(Foto: Sven Jürgensen)
(Foto: Sven Jürgensen)

Der DYC will in der ersten Deutschen Segelbundesliga Boden gut machen

  • Mittwoch, der 19. Juli 2017
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Top-Ergebnis angepeilt

Gegen so etwas wie eine Wiedergutmachung hätte Jan-Philipp Hofmann nichts einzuwenden. Der beste Steuermann des Düsseldorfer Yacht Clubs (DYC) der letzten Liga-Jahre hatte zum Saisonauftakt der ersten Deutschen Segelbundesliga (DSBL) 2017 nicht seinen besten Tag erwischt und sein Team nur auf Platz 15 unter 18 Erstligisten gesteuert. Das soll sich beim vierten DSBL-Event der Saison vom 21. bis 23. Juli in Travemünde ändern. „Nach dem enttäuschenden Auftakt unter meiner Leitung, muss ein Lebenszeichen her. Auch weil wir nach drei Meisterschaftsregatten aktuell in der Tabelle auf Rang 13 liegen und noch nicht aller Abstiegssorgen ledig sind“, erläutert Hofmann. „Letztes Jahr lief es echt super in Travemünde. Da sind wir Vierte geworden. Deshalb denke ich, dass diesmal ein Top-Acht-Platz realistisch ist.“ Mit dem Steuermann werden Nils-Henning Hofmann, Patrick Treichel und Alexander Swade im Boot sitzen und die 15 Wertungsrennen des DSBL-Events auf der Ostsee bestreiten.

Der Optimismus der DYC-Mannschaft ist berechtigt, denn mit derselben Besetzung feierten sie beim Saisonfinale 2016 in Hamburg Platz zwei. Steuermann Hofmann holte sich zwischenzeitlich den Titel bei der internationalen Deutschen Meisterschaft im 505er und Platz sieben bei der Europameisterschaft in der selben Bootsklasse. Gleichwohl fährt das erste Liga-Event 2017 in Hofmanns Hinterkopf noch irgendwie mit. Kann er diesen psychischen Ballast über Bord schmeißen, ist in Travemünde vieles möglich.

Der DYC sollte auch etwas möglich machen, denn nur ein Punkt trennt den einzigen Segel-Erstligisten aus NRW von Platz 15, dem ersten Abstiegsplatz, und auch der Verein Seglerhaus am Wannsee (VSaW) liegt noch hinter den Düsseldorfern. „Mit dem VSaW ist einer der absoluten Favoriten mit in den Abstiegskampf gerutscht. Ich bin mir sicher, die Berliner werden in der zweiten Saisonhälfte alles dafür tun, dass der Verein deutlich nach vorne rutscht“, erklärt der DYC-Steuermann. „Die Liga hat sich, bis auf wenige Ausnahmen, wie erwartet, sortiert. Im Gesamtergebnis gibt es für uns jetzt direkte Konkurrenten.“ So sollte der DYC im Travemünde-Ergebnis vor Lübeck, Chiemsee, VSaW, Potsdam und Schwerin landen, das würde den Abstand zu den Abstiegsrängen vergrößern. Auch ein Blick nach oben ist erlaubt, denn Hamburg, München, Klub am Rupenhorn und der Württembergische Yachtclub sind in der Tabelle noch in Reichweite des DYC. „Für Überlegungen zum Tabellenstand hat man in den einzelnen Läufen keine Muße. Da zählt jeder Platz, damit jeder Punkt, egal gegen wen man segelt“, verrät Hofmann.

Motiviert und gut vorbereitet sind die Düsseldorfer. „Wir waren am vergangenen Wochenende bereits zu einem Trainingslager in Travemünde. Dort haben wir gemeinsam mit dem Lübecker Yachtclub und Itzehoe trainiert“, so der Steuermann. „Travemünde ist ja auch ein bekanntes Liga-Revier. Schon seit Beginn der Bundesliga ist die Stadt an der Ostsee ein Meisterschaftsstandort und unserer Meinung nach einer der schönsten. Die Segelbahn liegt direkt am Strand und bisher gab es meistens bestes Wetter mit gutem Wind.“ Fehlt nur das Top-acht-Ergebnis des DYC zu einem gelungenen Segelfest.

(JB)