„Du hast einen ganz anderen Teamspirit“

Daniel Wernitz zum Squad Battle bei der Beach Trophy

Foto: Kenny Beele

Ein großes Beachvolleyball-Turnier jagt dieser Tage das nächste. Und mittendrin sind wieder die heimischen Athleten von der DJK Tusa 06 und aus dem TEAM 21 DÜSSELDORF. Bereits diesen Donnerstag geht es in Düsseldorf mit der Beach Trophy weiter. Die nächste Auflage der Turnierserie, die die Aktiven um Daniel Wernitz und Alexander Walkenhorst selbst organisieren. Dieses Mal gibt es ein neues Format: Das „Squad Battle“, bei dem zwei Teams wie beim Davis Cup im Tennis zusammenspielen, mal als Duos, mal mit allen vier Spielern im Sand. Was es damit auf sich hat, erklärt Daniel Wernitz im Interview.

Herr Wernitz, am Donnerstag geht es los mit der nächsten Auflage der Beach Trophy. Das ist bereits das vierte Turnier, was die Sie und andere Beachvolleyballer binnen eines Jahres selbst organisieren…

Daniel Wernitz: Es ist tatsächlich noch keine 365 Tage her. Wir haben im Juni angefangen, jetzt ist Mai.

Hätten Sie mit so einem Erfolg gerechnet?

Wernitz: Als wir angefangen haben, auf keinen Fall. Damals gingen unsere Gedanken über 30 Tage, also bis Ende des Events. Wir haben aber natürlich schnell gemerkt, dass wir das mal weiter denken sollten. Am Ende der Beach Liga waren wir dann so weit, dass wir dachten: Da kann man etwas draus machen.

Und das haben Sie getan. Selbst im Winter wurde in der Halle gespielt, es gab neue Spielformate. Auch jetzt gibt es wieder eins, das „Sqaud Battle“. Künftig wird auch Vier-gegen-Vier gespielt, im Beachvolleyball eher ungewöhnlich. Was ist der Grund dafür?

Wernitz: Wir sind allesamt seit längerer Zeit Fans vom Vier-gegen-Vier, weil das einfach spektakulär ist. Wir haben zwischendurch auch schon mal unter uns gezockt, das macht tierisch Spaß und bringt einfach noch mal eine neue Variante rein. Durch das Squat Battle hast du einen ganz anderen Teamspirit. Sonst hast du einfach zwei individuelle Beachvolleyball-Teams, jetzt bist du eine richtige Squad, die als Vierer-Team gemeinsam in der Tabelle steht, die manchmal zu viert, manchmal zu zweit für das Team Punkte holt. Es gibt ganz tolle Geschichten, die man daraus bauen kann. Und es wird für Community spannend zu verfolgen sein, wie sich die Geschichte über fünf Tage entwickelt.

Foto: David Young

Das heißt, es geht neben dem sportlichen Spaß auch um die Möglichkeit, eben wieder neue Geschichten erzählen zu können? Dass man immer wieder Neuerungen in die Beach Trophy bringt?

Wernitz: Wir haben immer das Bestreben, dass wir uns weiterentwickeln. Die Idee Vier-gegen-Vier gibt es bei uns wie gesagt schon länger, es war nur eine Frage der Zeit, bis wir sie in ein Event packen können. Während der letzten Turniere im Winter haben wir dann überlegt, wie wir das angehen können und haben uns für das neue Format entschieden. Also was heißt neues Format? Es ist wie im David Cup, das wird jeder wiedererkennen, nur anstatt Einzel und Doppel eben Zwei-gegen-Zwei und Vier-gegen-Vier.

Glauben Sie, dass das Format langfristig populärer wird? Bislang wird ja vor allem Zwei-gegen-Zwei gespielt.

Wernitz: Wenn wir die olympische Historie betrachten, ist auch das ja noch gar nicht so alt. Ich glaube, dass Zwei-gegen-Zwei auch weiterhin das traditionelle Beachvolleyball sein wird. Aber diese Hybrid-Version – in der Halle hast du ja sechs Leute, im Sand sonst zwei – ist die logische Verbindung der zwei Varianten. Und ich glaube, dass es auf dem Wege auch den ein oder anderen Hallenspieler dazu animieren könnte, Beachvolleyball zu spielen.

Welchen Reiz hat das sportlich?

Wernitz: Du kannst halt besser Stärken und Schwächen herausspielen. In einem klassischen Zwei-Team musst du viel breiter aufgestellt sein, was deine Fähigkeiten betrifft. Dieser Reiz und diese Spannung im Zwei-gegen-Zwei wird immer da sein. Selbst wenn sich Vier-gegen-Vier weiterentwickeln und größerer Beliebtheit erfreut, wird das daran nichts ändern.

Was sich ebenfalls nicht ändert: Bei der Beach Trophy wird mit den Fans interagiert. Oder wird das noch ausgebaut?

Wernitz: Ja, wir bleiben auf Twitch, die Interaktion wird es weitergehen, genau das wollen wir ja und überlegen uns immer neuen Sachen. Wir müssen uns natürlich wieder der Herausforderung Outdoor stellen. Das war letzten Juni schon so, jetzt ist das wieder eine Challenge, das alles wetterfest zu machen, auch das Kamerasignal. In der Halle haben wir einen Standard geschaffen, den wir jetzt nach draußen transportieren und schützen müssen. Auch wenn es mal Wind und Regen geben wird, was sicherlich passieren wird, müssen wir ein stabiles Signal haben. Aber da sind wir gut aufgestellt.

Das gesamte Turnier wird wieder kostenlos über Twitch auf dem Channel von Trops4 übertragen.

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