Déjà-vu in Wolfsburg

DEG verliert bei den Grizzlys

Foto: Birgit Häfner

von Tobias Kemberg

Wie so oft in dieser Saison gegen diverse Gegner und wie so oft in der Vergangenheit gegen den Vizemeister spielen die Düsseldorfer über weite Strecken gut mit und halten am Ende nichts in den Händen. Den stets unbequemen Wolfsburgern genügen drei Tore im Mittelabschnitt für einen 4:2-Erfolg über eine DEG, die sich durch eigene Fehler ein Stück weit selbst schlägt.

Drei Mal Finalteilnehmer seit 2015/16 und in den vergangenen elf zu Ende gespielten Saisons acht Mal mindestens unter den letzten Vier in den Play-offs. Dass sie bei den Grizzlys Wolfsburg kontinuierlich gute Arbeit leisten, ist in der Deutschen Eishockey Liga allen bekannt. Auch die Düsseldorfer EG weiß darum. Und doch ist der Klub aus Niedersachsen für viele kein attraktiver Gegner. Meist ist nur wenig Atmosphäre in der Halle, dazu sind die Wolfsburger Teams in der Regel enorm physisch, defensiv stark und unter dem Strich einfach unangenehm zu spielen.

Die DEG erlebte genau das am dritten Spieltag, als sie dort mit 0:2 unterlag und seinerzeit ihre erste Niederlage der damals noch jungen Saison einstecken musste. Am für viele Eishockeyfans ungeliebten Dienstagabend ging es nun erneut in die Autostadt, in der es für die Mannschaft von Trainer Harold Kreis abermals eine Auswärtsniederlage gab. Das 2:4 (1:0, 0:3, 1:1) war die achte im zehnten Spiel auf fremdem Eis.

„An der Kraft hat es heute nicht gelegen. Wir haben einfach im zweiten Drittel nicht gut gespielt und am Ende hat es dann nicht mehr gereicht, um noch einmal heranzukommen“, sagte Verteidiger Nicolas Geitner.

Frühes Tor von Tobi Eder

Personell gab es gegenüber dem 3:2-Heimsieg nach Penaltyschießen über die Straubing Tigers keine Veränderung. Verteidiger Bernhard Ebner fehlte ebenso wie die Stürmer Jerry D’Amigo und Victor Svensson. Zwischen den Pfosten stand erneut Mirko Pantkowski, der sich vor allem in der zweiten Hälfte des ersten Abschnitts mehrfach mit guten Saves auszeichnen konnte.

Zuvor hatten seine Vorderleute bereits erstmals die Scheibe im Tor der Grizzlys untergebracht. Tobi Eder (2.) traf nach 118 Sekunden zum 1:0, das bis 35 Sekunden nach dem ersten Wiederbeginn Bestand hatte. Weitere 55 Bewegungen des Sekundenzeigers später lag die DEG plötzlich zurück. Individuelle Fehler und Unkonzentriertheiten in der eigenen Zone ermöglichten Spencer Machacek (21.) und Sebastian Furchner (22.) die Partie zu drehen.

Beim dritten Gegentreffer durch Darren Archibald (38.) legte sich Pantkowski den Puck dann selbst ins Netz. Mit dem 1:3 ging es in den Schlussabschnitt, in dem Hendrik Hane seinen Kollegen Pantkowski ablöste.

Zum siebten Mal in zehn Spielen nicht mehr als zwei Tore

Doch die DEG wäre auch in dieser Saison nicht die DEG, wenn sie nach solchen Rückschlägen die Köpfe hängen lassen würde. Ein Powerplay-Tor von Alexander Barta (45.) brachte die Rot-Gelben wieder heran. Zu mehr reichte es allerdings nicht mehr und so ging ein weiteres über lange Zeit enges Spiel bei den Grizzlys mit einer Niederlage für die Düsseldorfer zu Ende, die ihrerseits zum siebten Mal in den vergangenen zehn Begegnungen nicht mehr als zwei Tore erzielten.

Furchners Empty-Net-Goal in der Schlussminute beendete die letzten Hoffnungen der DEG, die bis zum Ende alles probierte. „Wir sind lange einem Rückstand hinterhergelaufen. Und das ist gegen eine defensiv so gute Mannschaft wie Wolfsburg einfach schwer“, sagte Barta. Schon am Freitag steht das nächste Heimspiel an, wenn es gegen Ingolstadt geht. Am kommenden Sonntag gastiert die DEG dann in Krefeld.

Statistik: Grizzlys Wolfsburg – Düsseldorfer EG 4:2 (0:1, 3:0, 1:1)
DEG/Tor: Pantkowski (Hane); Abwehr: Cumiskey, Zitterbart – Heinzinger, Nowak – Järvinen, Geitner – Trinkberger; Angriff: Proft, MacAulay, Fischbuch – O’Donnell, Barta, Ehl – Schiemenz, Olson, Eder – Postel
Schiedsrichter: Bruggeman/Hoppe
Zuschauer: 1251
Tore: 0:1 (1:58) Eder (Schiemenz, Olson), 1:1 (20:35) Machacek, 2:1 (21:30) Furchner (Pfohl, Möser), 3:1 (37:58) Archibald (Murray, Krupp), 3:2 (44:43) Barta (Nowak, Schiemenz/5-4), 4:2 (59:19) Furchner
Strafminuten: 4:4
Torschüsse: 58:33

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