Der zehnte Streich des THW Kiel

2100 Zuschauer beim Super Cup im ISS Dome

Foto: HBL

von Tobias Kemberg

Im Duell des Meisters gegen den Vizemeister setzen sich die „Zebras“ mit 28:24 gegen die SG Flensburg-Handewitt durch.

Dario Quenstedt ballte noch einmal die Faust. Nach der zwölften Parade war sich der Torhüter des THW Kiel endgültig sicher: Der Pixum Super Cup 2020 wird gewonnen. Am Ende eines unterhaltsamen, aber nicht immer hochklassigen Handballspiels hatte sich der Deutsche Meister schließlich mit 28:24 (14:13) gegen die SG Flensburg-Handewitt durchgesetzt.

2100 Zuschauer waren in den ISS DOME gekommen, um den Re-Start des Handballs in Deutschland nach der Corona-Zwangspause zu verfolgen. Die sahen in der ersten Hälfte eine enge Partie, in der der THW die meiste Zeit über führte, sich aber nicht absetzen konnte. Die Mannschaft von Trainer Filip Jicha zeigte sich von der Niederlage in der Champions League gegen Nantes schnell erholt. Mit variablem Angriffsspiel kamen die „Zebras“ immer wieder zu Torerfolgen.

Nach der Pause setzte sich der THW etwas ab, führte häufig mit drei Treffern. Doch der Vizemeister aus Flensburg hielt das Spiel zumindest bis in die Schlussminuten hinein spannend, ehe Kiel den zehnten Erfolg im Super Cup perfekt machte. Als Steffen Weinhold zum 25:21 traf und der Meister vier Minuten vor dem Ende erstmals mit vier Toren führte, war die Entscheidung gefallen.

Torhüter Quenstedt ist der „Man of the match“

Es war sehr positiv, dass wir uns wieder vor Zuschauern präsentieren konnten. 45 Minuten haben wir es sehr gut gemacht. Insgesamt war es ein Auftritt, der mir Mut macht“, zeigte sich SG-Trainer Maik Machulla trotz der Niederlage nicht unzufrieden.

Foto: HBL

Beste Werfer für Kiel waren der von Paris St. Germain gekommene Superstar Sander Sagosen sowie Niclas Ekberg mit jeweils sieben Treffern. Zum „Man of the match“ wurde jedoch Torhüter Dario Quenstedt (Foto) gekürt, der mit seinen Paraden großen Anteil am ersten Titelgewinn der neuen Saison hatte. „Es war ein Spiel mit vielen Fehlern, aber auch großer Bereitschaft. Das hat Spaß gemacht“, sagte THW-Trainer Jicha.

Zufriedenstellende Erkenntnisse dürfte auch das strenge Hygiene- und Sicherheitskonzept gebracht haben. An- und Abfahrt sowie Einlass und die Regelungen in der Halle beim dritten Super Cup in der Sportstadt nach 2018 und 2019 funktionierten.

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