DSD und DHC: Enttäuschung – aber auch Stolz

Vizemeister-Titel und ein dritter Platz für Düsseldorfer Jugend-Hockey-Teams

Dritter bei den Deutschen Meisterschaften - DSD. Foto: DSD

von Norbert Krings

Die Stimmung war super, eigentlich passte für den Düsseldorfer Hockey-Nachwuchs an diesem Wochenende zunächst fast alles. Nur am Ende stimmte das Ergebnis nicht. Beim herbeigesehnten Höhepunkt für die A Junioren des Deutschen Sportklubs Düsseldorf, im Final Four um die Deutsche Meisterschaft in Köln, reichte es diesmal für das Team von Trainer Holger Muth nur zu Platz drei. Und auch für die U16 des Düsseldorfer Hockey Clubs hat es im Finalturnier nicht mit dem Griff nach den Sternen geklappt. Die Mannschaft von Coach Mark Spieker hatte zwar das Finale erreicht, scheiterte in Hamburg aber am neuen Meister, dem Harvesterhuder THC.

Eine Dankeschön für die gute Unterstützung durch die DSD-Fans. Foto: DSD

 

DSD-A-Junioren: „Wir waren schon sehr traurig, und auch der großartige dritte Platz kann uns nicht richtig Trost geben“, sagte Holger Muth über die verpasste Chance, mit den A-Junioren des DSD Deutscher Hockey Meister im ältesten Nachwuchsbereich zu werden.

Der eigentlich perfekte Traum war nach der Niederlage im Halbfinale gegen Gastgeber RW Köln wie eine Seifenblase zerplatzt. „Der Akku und der Kopf war bei jedem Spieler irgendwie leer“, erklärte der Trainer, dessen Mannschaft in den vergangenen Jahren kein (wichtiges) Spiel verloren hat. Es gab Szenen, da hätte die Kampfkraft, die in diese letzten Spiele der Jugendkarriere gelegt wurden, alles noch einmal rausreißen können.

Holger Muth und seine Spieler… Foto: DSD

Ein ungerechtfertigterweise nicht gegebenes Tor, 13 Ecken, bei denen nur ein Treffer heraussprang, waren bitter, aber wohl nicht entscheidend im Spiel gegen die an diesem Tag stärkeren Kölner im Halbfinale. „Das ist bitter, wenn man weiß, wie die Jungs sonst spielen können und diesmal nur über den Kampf kommen konnten“, erklärt Holger Muth, für den es (vielleicht) auch das letzte Spiel als Jugendtrainer beim DSD war.

Für Muth gab es dann noch ein kleines Happy End, dass es zumindest mit dem dritten Platz und einem Erfolg gegen Harvesterhude geklappt hat. „Ich musste aber coachen und die Jungs anfeuern wie noch nie zuvor“, sagte der Trainer, der sich unglaublich über die Unterstützung von rund 300 Schlachtenbummlern gefreut hat, die den DSD an beiden Tagen begleitet hatten. „Es ist die geilste Truppe der Welt “, sagten die Spieler bei der tränenreichen Verabschiedung am Sonntag über ihre Mannschaft, die dem DSD großes Renommee eingebracht hat.

DHC-U16-Jugend:  Trotz der Enttäuschung, den ganz großen Coup verpasst zu haben, war man auch beim Düsseldorfer Hockey Club stolz auf die Mannschaft des Deutschen Vizemeisters. Beim DHC bleibt die Mannschaft wohl erst einmal weiter zusammen und kann vielleicht in zwei Jahren noch einmal nach den Sternen greifen.

Die starken Jahrgänge 2004-2006 haben in Hamburg fast das Optimum herausgeholt, wie es Trainer Mark Spieker mit etwas Abstand zur Final-Niederlage zusammenfasste. „Wir sind letztlich mit dem zweiten Platz bei den Deutschen Meisterschaften sehr zufrieden.“

Aber das Team vom Seestern hat gegen Harvesterhude im Finale nicht die Torgefährlichkeit zeigen können, die den Favoriten hätte ins Wanken bringen können. „Trotzdem war es eine Superleistung, wie auch der 1:0-Sieg im Halbfinale gegen den UHC Hamburg am Tag zuvor“, sagte Spieker. „Wir hatten spielerisch und kämpferisch gute Szenen und auch vielversprechende Chancen.“

Wie auch beim DSD sorgten die Fans, die vor allem aus den Eltern der Spieler bestanden, für eine großartige Stimmung bei den Spielen des DHC. „Auch sie haben aus der Sicht unseres Vereins für ein tolles Wochenende gesorgt“, lobte der DHC-Trainer.

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