Den Saisonstart nicht verstolpern

(Foto: DSBL / Lars Wehrmann)

Der DYC will zum Saisonauftakt der ersten Deutschen Segelbundesliga auf Platz sechs segeln

Es ist eine Premiere und gleichzeitig etwas völlig Normales. Der Saisonauftakt (3. bis 5. Mai) der ersten Deutschen Segelbundesliga (DSBL) wird nicht zum ersten Mal auf dem Starnberger See gesegelt, ist aber in die erstmals statt– findenden Starnberger Segeltage eingebettet. „Die bayerischen Seen sind nicht meine Lieblingsgewässer“, verrät der Steuermann der DSBL-Crew des Düsseldorfer Yachtclubs (DYC), Jan-Philipp Hofmann. „Aber ich muss aufhören, mir das weiter einzureden. Das bringt ja nichts Positives für die erste DSBL-Regatta.“ Und doch denkt er an die Auftaktregatta der vergangenen Saison zurück. Damals reichte es für die Düsseldorfer nur zu Platz 12 unter den 18 Erstligisten. „Diesmal wollen wir den Auftakt nicht verstolpern. Wir haben das Potential für Platz sechs und wollen solide in die Saison starten“, so Hofmann.

Das Selbstvertrauen und den Optimismus zieht der DYC aus mehreren Fakten: Der Bundesliga-Kader blieb unverändert zusammen, die vier DYC-Starnberg-Starter (Jan-Philipp Hofmann, Alexander Swade, Patrick Treichel und Nils-Henning Hofmann) gehören zu den ganz erfahrenen Bundesligaseglern aus Düsseldorf, und die Saisonvorbereitung war gut und erfolgreich. „Wir waren mehrfach in Hamburg auf der Alster sowie in Berlin auf dem Wannsee und haben intensive Trainingseinheiten absolviert. Wir haben es sogar zwei Mal geschafft, mit zwei Booten gleichzeitig zu trainieren. Das ist bei einem elf-Mann-Kader gar nicht so einfach, weil man ja acht Leute für zwei Boote braucht und wir keine Profis sind“, erzählt der Steuermann. „Aber das zeigt, dass alle gut performen wollen und motiviert sind.“

Die Konkurrenz schläft aber auch nicht. Das konnte der DYC-Ligakader bei jedem Trainingslager beobachten. „Überall wo wir waren, waren auch andere Erstligisten. Noch am letzten Wochenende, als wir unser Abschlusstraining in Hamburg absolvierten, waren wir nicht alleine“, erläutert Jan-Philipp Hofmann. Schlüsse über die Leistungsfähigkeit der Erstligakonkurrenz kann man aber aus der Trainingsbeobachtung nicht ziehen. „Training ist etwas völlig anderes als eine Ligaregatta“, meint Hofmann.

Vor dem Clubgelände des Münchner Yacht-Clubs in Starnberg soll die Basis für den erneuten Klassenerhalt gelegt wer- den. Hofmann könnte gut schlafen, wenn am Saisonende (19. Oktober) Platz 14 und damit der erste Nichtabstiegsplatz stünde. Bei der Verfolgung des Ziels Klassenerhalt werden vermutlich die Aufsteiger Mühlenberger Segel-Club, Schlei- Segel-Club, Seglergemeinschaft Lohheider See und Seglervereinigung 1903 Berlin mit zu den ganz harten Konkurrenten zählen. Im Kampf um den deutschen Meistertiteln sieht Hofmann mit dem Titelverteidiger Norddeutscher Rehattaverein (NRV), dem Deutschen Touring Yachtclub (DTYC) und Bayerischen Yachtclub (BYC) die „üblichen Verdächtigen“ vorne. „Das ist im Segeln genauso wie in anderen Sportarten: Die Aufsteiger gehören zunächst zu den ersten Abstiegskandida- ten“, erläutert der DYC-Steuermann. „Bei der Meisterschaftsvergabe spielen NRV, DTYC und BYC in einer eigenen Liga, Das ist vergleichbar mit Bayern München im Fußball.“ Und doch gewinnen die Bayern nicht jedes Spiel und mussten in dieser Saison gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf im Münchner Stadion ein 3:3 Unentschieden hinnehmen. Das ist eine Motivation mehr für den Düsseldorfer Segel-Erstligisten, auch den Titelverteidiger und die anderen Favoriten selbstbewusst zu attackieren.

Die DSBL-Wettfahrten sind ab Freitag, 11 Uhr, vom Ufer des Starnberger Sees zu sehen. Zusätzlich dazu werden die Ren- nen am Samstag und Sonntag ab 12 Uhr im Internet live auf www.segelbundesliga.de übertragen. Darüber hinaus ermög- lichen die SAP Sailing Analytics mit einem Live Leaderboard, 2D-Visualisierungen und GPS-Tracking Seglern, Fans und allen Interessierten das Renngeschehen jeder Zeit und überall zu verfolgen. Alle Ergebnisse sind ab dem Start der Auftakt- Regatta auf www.sapsailing.com zu finden.

(JB)

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