DEG zittert und gewinnt doch

Dritter Auswärtssieg in Folge

Foto: Birgit Häfner

von Tobias Kemberg

Fünf Minuten vor dem Ende scheint das Spiel in Iserlohn entschieden. Doch plötzlich müssen die Düsseldorfer noch einmal um die drei Punkte bangen. Am Ende aber setzt sich der Tabellenachte mit 4:3 durch.

Die Anfangsminuten vieler Spiele und teilweise sogar in jedem Drittel gehörten zuletzt nicht zu den stabilsten Disziplinen der Düsseldorfer EG. Immer wieder gab es frühe Rückstände oder schnelle Gegentreffer nach der Eisaufbereitung. Am Dienstagabend war das anders. Da schlug die DEG in den ersten vier Minuten zwei Mal zu und legte damit die Grundlage zum zwölften Sieg im 24. Saisonspiel der Deutschen Eishockey Liga.

Mit 4:3 (2:0, 1:1, 1:2) gewann die Mannschaft von Trainer Harold Kreis ihr Nachholspiel bei den Iserlohn Roosters und schließt durch den dritten Auswärtserfolg in Serie und mit einem Punktequotienten von 1,50 pro Partie nun zum Tabellensiebten Fischtown Pinguins auf. „Heute haben wir von Anfang an so gespielt, wie wir das wollten“, sagte Verteidiger Niklas Heinzinger. „Am Ende ist es dann zwar noch mal spannend geworden, aber wir haben das hinten gut gemacht.“

Erstes Tor für Carter Proft nach zehn Spielen ohne eigenen Treffer

Durch die Rückkehr von Kyle Cumiskey, der beim 3:4 gegen Augsburg zwei Tage zuvor noch angeschlagen aussetzen musste, kamen in der Düsseldorfer Defensive nicht nur drei Verteidiger-Pärchen zusammen. Die läuferischen Fähigkeiten des 35 Jahre alten Kanadiers verhelfen seinem Team auch immer wieder zu guten Szenen in der gegnerischen Zone – so wie in der Entstehung des 1:0 durch Alexander Ehl, dass Cumiskey einleitete.

Während sich die gastgebenden Roosters noch sortierten, fälschte Carter Proft einen Schlagschuss von Marco Nowak ab und erhöhte im Powerplay nach exakt vier gespielten Minuten auf 2:0. Dem Torschützen stand die Freude über seinen sechsten Saisontreffer ins Gesicht geschrieben, hatte Proft doch in den zehn Partien seit dem Corona-Ausbruch im Oktober kein persönliches Erfolgserlebnis mehr erleben dürfen.

Foto: Birgit Häfner

DEG hat in einer wilden Schlussphase das nötige Glück

Zur Mitte des ersten Drittels mischten die Iserlohner dann auch mit, konnten Mirko Pantkowski im Düsseldorfer Tor zunächst aber nicht überwinden. Erst zu Beginn von Abschnitt (24.) zwei kamen die Roosters in der wichtigsten aller Spalten auf den Spielberichtsbogen. Nun war es ein offenes Eishockeyspiel mit Chancen auf beiden Seiten, wenngleich die Rot-Gelben deutlich mehr Schüsse verzeichneten. Paul Bittner (37.) stellte den Zwei-Tore-Abstand wieder her und die DEG ging mit einer 3:1-Führung ins Schlussdrittel.

Dieses nahm in der Schlussphase beinahe groteske Züge an. Denn als Tobi Eder fünf Minuten und sechs Sekunden vor dem Ende das 4:1 besorgte, da schien alles entschieden. Eine Strafzeit gegen Bernhard Ebner machte die Geschichte noch einmal spannend. Zunächst verkürzte Iserlohn bei Sechs-gegen-vier auf 2:4 (58.), 40 Sekunden später war die Begegnung plötzlich wieder richtig spannend. Doch am Ende rettete die DEG das 4:3 über die Zeit. „Hinten raus wurde es dann ein Arbeitssieg. Aber wir haben hier heute verdient gewonnen“, sagte Cedric Schiemenz.

Statistik: Iserlohn Roosters – Düsseldorfer EG 3:4 (0:2, 1:1, 2:1)
DEG/Tor: Pantkowski (Hane); Abwehr: Järvinen, Cumiskey – Heinzinger, Nowak – Trinkberger, Ebner; Angriff: O’Donnell, Barta, Ehl – Proft, MacAulay, Eder – D’Amigo, Svensson, Fischbuch – Bittner, Olson, Schiemenz
Schiedsrichter: Hunnius/Schukies
Tore: 0:1 (1:03) Ehl (Barta, Cumiskey), 0:2 (4:00) Proft (Nowak, Barta/5-4), 1:2 (23:01) Ziegler (Ewanyk), 1:3 (36:51) Bittner (D’Amigo), 1:4 (54:54) Eder (MacAulay), 2:4 (57:08) Whitney (Adam, O’Connor/6-4), 3:4 (57:48) Aubin (Adam, Whitney/6-5)
Zuschauer: 1994
Strafminuten: 8:10
Torschüsse: 17:27

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