„Das Triple ist möglich“

Interview mit Borussia-Ass Anton Källberg

Foto: Kenny Beele

von Tobias Kemberg

Der 23-Jährige spielt – genau wie sein Team – eine überragende Saison. Bevor es in der Tischtennis-Bundesliga in die entscheidende Phase geht, schlagen der Schwede, seine Teamkollegen und zahlreiche andere internationale Topspieler in den kommenden Tagen bei zwei World-Tour-Events in Katar auf. Im Gespräch mit der Sportstadt blickt Källberg auf die kommenden Wochen voraus und sagt, wer im Kampf um das Triple die größten Konkurrenten sind.

Herr Källberg, die Hauptrunde in der Tischtennis-Bundesliga ist fast beendet. 21 von 22 Spieltagen sind absolviert, nun gibt es einen etwas längeren Break. Wie fällt das Zwischenfazit vor dieser Spielpause aus?

Anton Källberg: Natürlich sind wir sehr zufrieden mit unserer Saison. In der Bundesliga haben wir bislang nur zwei Spiele verloren und in den anderen Wettbewerben lief es mit den Siegen in der Champions League und im Pokal hervorragend. Wir machen immer weiter, wollen in jedem Spiel 100 Prozent bringen und vor dem Beginn der Play-offs auch noch das letzte Spiel in Saarbrücken für uns entscheiden. Das Triple ist möglich, das ist unser Ziel.

Was passiert in den kommenden Wochen genau? Es gibt ja sozusagen mal wieder „Abwechslung“ vom Liga-Alltag. . .

Källberg: In den kommenden beiden Wochen finden zwei Turniere der World Tour in Katar statt. Das wird sehr spannend für alle, insbesondere nach einer langen Zeit ohne solche Events. Vor der Corona-Pause fand das letzte internationale Turnier der Top-Serie auch in Katar statt. Ich freue mich sehr darauf, endlich wieder auch als Einzelspieler international antreten zu dürfen.

Wie wird sich das anfühlen nach dieser langen Zeit?

Källberg: Bei solchen Turnieren hast du immer eine andere Art von Druck und prinzipiell ein anderes Gefühl an der Platte. Aber nach der langen Pause wird es anfangs etwas komisch sein. Mit Blick auf die Nervosität ist es wiederum aber für alle dasselbe. Wir wollen so gut spielen, wie es möglich ist. Nach dem bisherigen Saisonverlauf gehe ich definitiv mit viel Selbstvertrauen an diese Aufgaben heran. Ich weiß, dass ich enge Spiele gewinnen kann und ich hoffe, dass ich diese Sicherheit in Katar zu meinem Vorteil nutzen kann.

„Das Triple würde uns
mit viel Rückenwind nach
Tokio fliegen lassen.“

Danach geht es am 21. März in der Bundesliga weiter – mit dem angesprochenen letzten Hauptrundenspiel in Saarbrücken und dem Play-off-Halbfinale im April. Wer sind die Hauptkonkurrenten um den Titel für die Borussia?

Källberg: Da müssen wir jedes Team absolut ernst nehmen. Ochsenhausen und Saarbrücken werden im Halbfinale aufeinandertreffen, das wissen alle schon. Platz vier könnte an Grünwettersbach gehen. Sie sind sehr gefährlich, vor allem, wenn Dang Qiu wieder mit dabei ist, der in dieser Woche beim Duell der jeweiligen Mannschaften nicht gespielt hat. Aber auch Neu-Ulm mit Tiago Apolonia und Emmanuel Lebesson haben wir auf dem Zettel. Ochsenhausen und Saarbrücken sind die vielleicht bisschen stärkeren Teams auf dem Papier. Eine Prognose ist schwer. Aber es wird eng zugehen in den Play-offs, das ist mal sicher.

Foto: Kenny Beele

Aktuell scheint es eher unrealistisch, aber hoffen Sie und das Team darauf, dass in den Play-offs vielleicht dann doch wieder ein paar Zuschauer dabei sein können?

Källberg: Das hoffen wir immer. Aber wenn ich ehrlich bin, glaube ich nicht, dass in den Play-offs Zuschauer in den Hallen dabei sein dürfen. Wenn es aber dann doch möglich ist, wäre das natürlich richtig gut.

Wie viel Rückenwind gäbe Ihnen und den Teamkollegen der Gewinn des Triple mit Blick auf die Olympischen Spiele in Tokio?

Källberg: Eine ganze Menge. In einer Saison mit wenig internationalen Turnieren ist die Bundesliga als Teil der Gesamtvorbereitung noch einmal wichtiger geworden. Diese Spiele machen einen großen Teil der Spielpraxis aus. Eine perfekte Saison mit dem Triple würde uns allen noch einmal mehr Selbstvertrauen geben und uns mit viel Rückenwind nach Tokio fliegen lassen.

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