DEG siegt bei Nowak-Jubiläum

3:1-Erfolg im 600. DEL-Spiel des Verteidigers

Foto: Birgit Häfner

von Tobias Kemberg

Perfektes Wochenende für die Düsseldorfer EG und perfektes Jubiläumsspiel für den 31-Jährigen, der gegen Nürnberg das letzte Tor des Tages erzielt. Mit den sechs Zählern aus den Partien in Berlin und gegen die Ice Tigers setzt sich die DEG vorerst in der Spitzengruppe fest.

Für Marco Nowak war das Heimspiel der Düsseldorfer EG gegen die Nürnberg Ice Tigers ein besonderer Arbeitstag. Der Verteidiger bestritt sein 600. Spiel in der Deutschen Eishockey Liga, zum 421. Mal trug der 31-Jährige dabei das Trikot der DEG, die das achte Saisonspiel mit 3:1 (0:0, 1:0, 2:1) gewinnt und mit 16 Punkten aus acht Spielen sowie Tabellenplatz vier erst einmal außerordentlich gut dasteht.

Sein DEL-Debüt feierte Nowak in der Saison 2007/08. Nach dem Ausstieg des Hauptsponsors Metro wechselte er im Sommer 2012 nach Nürnberg und erreichte mit den Ice Tigers drei Mal in vier Jahren die Play-offs. Inzwischen ist der Familienvater bereits wieder in der sechsten Saison in Folge in Düsseldorf. „Es ist schon ein bisschen verrückt, insgesamt ist es schon meine elfte Saison bei der DEG“, sagte Nowak. „Ich bin glücklich, Teil dieser Mannschaft zu sein, die sich jedes Mal richtig reinhaut.“

Das Nowaksche Jubiläumsspiel begann etwas schleppend, auch für den Verteidiger selbst, der ein wenig mit dem Eis haderte, nachdem ihm gleich mehrfach die Scheiben vom Schläger sprangen. Im zweiten Spieldrittel nahm die Begegnung dann endlich Fahrt auf. Und auch Nowak war sogleich mittendrin, lieferte sich nach einem Foulspiel von Max Kislinger an Niklas Heinzinger eine handfeste Auseinandersetzung mit dem Übeltäter und erntete dafür anerkennenden Applaus von den 5343 Zuschauern im PSD BANK DOME.

Stephen MacAulay erzielt seinen ersten DEL-Treffer

In doppelter Überzahl ging die DEG in Führung. Stephen MacAulay, der schon im ersten Abschnitt drei gute Chancen hatte und dabei unter anderem die Latte traf, wuchtete den Puck per Schlagschuss an Nürnbergs Goalie Niklas Treutle vorbei ins Netz (27.). Weil Ice-Tigers-Verteidiger Andrew Bodnarchuk sogleich die nächste Strafzeit nahm, bot sich den Düsseldorfern unmittelbar im Anschluss eine weitere Fünf-gegen-drei-Überzahl – doch ein zweite Treffer gelang in dieser Sequenz nicht.

Die DEG machte zu wenig aus ihren zahlreichen Überzahlsituationen, doch wie schon beim 3:1-Auswärtssieg in Berlin zwei Tage zuvor stand da ja noch ein glänzend aufgelegter Mirko Pantkowski im Tor. Der 23-Jährige wehrte 32 Schüsse ab und kassierte wie schon bei den Eisbären nur einen Gegentreffer.

Foto: Birgit Häfner

DEG straft die Kritiker bislang Lügen

Dem 2:0 durch Brendan O’Donnell (45.) ließen die Nürnberger nur zweieinhalb Minuten später den Anschlusstreffer folgen. So blieb das Spiel weiter offen. Wie in Berlin am Freitag sorgte ein Empty-Net-Goal für die endgültige Entscheidung. Und perfekter hätte das 600. DEL-Spiel für Marco Nowak nicht enden können, denn der Jubilar traf aus der eigenen Zone heraus zum 3:1.

Ich habe Marco gefragt, warum er heute so lange mit seinem Treffer gewartet hat“, scherzte Trainer Harold Kreis hinterher. „Wir wissen, was wir an ihm haben. Er hat einen großen Wert für unsere Mannschaft.“ Und die hat die Kritiker mit ihren Auftritten in den ersten Saisonwochen durchaus Lügen gestraft. „Dafür, dass viele gesagt haben, dass wir eine Zweitligamannschaft haben, haben wir eine sehr sehr gute Zweitligamannschaft“, sagte Nowak.

Statistik: Düsseldorfer EG – Nürnberg Ice Tigers 3:1 (0:0, 1:0, 2:1)
DEG/Tor: Pantkowski (Hane); Abwehr: Cumiskey, Zitterbart – Heinzinger, Nowak – Järvinen, Ebner – Trinkberger; Angriff: D’Amigo, Olson, Eder – O’Donnell, Barta, Ehl – Proft, MacAulay, Fischbuch – Postel, Svensson, Schiemenz
Schiedsrichter: Rohatsch/Steingross
Zuschauer: 5343
Tore: 1:0 (26:28) MacAulay (Fischbuch, Eder/5-3), 2:0 (44:05) O’Donnell (Barta, Ehl), 2:1 (46:37) Stoa (MacLeod, Bender), 3:1 (59:22) Nowak (Cumiskey/5-6)
Strafminuten: 10:12
Torschüsse: 24:33

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