Ein CHL Club stellte sich vor

Nachdem mein erstes Auswärtsspiel vor allem schwäbisch kulinarisch ein Erlebnis war, jedoch sportlich leider biedere Hausmannskost von der DEG angeboten wurde – die mir so gar nicht schmeckte – hieß es nun: Macht die Pfanne heiß, Remoulade und Kartoffelsalat auf den Tisch, das Team mit einem Sponsor mit Namen „Kutterfisch“ wollte den PSD Bank Dome entern. Die Fischtown Pinguins – frischgebackener CHL Teilnehmer – gaben ihre Visitenkarte in Düsseldorf ab.

Wenn ich schreibe: CHL Teilnehmer, dann mit allergrößter Hochachtung. Ein Standort, der sich von der Lizenzübernahme (der Hamburg Freezers – hab sie selig) 2016/17 bis heute kontinuierlich und mit viel Kreativität und hervorragenden Kontakten in diverse Behörden weiterentwickelt hat, dass man dem Team um Coach Popiesch und Geschäftsführer Hasselbring nur gratulieren kann. Dazu muss lobend erwähnt werden, dass die Fan-Base extrem reisefreudig ist (rund 800 Fans in der Woche haben Prag zum CHL Spiel förmlich „erobert“).

Bei diesem Spiel in der DEL am Donnerstag ging es um nichts Geringeres, als um den Anschluss nach oben und der Absicherung, besser Fundierung, der Aussage: “Wir wollen in die Playoff-Plätze zurück”, die bei beiden Clubs in geringer Entfernung liegen.

Bremerhaven mit einem enorm intensiven (Rück-) Spiel am Dienstag gegen Prag – sie dürften es bestimmt noch in den Knochen spüren – während die DEG zwar die Wunden lecken musste nach den beiden blöden Niederlagen, aber dafür auch zwei Tage länger Regenerationszeit hatte.

Beim Schlendern im Stadion bin ich auch beim Fanshop der DEG vorbeigekommen und hab einen Blick reingeworfen. Schöne Auswahl von Merchandising-Artikeln, das hab ich in vielen anderen Stadien dieser Hockey-Republik schon ganz anders kennengelernt. Gerade wurde auch die Kledage aus der brandneuen DEG Business-Linie vorgestellt, sehen absolut Edel aus die Klamotten, ein echtes “wow” von mir. Das braucht der Fan definitiv und selbst für Dreikäsehoch‘s gibts reichlich und ziemlich coole Sachen. Besuch lohnt sich Freunde der Hartgummi-Scheibe.

Wenn ich dem Spiel ein Lied zuordnen müsste, um die 60 Minuten zu beschreiben, dann fällt mir sofort dieses ein: „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“, wer es gesungen hat, ist mir Gott sei Dank entfallen. „Irgendwie“ muss man nur an sich glauben, dann schlägt der Puck „irgendwo“ – in dem Fall bei den Nordmännern – irgendwann“ auch ein. So geschehen am Donnerstag und das 5:2 für das Heimteam ging so in Ordnung.

Eine gute Freundin und Anhängerin der Fischtown‘ner meinte nach dem Spiel: „Das Team war nach dem Prag-Spiel einfach platt“. Ich hab es ein wenig anders gesehen, denn die DEG rannte und kämpfte – zweifelsfrei auch mit viel Glück im ersten Drittel – und knipste eben zu den richtigen Zeitpunkten, wenn auch teilweise kurios. Wen interessiert es jedoch unterm Strich? Bremerhaven brach auch nicht zusammen, sondern hielt dagegen, nur hatten sie keinen MacAulay und keinen Proft an diesem Abend. Punkt.

Am Wochenende muss man jetzt ins Ländliche nach Iserlohn, ein Sieg dort würde sehr, sehr guttun. Auf gehts DEG!

Euer Heiko Sauer

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