DSC-Wasserballer schaffen Minimalziel

Nach drei Siegen in Hamburg ist Platz 13 erreicht

Foto: DSC 98

von Norbert Krings

Mehr war in Hamburg eigentlich nicht zu erreichen für die Wasserballer des Düsseldorfer Schwimmclubs 1898. Nach zwei Siegen beim zweiten Teil des Zwischenrunden-Turniers belegt das Team von Trainer Gabor Bujka in der Bundesliga-Abschluss-Tabelle den 13. Platz. Dennoch schmerzt die erste knappe Niederlage gegen Poseidon Köln im vierten Derby der Saison, die aber an der Endplatzierung nichts mehr änderte. 

Eine turbulente Saison liegt nun hinter den Bundesligawasserballern des Düsseldorfer SC. Bedingt durch die Corona-Pandemie wurde bekanntlich eine verkürzte Saison in Turnierform gespielt. Am vergangenen Wochenende ging es in Hamburg in den Rückspielen der Zwischenrunde endgültig um die Plätze 13 bis 16, wobei Düsseldorf die Gruppe souverän nach den Hinspielen mit drei Erfolgen angeführt hatte.

Bereits im ersten von drei Spielen wollte die Mannschaft von Cheftrainer Gabor Bujka im Freibad des SV Poseidon Hamburg gegen die SGW Köln die Vorentscheidung erzwingen. Doch im Spiel wirkten die Düsseldorfer zu passiv und nicht gierig genug auf den Sieg. Man haderte zu sehr mit den Schiedsrichterentscheidungen oder mit sich selbst. Im Angriff fehlte es an nötiger Initiative und Kreativität zur Überwindung der tiefen Kölner Zonenverteidigung. Letztlich sah man sich trotz starker sieben Tore von Michael Petrov knapp mit 11:12 geschlagen und musste somit eins von insgesamt vier Rheinderbys dieser Saison an das Team von Köln abgeben.

Noch am selben Tag wollte man den Ausrutscher gegen Köln mit einem besseren Auftritt gegen die Gastgeber vergessen machen. Bereits im ersten Vierteln zeigten sich die Düsseldorfer wesentlich fokussierter und lagen am Ende des ersten Durchgangs mit 6:1 in Führung. Es entwickelte sich ein einseitiges Spiel, in dem man aus einer soliden Defensive heraus im Angriff immer wieder gute Chancen herausspielte und diese souverän verwerten konnte. Am Ende stand ein deutliches 17:5 für den DSC auf der Anzeigetafel.

Das Team des Tabellen-13. der Wasserball-Bundesliga. Foto: DSC

Am Sonntagmorgen sollte dann gegen den SV Weiden die Saison den bestmöglichen Abschluss erhalten. Der Gegner hätte mit einem klaren Sieg und einer guten Konstellation im anderen Spiel auch noch zumindest theoretisch eine Chance auf Platz 13 gehabt. Doch in dieser Begegnung sollten die Schiedsrichter im Fokus stehen, die insgesamt vier rote Karten verteilten. Angeführt von einem überragenden Nikitas Paraskevopoulos im Tor konnten die ersatzgeschwächten Düsseldorfer sogar vier Minuten in Unterzahl ohne Gegentor überstehen. Das torarme, aber ereignisreiche Spiel wurde aufgrund der kämpferischen Leistung und Moral verdient mit 6:4 vom DSC nach Hause gebracht. Somit sprang am Ende für die Düsseldorfer nach fünf Siegen aus sechs Spielen in der Zwischenrunde der verdiente 13. Platz in der Schlusstabelle der Deutschen Wasserball-Bundesliga heraus.

„Wir können mit dieser Saison insgesamt sehr zufrieden sein. Im Vergleich zur letzten Saison haben wir drei Plätze gut gemacht und bewiesen, dass wir mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und an einem guten Tag gegen jeden Gegner in der B-Gruppe der Bundesliga auf Augenhöhe mitspielen können”, sagte Joost van Kaathoven. Der Mannschaftskapitän hofft wie seine Mannschaftskameraden, dass die nächste Saison 2021/2022 nicht im Schatten der Coronakrise stehen wird und wieder Normalität in den Wasserballsport zurückkehrt. 

Statistik DSC 98:
SGW Köln – Düsseldorfer SC 98   12:11 (3:3, 3:5, 2:1, 4:2); SV Poseidon Hamburg – DSC 98   5:17 (1:6, 2:4, 1:2, 1:5); SV Weiden – DSC 98  4:6 (1:0, 0:1, 1:1, 2:4)

Tor: Nikitas Paraskevopoulos (88 Min.), Thorsten Plehn (8 Min.); Feld: Thorsten Klingen, Yonatan Rudnik (4 Tore), Joseph Hubble (5), Maximilian Schleicher (2), Carlo Pavljak, Joost van Kaathoven (2), Harry Gray (1), Dirk van Kaathoven (4), Alexandr Yerunov (2), Lennart Daniels, Michael Petrov (13)

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1:1

2:0

5:3

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