Deutliche Heimniederlage für die Bascats

Worms angeschlagen, Adepoju verletzt, Centerin suspendiert

Foto: Kenny Beele

von Norbert Krings

Es läuft nicht gerade optimal derzeit für die Capitol Bascats Düsseldorf. Die klare Niederlage gegen den TSV Wasserburg in der Basketball-Bundesliga mit 56:77 fiel am Wochenende deutlich aus, hatte aber auch Ursachen, die nicht allein mit der Leistung des diesmal recht kleinen Kaders des Aufsteigers zusammenhingen.

Trainer Dhnesch Kubendrarajah bleibt trotz aller Rückschläge ziemlich gelassen. So freute er sich über die 20 Punkte von Britta Worms, die mit einer Fußverletzung viel mehr Spielzeit (36,12 Minuten) bekam, als eigentlich geplant war. Fast bis zum Ende des dritten Viertels hielten die Düsseldorferinnen in eigener Halle trotz aller Probleme sehr gut mit und lagen zwischenzeitlich nur mit 59:62 hinten. 

Doch letztlich war der Ausfall von Maryam Adepoju, die an einer Kapselverletzung leidet ebenso wenig zu kompensieren, wie der freiwillige Verzicht auf die US-Amerikanerin Tiffany Jones. Die endlich spielberechtigte Centerin hatte sich krank gemeldet, wurde dann aber vom Verein suspendiert, weil sie angeblich kein Attest vorweisen wollte und konnte. So steht die Trennung von dieser Spielerin an, was natürlich eine weitere Schwächung für die Bascats bedeutet. „Wir sind schon wieder auf der Suche nach einer Centerin, um Britta zu entlasten“, erklärte der Trainer, der eine deutsche Spielerin im Blick hat, die schnell helfen könnte.

Gegen Wasserburg gab es aber auch ein weiteres Problem, das sich auch durch den kleinen Kader ergab. Simone Sill, die für das Spiel der Bascats sehr wichtig ist, musste früh mit fünf Fouls vom Feld. Trainer Kubendrarajah sah sich nach Spielschluss die umstrittene Entscheidung der Unparteiischen noch einmal an und erkannte, dass es kein Foul der Österreicherin war, sondern Deijah Blanks gefoult hatte. Das Spiel nahm seinen Lauf, und der Gegner war nicht mehr aufzuhalten.

Anja Fuchs-Robetin ist erst einmal ratlos. Foto: Kenny Beele

Noch immer sieht der Bascats-Trainer die Lage mit erst einem eigenen Sieg auf dem Konto noch nicht als bedrohlich an. „Allerdings sollten wir jetzt mit einem Sieg in dieser ungemein ausgeglichenen Liga nicht mehr allzu lange warten. Jeder kann jeden schlagen“, sagte Kubendrarajah. „Vielleicht gelingt uns ja in Göttingen dann eine Überraschung.“ Mit zwei oder drei Siegen könnten sich die Bascats ins untere Mittelfeld aus der Zone am Tabellenende absetzen.

„Dazu muss aber alles stimmen. Leichte Ballverluste und unnötige Fehler bei den Korblegern dürfen wir uns in dieser Klasse nicht leisten“, sagte der Trainer der Bascats, der glaubt, dass nur Kleinigkeiten fehlen, um so ein Spiel gegen einen direkten Konkurrenten auf die eigene Seite zu ziehen. Eine bessere Treffsicherheit als gegen Wasserburg wäre in den nächsten Spielen ebenfalls eine große Hilfe.

Capitol Bascats: Sill (4m Punkte), Kaprolat (3), Waller (2), Kollatou (11), Blanks (7), Fuchs-Robetin (9), Worms (20), Tenorio, Banozic

 

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