2018 12 06 Walkenhorst

“Das war sehr erfolgreich für mich…”

  • Donnerstag, der 6. Dezember 2018
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Das war ein erfolgreicher Ausflug in die Sonne. Beachvolleyballer Alexander Walkenhorst von der DJK TuSA und vom Stockheim Team Düsseldorf hat das Pro-Turnier in Huntington-Beach gewonnen. Gemeinsam mit dem Brasilianer Alvaro Filho, Vizeweltmeister von 2013, blieb er ungeschlagen. Möglich wurde die ungewöhnliche Kooperation durch die Eventserie p1140. Die ist seit dem Turnier aber beendet und seit Mittwoch ist Alex Walkenhorst wieder zuhause in Deutschland.

Sie sind gerade nach Hause gekommen. Wie war es in Amerika?

Super. Aber der Kontrast war riesig. Ich war in der Sonne und heute morgen der Blick aus dem Fenster, das war nicht so schön. Ich hatte zwei Wochen in den USA trainiert und zum Abschluss das Turnier gespielt. Das war sehr erfolgreich für mich.

Wie kam es zu der Kooperation mit dem Brasilianer Alvaro Filho?

Das Turnier ist eine neue Serie der dreifachen Olympiasiegerin Kerri Walsh. Die hatte sich mit der nationalen Tour verkracht und macht jetzt eine eigene Tour, um den Sport weiter nach vorn zu bringen. Auf dieser Tour ist egal, wer mit wem spielt, da werden die Nationen gemischt. Und so war es wohl das erste Mal, das ein Deutscher mit einem Brasilianer ein offizielles Turnier gespielt hat.

Wie habt ihr euch gefunden?

Der eigentliche Partner von Alvaro durfte bei einem anderen Turnier antreten, dem „Top Gun“-Wettbewerb. So blieb der Vizeweltmeister von 2013 für mich übrig. Ich hatte die Meldeliste gesehen und ihn dann angeschrieben, ob er in Huntington spielen möchte. Ich kenne ihn schon seit Jahren von vielen Turnieren, die wir gegeneinander gespielt haben. Und zusammen sind wir jetzt seit sechs Spielen ungeschlagen.

Und jetzt kehrt wieder Alltag ein?

Ich habe gerade meinen Turnbeutel ausgepackt und eine Waschmaschine angemacht. Jetzt gleich geht es zum Krafttraining.

Was macht ein Beachvolleyballer im Winter?

Viel drinnen trainieren. Deshalb waren diese beiden Wochen in der Sonne echt wichtig für mich. Ich mach da seit Jahren keinen Hehl draus, hier verfalle ich in Winterdepressionen, wenn ich monatelang in eine kalte Halle gehe und da vor mich hin trainiere. Jetzt trainiere ich hier in Deutschland und Anfang Januar spielen wir ein Turnier in Holland. Der Winter ist deshalb relativ kurz.

Dann wieder mit deinem Stammpartner Sven Winter?

Ja. Er hat zuletzt in Berlin trainiert. Es mag unkonventionell seni, sich als Team zu trennen und zwei Wochen getrennt voneinander zu trainieren und es gab tatsächlich viele, die gefragt haben, ob wir noch weiter zusammen spielen. Aber für uns war das völlig logisch. Wir sind zehn Jahre auseinander und haben unterschiedliche Entwicklungsstufen. Ich hatte jetzt aufgrund meiner Erfahrung und meiner Kontakte die Chance, mit Weltklassespielern ein Turnier zu spielen, dahin wurde ich eingeladen. Diese Einladung hatte Sven leider nicht bekommen. Dann haben wir uns entschieden, dass Sven weiter zu Hause trainiert und ich die Chance nutze.

Wie macht ihr das Weihnachten? Wie passt den Weihnachten in euren Vorbereitungsplan?

Heiligabend und am ersten Feiertag lasse ich fünfe Gerade sein. Aber am zweiten Weihnachtstag trainieren wir wieder. Silvester fällt auch aus. Ich werde zwar nicht vor zwölf ins Bett gehen. Aber Alkohol kommt da nicht in die Tüte. Aber ich will mich nicht beschweren, wenn das Turnier erfolgreich ist, dann lohnt sich das auch.

 (PK)