Der Beißer gibt sich die Ehre

  • Mittwoch, der 10. Juli 2019
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(Foto: Norbert Schulz)

(Foto: Norbert Schulz)

Zugegeben, es klang für mich – als das erste Mal beim Spiel der ART Giants der Ruf „Beißer“ aus dem Publikum kam und das vielstimmig – martialisch. Gleichzeitig erinnerte ich mich an eine Figur gleichen Namens, gespielt von Richard Kiel in „Moonraker“ und „der Spion, der mich liebte“, ein James Bond Bösewicht mit sympathischen Zügen.

Gemeint war natürlich nicht besagter 2,17 Meter großer Hüne mit deutschen Wurzeln und dem rustikalen Stahlgebiss, sondern Sebastian Kehr, seines Zeichens Center der ART Giants Düsseldorf.

Sebastian spielt auch in dieser Saison wieder für Düsseldorf, nachdem er maßgeblich am Aufstieg in die ProB mitgewirkt hat.

Coach Jönke sagte einmal über ihn: „Beißer ist das Herzstück unseres Teams. Seine Emotionen und sein Einsatz sind für uns immens wichtig. Er gibt immer 100% und stellt den Teamerfolg nach ganz vorne. Diese Identifikation mit der Stadt Düsseldorf und unserem Verein macht ihn unersetzbar.”

Sebastian, danke, dass du der Sportstadt Düsseldorf Rede und Antwort stehst.

Glückwünsche nochmal an dich und dein Team für die tolle Saison und den Aufstieg in die ProB. Wann hast du alles realisiert und beschreibe einmal deine Emotion direkt nach dem letzten Spiel. 

Es war ja vor dem letzten Spiel schon entschieden, dass wir den Aufstieg geschafft hatten. Deswegen wussten wir alle schon, dass wir unser Ziel erreicht hatten. Aber es war ein schönes Gefühl nochmal mit allen Spielern gemeinsam ein letztes Spiel zu spielen.

Eine Frage bietet sich förmlich an, wer hat dir den Spitznamen verpasst? Wann wurde dieser zu deinem Markenzeichen?

Mein Spitzname gab mir mein damaliger Trainer Rachid El Mahi, nachdem er mich das erste Mal spielen gesehen hatte und noch nicht meinen Namen kannte. Daraufhin wurde ich von den anderen Spielern auch so genannt und war unter diesem Namen im Verein bekannt.

Mich interessiert dein Werdegang mit dem „dicken Roten“, liste mal deine Stationen im Basketball auf bitte. Wann und wo jagtest du dem Basketball nach?

Mein Werdegang ist ziemlich schnell erzählt. Ich habe beim ART Düsseldorf in der U16 begonnen Basketball zu spielen, wo übrigens mein erster Trainer Jonas Jönke hieß. Nachdem die Düsseldorf Giants einige Zeit später in die 1. Regionalliga aufgestiegen sind, bin ich dann auf die andere Rheinseite gewechselt und spiele seitdem dort.

Dein Spiel ist das physische Basketball, wie auch dein aka „Stoudamire“ in deinem Instagram Profil, wie trainierst du deine Athletik?

Ich versuche beim Athletiktraining immer Grundübungen mit funktionellem Training zu verbinden, um zwar kraftvoll aber nicht zu langsam auf dem Basketballfeld zu werden.

Apropos Training, wie sieht deine Vorbereitung auf die neue Saison in der höheren Spielklasse aus? Wurden die Trainingspläne angepasst? Beschreibe mal eine „Drillwoche“.

In der Vorbereitung gibt es für mich verschiedene Phasen, die in einander übergehen. Je näher der Saisonstart rückt, desto weniger wird mit schweren Gewichten gearbeitet und desto mehr wird auf explosive und funktionelle Bewegungen gesetzt. Außerdem gehört immer Basketball für mich dazu, da nichts einen besser vorbereitet, als bei der Sportart selber besser zu werden.

Basketball ist ja beinah ein Fulltime-Job, was bleibt dir außerhalb von Training und Spiel noch, hast du Hobbies oder andere Leidenschaften, außer deine Gegenspieler frustrieren?

Richtige Hobbies gibt es da nicht, jedoch mache ich in der Freizeit gerne Sachen, die mich entspannen und bei denen man sich gut erholen kann.

Du hast ja deine eigenen Groupies – nach dem entscheidenden Spiel belagerten dich einige ziemlich verrückte Jungs und feierten mit Dir – offiziell gibt es nun auch den ART Giants Fanclub „Wiggle-Düsseldorf“, was hältst du davon?

Ich finde es sehr schön, dass es jetzt eine Plattform gibt, bei der sich Leute, die sich sehr für den Verein und die erste Mannschaft interessieren, zusätzlich informieren und einbringen können.

Letzte Fragen mit der Bitte um spontane Antworten:

Vorbild?

Derrick Rose

Lieblingsspieler?

Shaquille O’Neal

Lieblingsgericht? 

Sauerbraten mit Klößen und Rotkohl

Sekt oder Selters? 

Lieber Selters

Urlaub im Gebirge oder am Wasser? 

Urlaub am Strand

Western oder Science Fiction? 

Science Fiction

Fußball oder Handball? 

Fußball 

Vielen Dank Sebastian und für die kommende Saison viel Erfolg.

Euer Heiko Sauer