DEG verliert in Wolfsburg

Mit nur 13 Profis geht der Auftakt des Magenta-Sport-Cups 0:7 verloren

Archivbild: Birgit Häfner

Im ersten Spiel nach acht Monaten gibt es für die Düsseldorfer EG nichts zu lachen. Das erste Spiel des Vorbereitungsturniers „Magenta-Sport-Cup“ verliert sie mit 0:7 bei den Grizzlys Wolfsburg.

131 Tore hat die Düsseldorfer EG in der vergangenen Saison erzielt. Nun ist es in der Deutschen Eishockey Liga keine Seltenheit, dass sich Kader im Sommer ändern. Aber der, mit dem die DEG am Samstagnachmittag in den „Magenta-Sport-Cup“ startete, hatte dann doch arg wenig mit dem aus der Vorsaison zu tun. Von den 131 Toren waren noch ganze 45 übrig. Also wenn man die der Spieler addiert, die in Wolfsburg ein DEG-Trikot trugen. Da überraschte es weniger, dass am Ende die Gegner jubelten. Wobei jubeln das falsche Wort ist, sie nahmen ihren 7:0-Erfolg zur Kenntnis.

Bei der DEG war die Gemütslage ähnlich. Zwar reagierte niemand gleichgültig, „überbewerten“ wolle er das Spiel aber nun auch nicht, sagte Sportdirektor Niki Mondt, „weil die Vorzeichen zu unterschiedlich waren“. Hier die Wolfsburger, seit Wochen im Training und nahezu komplett. Dort die DEG, erst seit wenigen Tagen auf dem Eis und mit einer langen Liste an Ausfällen. Gerade mal 13 Profis hatten sich auf den Weg nach Wolfsburg gemacht, hinzu kamen Juniorenspieler aus der U20.

Lob für die Junioren

Drei davon, Jan Wrede, Lars Stelzmann und Konstantin Bongers, bildeten sogar eine Sturmreihe und durften immerhin knapp zehn Minuten aufs Eis. Und auch wenn sie in der Zeit drei Gegentore kassierten, gab es hinterher Lob: „Ich hätte gedacht, dass sie viel öfters im eigenen Drittel eingeschnürt werden, und das hat sich in Grenzen gehalten“, sagte Mondt und nannte ihre Leistung „hervorragend“.

Dass es dennoch nichts zu holen gab, lag keinesfalls nur am Nachwuchs. Gerade zu Beginn, die Wolfsburger waren rausgekommen „wie die Feuerwehr“, sagte DEG-Kapitän Alexander Barta, mussten sich alle Düsseldorfer nach acht Monaten ohne Spiel erst mal sortieren. Entsprechend viele Fehler machten sie. Nach neun Minuten stand es bereits 3:0, da drohte ein Debakel. Doch irgendwann fand die DEG ins Spiel, erarbeitete sich auch eigene Chancen.

Flaake, Jahnke und From vor Rückkehr in den Kader

Weil sie die aber allesamt vergab, und Hendrik Hane im DEG-Tor immer sicherer wurde, blieb es für fast 30 Minuten beim 3:0. Erst später schraubten die Wolfsburger das Ergebnis auf 7:0. Was Nationalverteidiger Marco Nowak gar für „ein bisschen hoch“ hielt. Aber das störte ihn im Endeffekt auch nicht. Es gehe nun darum, „die positiven Sachen“ mitzunehmen. Und die habe es sehr wohl gegeben: schnelles Herauskommen aus der eigenen Zone, ein paar Chancen und ein Überzahlspiel, das zügig in die Formation kam.

Dass die Wolfsburger in allen Belangen besser waren, stand aber dennoch außer Frage. Deswegen hoffen sie bei der DEG nun, dass das im nächsten Spiel anders aussehen wird. Am Mittwochabend geht das Vorbereitungsturnier der DEL für die Düsseldorfer in Bremerhaven weiter. Und wenn alles klappt, sind dann zumindest Jerome Flaake, Charlie Jahnke und Mathias From einsatzfähig.

Grizzlys Wolfsburg – Düsseldorfer EG 7:0 (3:0,1:0, 3:0)

DEG: Tor: Hane (Schwarte); Verteidigung: Nowak, Ebner – Jensen, Geitner – Dersch, Zanetti; Sturm: Fischbuch, Barta, Kammerer – Eder, Buzas, Ehl – Bongers, Wrede, Stelzmann

Tore: 1:0 (5:21) Rech (Festerling, Bruggisser), 2:0 (6:32) Boucher (Hungerecker, Bittner), 3:0 (8:44) Järvinen (Button), 4:0 (37:26) Furchner (Bruggisser), 5:0 (40:18) Järvinen (5-4), 6:0 (51:24) Görtz (Fauser, Järvinen), 7:0 (52:34) Machacek (Bittner)

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