Duale Förderung

HC Düsseldorf erweitert sein Angebot

Foto: HC Düsseldorf

von Tobias Kemberg

Um seinen eigenen Talenten den Übergang in den Profibereich und ins Berufsleben einfacher und attraktiver zu machen, bietet der Handballverein ab sofort eine ganz besondere Betreuung an, die sich nicht allein auf den Sport fokussiert.

Der Einzel- oder Mannschaftssport im Verein, das regelmäßige Training mit den Teamkollegen oder Teamkolleginnen, das Kräftemessen im Wettkampf, der Saison- und Ligabetrieb – das alles fehlt vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in diesem Winter aus bekannten Gründen. Wenn irgendwann alles wieder zu (halbwegs) normalen Abläufen zurückkehrt, haben vor allem junge Menschen ein ganz wichtiges Element ihres sozialen Umfelds wieder.

Zu den zentralen Fragen der Arbeit von Sportvereinen zählt, wie es insbesondere mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen weitergeht, wenn sie zu alt für den Nachwuchsbereich werden. Besser formuliert ist es an dieser Stelle aber eher so: Es sollte zu den zentralen Fragen zählen. Denn bei vielen Klubs ist das nicht der Fall. Nicht so beim HC Düsseldorf, dem Handballverein, der sich primär der Talenteförderung verschrieben hat. Dort gibt es nun ein erweitertes Angebot, das sich genau mit diesem Aspekt beschäftigt.

Peter Kluth agiert als Berater

Ab sofort bietet der HCD eine professionelle Betreuung seiner Spieler beim Übergang in den Seniorenbereich und darüber hinaus an. „Damit wollen wir unsere jungen Handballer auch über die Jugendzeit hinaus unterstützen“, sagt Benny Daser. „Es geht darum, die Talente auf die neuen Herausforderungen im Profibereich vorzubereiten und berufliche sowie studientechnische Perspektiven zu gewährleisten“, erklärt der Sportliche Leiter weiter.

Benny Daser. Foto: HCD

Dazu hat der HC Düsseldorf im Handball-Experten Peter Kluth einen Spielerberater gewinnen können, der sich für die „begleitende Karriereplanung unserer Jungs einsetzt“, wird der 1. Vorsitzender Roman Perschke auf der Vereinshomepage zitiert. Benny Daser weiß, dass junge Spieler beim Übergang in den Profibereich oftmals etwas unbedarft an die Thematik herangehen, sich in erster Linie vom Geld locken lassen und vielleicht nicht immer alle Details im Vertragswerk beachten: „Natürlich sind die Vereine dazu angehalten, das Beste für sich selbst herauszuholen. Wir möchten auf der anderen Seite begleitend und unterstützend agieren.“

Ausbildungsplätze und Duales Studium

Als Verein ohne Seniorenmannschaft nimmt der HCD eine Sonderrolle ein – und gerade deshalb ist dem Klub sein neues Angebot auch so wichtig. Zusätzlich zur sportlichen Komponente soll die professionelle Betreuung auch abseits vom Handball Möglichkeiten aufzeigen. „Unser Netzwerk von Sponsoren wird derzeit ausgebaut. Dadurch möchten wir Ausbildungsplätze oder Optionen für ein Duales Studium anbieten. Der Handball nimmt im Leben der Jugendlichen eine wichtige Rolle ein, die Ausbildung spielt oft nur die zweite Geige. Wir möchten für die richtige Kombination sorgen“, erklärt Daser.

Der Sportliche Leiter weiß, dass im Handballsport gutes Geld zu verdienen ist. Sicherheiten liefert das aber nicht. So soll zum Beispiel auch bei sportlich verlockenden Angeboten darauf geachtet werden, dass die andere Komponente passt. Mit ins Boot geholt werden dabei auch immer die Eltern, die laut Daser für solche begleitenden Angebote dankbar sind und mit ihrer Meinung „immer einen Blick auf die Dinge mitformulieren“. Zuallererst wünschen sie sich aber auch beim HC Düsseldorf, in absehbarer Zeit endlich wieder in die Hallen zu dürfen. Um zu trainieren und zu spielen, Talente zu fördern, auszubilden und auf ihrem Weg in den Seniorenbereich und das Berufsleben zu unterstützen.

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