen, der Tanzsport und die Vereine benötigen Talente.“

Verein hat sich breiter aufgestellt

Neben dem verstärkten Fokus auf den Breakdance hat sich in der jüngeren Vergangenheit auch personell einiges verändert beim Boston Club, der zu den ältesten Tanzvereinen in Deutschland zählt. Nach dem altersbedingten Rückzug von Rüdiger Konopatzki übernahmen Thomas Weidemann und Jürgen Quandt den Vorsitz, die im kommenden Frühjahr vom 1. und 2. Mann im Vorstand zu einer klassischen Doppelspitze werden.

Darüber hinaus stellte sich der Verein breiter auf und vergrößerte den gesamten Vorstandskreis auf insgesamt elf Personen. Die Modernisierung des Boston Club hörte aber nicht bei den internen Strukturen auf. Auch die Räumlichkeiten an der Vennhauser Allee wurden neu aufgeteilt und damit ein fünfter Tanzsaal geschaffen. Eine weitere „Expandierung“ wird derzeit diskutiert.

Wir freuen uns auf alles, was da so kommt“, sagt Jürgen Quandt und meint damit nicht nur das Echo auf die Imagekampagne, die von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller unterstützt wird. Der Boston Club macht sich noch ein bisschen mehr zukunftssicher – und könnte mit dem Thema Breakdance in den kommenden Jahren noch einmal deutlich an Bekanntheit außerhalb der eigenen Stadt und Nordrhein-Westfalens gewinnen.

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