Marathon Duesseldorf

Deutsche „Trials“ beim METRO GROUP Marathon Düsseldorf

  • Donnerstag, der 14. April 2016
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Deutsche Marathonläufer wollen die nationale Olympia-Norm unterbieten

Der Hamburger Arne Gabius (2:08:33 std.), der Regensburger Philipp Flieger (2:12:59 std.) und der Regensburger Julian Flügel (2:13:57 std.) haben im Kampf um die deutschen Marathon-Startplätze bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro vorgelegt. Manuel Stöckert, Henrik Pfeiffer und Falk Cierpinski wollen beim METRO GROUP Marathon Düsseldorf (24. April 2016) nachziehen. „Das Potential dazu, zumindest die Zeit von Julian Flügel zu unterbieten, haben alle drei“, erläutert METRO GROUP Marathon-Renndirektor Jan H. Winschermann. Eigentlich wollten auch noch Steffen Uliczka (GTSV Kronshagen/Kieler TB) und André Pollmächer (rhein-marathon Düsseldorf e.V.) in Düsseldorf das Rennen um die Marathon-Olympiaplätze aufnehmen, doch beide mussten kurzfristig verzichten.

So ist aus dem Fünfkamp ein Dreikampf geworden. Nichtsdestotrotz entscheidet sich in Düsseldorf, wer nach Rio fährt. Voraussichtlich werden Stöckert (SC Ostheim), Pfeiffer (TV Wattenscheid) und Cierpinski (SG Spergau) beim METRO GROUP Marathon Düsseldorf bis Kilometer 30, 35 gemeinsame Sache machen und dann wird sich entscheiden, wer am Ende die meisten Reserven hat. Damit die Kraft bis zum Ende reicht haben, sich die bundesdeutschen Olympiakandidaten besten vorbereitet. So waren bspw. Stöckert und Cierpinski mehrfach im Trainingslager in Kenia.

Cierpinski kommt mit einer Bestleistung von 2:13:30 std. nach Düsseldorf, während Stöckert und Pfeiffer noch keine Marathonzeit stehen haben. Stöckert versuchte zweimal die 42,195 Kilometer-Distanz in ansprechendem Tempo zu bezwingen. Einmal stieg er bei Kilometer 35 aus, einmal stoppte eine Verletzung seinen Lauf. „Den Marathonfluch werde ich in Düsseldorf drehen. Bislang lief mein Training reibungslos und hat gut angeschlagen“, so Stöckert. Der 31-Jährige hält auf den Straßen Düsseldorfs eine Zeit von 2:12 std. für möglich. Beim Halbmarathon in Berlin jedenfalls bewies er seine gute Form, indem er 1:03:57 std. lief.

Pfeiffer war in Berlin mit 1:04:06 std. unwesentlich langsamer als Stöckert. Der Wattenscheider hat aber mit seiner Halbmarathon-Bestleistung von 1:03:40 bereits bewiesen, dass er auf den langen Distanzen schnell ist. Eigentlich wollte Pfeiffer sein Marathon-Debut im Jahr 2017 geben, doch als der DLV die Olympianorm auf 2:14 std. festsetzte, sah der 23-Jährige bereits jetzt seine Chance, Olympiateilnehmer zu werden.

 

(TH)