DEG schlägt sich selbst

Unnötige 3:4-Niederlage in Ingolstadt

Foto: Birgit Häfner

von Tobias Kemberg

Weil die Düsseldorfer nach ihren Ausgleichstreffern im Schlussdrittel nicht konsequent genug verteidigen und sich jeweils direkt wieder ein Gegentor fangen, lässt die Mannschaft von Trainer Kreis beim ERC mindestens einen wertvollen und verdienten Punkt liegen.

Viel ärgerlicher kann eine Niederlage kaum sein. Zwei Mal glich die Düsseldorfer EG die Begegnung beim ERC Ingolstadt im letzten Drittel aus und trat nach dem 32. Saisonspiel in der Deutschen Eishockey Liga die Heimreise doch ohne weitere Punkte an. Weil es sowohl nach dem 2:2 als auch nach dem 3:3 unmittelbar darauf einen Gegentreffer setzte, hieß es am Ende 3:4 (0:0, 1:1, 2:3) aus Sicht der DEG.

Wir haben ein gutes Spiel gemacht und können uns nicht viel vorwerfen“, sagte Verteidiger Marco Nowak. „Abgesehen natürlich von den beiden letzten Toren der Ingolstädter. Heute war es etwas unglücklich, aber solche Tage gibt es. Am Mittwoch gibt es die Chance zur Revanche.“ Dann stehen sich beide Teams im ISS DOME erneut gegenüber.

Optische Überlegenheit in den ersten 20 Minuten

Nach den Erfolgen über Schwenningen und in Straubing begann das Team von Trainer Harold Kreis auch im zweiten „Back-to-back“-Spiel der Saison gut. Defensiv ließen die Düsseldorfer wenig zu und in der Zone der Panther brachten sich die Rot-Gelben des Öfteren in aussichtsreiche Position. Trotzdem gelang es im ersten Drittel nicht, die optische Überlegenheit in einen Treffer umzumünzen.

Foto: Birgit Häfner

Das funktionierte dafür gleich zum Start in den Mittelabschnitt, als Stürmer Tobias Eder nach schöner Kombination über seine Formationskollegen Matt Carey und Alexander Karachun mit seinem fünften Saisontor (22.) zum 1:0 traf. Die Freude darüber währte jedoch nicht lange, nur 114 Sekunden später konnte Samuel Soramies (24.) auf 1:1 stellen – ein Muster, das sich noch mehrfach wiederholen sollte.

Ingolstadt übernahm im Laufe des zweiten Drittels immer mehr die Kontrolle und ging kurz nach dem Start des Schlussdrittels durch Louis-Marc Aubry (43.) in Führung. Was noch vor einigen Wochen mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Knacks gegeben hätte, warf die DEG aber nicht um. Patrick Buzas (51.) fälschte einen Schuss von Mathias From zum 2:2 ab, die Düsseldorfer besaßen wieder alle Möglichkeiten.

Ingolstädter „Rebounds“ entscheiden die Begegnung

Eines der immer wiederkehrenden Probleme in dieser Spielzeit führte aber nur 31 Sekunden nach dem Ausgleich zum erneuten Rückstand. Wie schon beim 1:2 konnte niemand den Rebound vor Torhüter Hendrik Hane „aufräumen“ und wie schon beim Gegentreffer zuvor nutzte Aubry diesen Umstand aus.

Die DEG fand wiederum durch Eder (55.) eine Antwort, aber der ERC konterte zum dritten Mal in kürzester Zeit ein Düsseldorfer Erfolgserlebnis mit einem eigenen Tor. Zwischen dem 3:3 und dem Siegtreffer der Ingolstädter durch Ryan Kuffner (56.) lagen dabei nur 26 Sekunden. Abermals räumten die Verteidiger nicht konsequent genug vor dem eigenen Kasten auf. So verpasste die DEG mindestens einen verdienten und überaus wichtigen Punkt für die angepeilte Play-off-Qualifikation. „In Straubing haben wir sehr konsequent gespielt. Heute haben wir daran angeknüpft, allerdings zwei Mal im nächsten Wechsel nach eigenen Toren die Quittung bekommen“, sagte Sportdirektor Niki Mondt. „Viel müssen wir am Mittwoch im Rückspiel nicht anders machen, außer vielleicht vor dem eigenen Tor besser aufräumen und nicht so viele Nachschüsse zulassen.“

Statistik: ERC Ingolstadt – Düsseldorfer EG 4:3 (0:0, 1:1, 3:2)
DEG/Tor: Hane (Pantkowski); Abwehr: Jensen, Cumiskey – Brejcak, Ebner – Geitner, Nowak – Johannesen; Angriff: Ehl, Barta, Flaake – Kammerer, Olimb, Fischbuch – Karachun, Carey, Eder – Svensson, Buzas, From
Schiedsrichter: Kohlmüller/Schrader
Zuschauer: keine
Tore: 0:1 (21:45) Eder (Karachun, Carey), 1:1 (23:39) Soramies (Bodie, Detsch), 2:1 (42:44) Aubry (Palmu, Kuffner), 2:2 (50:14) Buzas (From, Cumiskey), 3:2 (50:45) Aubry (Palmu), 3:3 (54:56) Eder (Cumiskey), 4:3 (55:22) Kuffner (Aubry, Bodie)
Strafminuten: 2:4
Torschüsse: 30:23

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