Danke Pante…

Hieß es am vergangenen Samstag in einem Tweet und ließ mich frohlocken, doch wieder einmal einen feinen Zinken gehabt zu haben, als es vor der DEL Saison zur Diskussion kam, ob zwei so junge – somit relativ unerfahrene – Goalies in der DEL bestehen können und nicht evtl. der DEG den einen oder anderen Punkt kosten würden. Ich war damals felsenfest überzeugt, die beiden Recken sind klasse Torleute und passen wie Deckel auf Eimer.

Und zu den ewigen Zweiflern und „Perma-Nörglern“, sagt man dann salopp: „Ganz schön viel Meinung, für so wenig Ahnung“.

Foto: Birgit Häfner

Nach gespielten acht Partien, schnappten die Rot-Gelben fünf Siege und nur gegen die Spitzenclubs München, Ingolstadt, Wolfsburg (alle auswärts) gab’s nach sehr harter Gegenwehr nichts zu erben und in allen Partien konnte man den beiden jungen Torhütern kaum bis gar keine Vorwürfe machen.

Die Beiden zeigten sogar ganz großes Kino – beispielsweise Pantkowski bei den Eisbären in Berlin und daheim gegen Nürnberg, in dem Spiel mit beinah 97% Fangquote (!), oder Hane in München . Sie waren eher dafür verantwortlich, den Sieg fest zu halten, bzw. es nicht zu schlimm kommen zu lassen, als dass sie tatsächlich Punkte gekostet hätten.

Ein von mir sehr geschätzter Kenner der Düsseldorfer Eishockeyszene – ich freue mich schon diebisch, mit ihm auf der Fahrt nach Bietigheim am 10. Oktober ausgiebig sein Wissen anzuzapfen – kommentierte die Goalie-Positionen der DEG mit folgendem markanten Worten: „Ich möchte bei den Torhüter-„Gespannen“ mit keinem anderen Team tauschen“.

Rumms und in Stein gemeißelt. Wenn mein Freund Jürgen das raushaut, heißt es stramm zu stehen, Luft anzuhalten und sich demonstrativ tief zu verbeugen. Im Gegensatz zu mir, schaut er schon viele Jahrzehnte nicht nur auf das DEL Team, sondern auch sehr genau und ausdauernd die Spiele sämtlicher Kinder- und Jugendmannschaften an.

Was ich damit schreiben wollte, dass die DEG so formidable in die Saison startete, ist nicht nur einem D‘Amigo, Barta, Nowak, Zitterbart oder MacAulay zu verdanken, sondern mindestens genau so viel – wenn nicht noch mehr – den Kraken zwischen den roten Eisen mit dem Netz.

Foto: Birgit Häfner

P.S. Erst seit ungefähr 1920 spielt man übrigens mit Metalltoren. Zum Beginn der Eishockeygeschichte – um 1850 – bestand das Eishockeytor lediglich aus zwei Stangen, nachher besaß es einen Holzrahmen, über den später in Kanada ein Fischernetz gelegt wurde. Ein wenig Hockeygeschichte, kann nie schaden.

Abschließend noch etwas: Düsseldorf hat die Zukunft des deutschen Eishockeys im Tor stehen. Mirko Pantkowski mit 23 Jahren und sein Kollege Hendrik Hane, gerade mal mit 21 Lenzen, sind noch lange nicht auf dem Zenit ihrer Leistungen angekommen.

Mir macht die Saison jetzt schon richtig viel Spaß, und ich freue mich über die Leistungen des gesamten Teams.

Euer Heiko Sauer

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