„Das funktioniert ja gut hier“

Erlebnisbericht zum Super Cup im ISS DOME

Foto: Kemberg

von Tobias Kemberg

Mehr als ein halbes Jahr lang fanden Profisportveranstaltungen in Düsseldorf gar nicht oder ohne Publikum statt. Dank des erfolgreichen Hygiene- und Sicherheitskonzeptes beim Pixum Super Cup dürfen Veranstalter und Zuschauer aber wieder auf mehr hoffen.

Die Eintrittskarte in der Hand halten, die Halle betreten, die Plätze einnehmen und das Spiel genießen – als Sportfan fehlte mir genau das in den vergangenen Wochen und Monaten. Bedingt durch die Pandemie war Profisportkonsum allenfalls am heimischen TV-Gerät möglich. Und selbst dabei schwang einfach wenig Atmosphäre durch die Lautsprecher. Kein Wunder, wenn fast jedes Ereignis weltweit ohne Publikum stattzufinden hatte.

Der Super Cup zwischen den Handball-Schwergewichten THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt führte mich aber nun erstmals nach mehr als einem halben Jahr wieder als Fan in ein Stadion – oder mit dem ISS DOME in diesem Fall eine Halle. Neben mir waren am Samstagabend 2099 andere Zuschauer dabei. Möglich gemacht wurde dies natürlich erst durch und dank eines umfangreichen, strengen Hygiene- und Sicherheitskonzepts.

Veranstalter informiert mehrfach per Mail über Regeln

Von der Handball-Bundesliga wurde ich im Vorfeld per Mail über alle wichtigen Regeln und Bestimmungen informiert. Zwei Mal. Zu den wichtigsten Hinweisen gehörten unter anderem die Maskenpflicht in der gesamten Halle und vor den Eingängen, ein eingeschränktes und nur in speziell gekennzeichneten Bereichen zu verzehrendes Catering-Angebot und die verschiedenen nach Zonen auf den Eintrittskarten ausgewiesenen Abschnitte für den Einlass sowie den Aufenthalt im DOME.

Wie (vermutlich) jeder andere Sportfan wünsche auch ich mir, dass solche strenge Vorgaben in absehbarer Zeit nicht mehr vonnöten sein werden. Denn so ganz „normal“ ist das Sporterlebnis ja dann einfach doch nicht. Aber ohne jene Regeln gäbe es im Kalenderjahr 2020 wahrscheinlich gar keinen Profisport mehr live in Halle oder Stadion zu erleben. So lautete das Zwischenfazit während die erste Hälfte des Spiels lief: Das funktioniert ja gut hier.

Ein sicheres Gefühl in der gesamten Halle

Vom Parkhaus aus führte mein Weg zum Einlass der Zone C am Haupteingang, dort wo im Prä-Corona-Zeitalter die Dauerkartenkunden der Düsseldorfer EG in die Halle drängten. Links und rechts standen Spender mit Desinfektionsmitteln, auf dem Weg zur Treppe und im Umlauf angekommen beantworteten leicht nachvollziehbare Beschilderungen die Fragen nach der Richtung und wo die für mich erlaubte Zone endete.

Auch am Catering-Stand unterstützten Aufkleber auf dem Boden die Einhaltung der Abstandsregeln und den Ablauf am Tresen. Ordnungskräfte halfen, informierten und mahnten – wenn es dann mal nötig war. Die Tische zum Verzehr (dort durfte ich die Maske abnehmen) standen in gebührendem Abstand zueinander und zusätzlich zur personalisierten Eintrittskarte lagen an ihnen Formulare für die etwaige Kontaktverfolgung bereit, die es auszufüllen galt. Ein Routinejob für mich, seit Ende Mai das öffentliche Leben in Düsseldorf wieder erwachte.

Fazit: Sowohl im Umlauf als auch während des Spiels im Zuschauerbereich habe ich mich zu jeder Zeit „sicher“ gefühlt. Alle hielten die Abstände ein und befolgten die Regeln. Dass mir der eine oder andere Besucher auf dem Weg zum Parkhaus dann vielleicht wieder etwas zu nahe auf den „Pelz“ rückte, schrieb ich allein dem Regenwetter zu. Das Hygiene- und Sicherheitskonzept rund um den Super Cup im DOME hat funktioniert – mit diesen „Begleitumständen“ bei einer Sportveranstaltung anfreunden möchte ich mich wie gesagt auf Dauer nicht. Aber: Lieber so als gar nicht.

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