Elli Graeve

“Ein Geheimnis gibt es eigentlich nicht…”

  • Freitag, der 11. Januar 2019
  • News

Mit komfortablem Vorsprung gehen die Hallenhockey-Damen des DHC ins letzte Vorrundenspiel. Nach den Siegen gegen Rot-Weiß Köln und Blau-Weiß Köln ist das Team bereits für das Viertelfinale qualifiziert, die Tabellenführung ist ihnen vor dem letzten Spiel gegen Bonn nicht mehr zu nehmen. Wir fragten bei Nationalspielerin Elisa Gräve nach, warum der DHC in der Halle so stark ist.

Ihr habt von neun Spielen neun gewonnen. War das geplant?

Verlustpunktfrei durch eine Saison zu gehen, das ist immer das Ziel, aber es ist ja kaum planbar. In dieser Saison war es natürlich auch unser Wunsch und wir freuen uns sehr, dass wir das umsetzen konnten. Dafür haben wir hart gearbeitet. Mit Mülheim und Köln hatten wir starke Gegner, Raffelberg hat uns auch gefordert. Aber auch unter Druck haben wir gut gearbeitet und unsere Leistung gebracht.

Die Halle liegt euch immer, wie es scheint. Was ist euer Geheimnis?

Ein Geheimnis gibt es eigentlich nicht. Wir sind einfach sehr viele gute Spielerinnen, die auch ein Talent für die Halle haben. Das Wichtigste ist, dass man in der Halle eine Einheit bildet und das bekommen wir jedes Spiel bisher sehr gut hin.

Spielst du denn lieber in der Halle oder auf dem Feld?

Ich bin eigentlich eher eine Feldspielerin, weil ich meine Schnelligkeit mit dem Ball gerne ausnutze und dafür Platz brauche. Aber wir haben auch einige Spielerinnen im Team, die lieber in der Halle antreten, das sind vor allem die sehr guten Technikerinnen.

Bei dir läuft es in der Halle aber auch, mit drei Toren warst du am Wochenende die beste Torschützin.

Ja, die Halle ist mir ja nicht ungelegen. Feld und Halle sind eben zwei unterschiedliche Sportarten. Aber ich spiele eben gerne Hockey und da ist mir auch die Halle auch sehr recht. Aber Feld mag ich noch ein kleines bisschen lieber.

Am Wochenende gegen Bonn könnt ihr ganz frei aufspielen, ihr seid bereits für das Viertelfinale qualifiziert. Ein Vorteil?

Das ist jeden Fall ein Vorteil, weil wir jede Sekunde nutzen wollen, um uns für die kommenden Spiele vorzubereiten. Unterschätzen werden wir Bonn aber sicher nicht, das lässt der Trainer ohnehin nicht zu. Er ist immer sehr darauf bedacht, dass wir die Stärken der Gegner kennen, damit uns das nicht passiert.

Also schont ihr euch nicht für das Viertelfinale?

Nein, taktiert wird bei uns nicht, wir haben auch nicht darüber nachgedacht, ob es leichter wäre, wenn wir Zweiter würden. Wir wollten das Viertelfinale zuhause haben und dafür mussten wir Erster werden. Jetzt wollen wir unsere Serie fortsetzen und auch in Bonn gewinnen. Wenn man Deutscher Meister werden will, muss man eh jeden schlagen.

Ihr wart ja 2015 Deutscher Meister, ist da eine Wiederholung drin?

Dieses Gefühl, Deutscher Meister zu werden, das kann man gar nicht beschreiben und durch nichts ersetzen. Deshalb arbeiten wir alle gemeinsam dafür, das noch einmal zu erleben.

(PK)