Das Känguru hätte Schuhgröße 69

Würdet Ihr gegen langköpfige, großohrige und bepelzte Basketballer spielen wollen, die Schuhgröße 69 haben, bis zu 180 Zentimeter groß, 90 Kilogramm schwer und über 13 Meter springen, sowie kurzzeitig 50 Kilometer schnell sein können?

Das wollte ich definitiv sehen und pilgerte – mit Gras, Blätter und Früchte bewaffnet, man soll ja Geschenke mitbringen und da bietet sich Futter immer noch am besten an – Samstag ins Comenius zum Match der ART Giants gegen die “Iserlohn Kangaroos”.

Und was soll ich schreiben: Nix da rote oder graue Riesen-Kängurus, keine übergroßen Latschen und meine Geschenke landeten in der Komposttonne.

Ich wurde ganz klar reingelegt.

Foto: Norbert Schulz

“Iserlohn Kangaroos” war ein Team aus Fleisch und Blut und ganz sicher ohne Fell, Bärte zählen nicht. Hätte mir natürlich auffallen müssen, schließlich waren die Bochumer und Kölner auch keine “Sterne” und es hätte sich ganz sicher rumgesprochen, wenn die Giants im Hinspiel auf wahrhaftige Beutelsäuger gestoßen wären.

Dazu tauchten zwei alte Bekannte auf – und die hatte ich natürlich als echte Menschen erlebt – die letzte Saison noch Giganten waren und jetzt Beuteltiere sind: Alex Möller und Faton Jetullahi. Da war ich gespannt wie ein Flitzebogen, wie beide bei den Sauerländer ihren Lieblingssport ausübten. Beinah übersah ich sie. Das was Faton an Haare verlor und zu einer modischen Kurzhaarfrisur stylte, dass packte Alexander oben drauf und gleich auch unter seine Nase, ja ist denn schon Weihnachten? Beide zeigten tatsächlich an diesem Abend eine famose Leistung.

Übrigens, wisst Ihr wie die Kängurus zu ihrem seltsamen Namen kamen?

Als Gevatter Cook, irgendwann in den 1770er Jahren in Australien erstmals die seltsamen Hüpfer sah, quatschte er einen Aborigine an, der des Weges kam und fragte diesen, um welch absonderliches Tier es sich handelte. Der sagte „Känguru“, was aber nichts anderes hieß: „Ich hab keine Ahnung, was du sagst, du seltsamer Kauz“. Zack, so wurde der Name geboren. Wenn James das gewusst hätte.

Zurück zum Thema, also Basketball zwischen den Giganten und den Langfüsslern aus dem Sauerland. Nachdem das Auswärtsspiel am 24. Oktober vergangenes Jahr mit 94:81 an die NRW-Hauptstädter ging, endete das Rückspiel unter einheimischer Hallenbeleuchtung 84:92, direkten Vergleich zwar gewonnen, aber zu Hause nicht berauschend gespielt und somit war das Ergebnis ok.

Glückwunsch an die Kangaroos.

Unterm Strich: Wieder was gelernt. Der Name ist nicht immer Programm! Das nächste Spiel der ART Giants am 24. Januar beim ETV Hamburg, mal schauen, ob man selbiges auch kann und sich irgendwo ein Stream auftut.

Euer Heiko Sauer

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