DYC wird Zweiter beim DSL-Pokal

Die Düsseldorfer Segler bestätigen die Zweitliga-Meisterschaft

Foto: DSBL / Lars Wehrmann

Mit der Zweitliga-Meisterschaft und dem daraus resultierenden Aufstieg in die bundesdeutsche Segel-Eliteliga in der Tasche hatte der Düsseldorfer Yachtclub (DYC) auch die Qualifikation für den so genannten DSL-Pokal (Deutscher Segel-Liga Pokal) erreicht. Dort dürfen nur die jeweils besten drei Vereine aus der ersten und zweiten Liga, die beiden stärksten Clubs aus der Junioren-Liga, die vier Absteiger aus der zweiten Bundesliga und zwölf Clubs, die sich für die zweite Liga qualifizieren möchten, antreten. „Es geht nicht nur um den Titel ‚Gewinner des DSL-Pokal 2021‘ sondern der DSL-Pokal ist auch die Zweitliga-Relegation“, erläutert der Sportliche Leiter der DYC-Bundesligaabteilung. Jan-Philipp Hofmann. „Den Titel haben wir als Zweiter des DSL-Pokals knapp verpasst, aber wir haben unsere Saisonleistung bestätigt.“

In Berlin auf dem Wannsee stiegen die drei in der Bundeshauptstadt wohnenden DYC-Ligakadermitglieder, Julius und Philipp Schrader, Patrick Treichel sowie der DYC-Nachwuchsmann Julius Braun-Dullaeus auf das Liga-Einheitsboot J70. Dieses Quartett lieferte sich von Beginn an ein ganz heißes Duell mit der Seglervereinigung 1903 (SV 03) aus Berlin. Mal lagen die Jungs aus der Landeshauptstadt vorne, mal die Jungs aus der Bundeshauptstadt. Nach jeweils neun von zwölf geplanten Wettfahrten hatte der SV 03 17 Punkte, der DYC 18 Punkte gesammelt. „Wir hätten gerne noch ein zehntes Rennen gesegelt, denn wir hatten ja noch Chancen auf den Pokalsieg. Aber die Zeitregel und die hereinbrechende Dämmerung machten es unmöglich noch einen kompletten Durchgang zu vollenden. Also mussten wir uns mit Platz zwei zufrieden geben“, erklärte DYC-Steuermann Julius Schrader. „Wir hätten dem DYC wirklich gerne den Pokal in die Vitrine gestellt.“ Die Reparatur eines beschädigten Bootes dauerte so lange, dass der Zeitplan durcheinander geriet und der DYC auf den Pokal verzichten musste.

Dennoch hält sich der Frust in Grenzen. „Wir sind uns bewusst, dass wir das Ding hätten gewinnen können. Das Gute ist allerdings, dass wir ganz genau wissen, an welchen Stellen wir die Punkte liegen lassen haben. Die Fehler wollen wir bis zur kommenden Erstliga-Saison ausmerzen“, urteilt Schrader. „Das, und dass wir auch den deutschen Vizemeister vom Wassersportverein Hemelingen und den Erstliga-Dritten, den Flensburger Segel Club hinter uns gelassen haben, gibt uns die Zuversicht in Liga eins den Klassenerhalt realisieren zu können.“

Sowieso gehen die Düsseldorfer sehr analytisch vor. „Es kommt öfter vor, dass Patrick uns eine Grafik präsentiert, auf der unsere Fehler, bspw. beim Start, dargestellt werden. Wir wissen jetzt, woran wir im Winter arbeiten müssen“, meint der Steuermann. „Der Saisonabschluss auf dem Wannsee war eine Bestätigung unserer guten Trainingsarbeit. Wir müssen auf diesem Weg weiter gehen. Der DSL-Pokal hat nochmal richtig Lust auf die kommende Saison gemacht.“

JB

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