Es geht auch ohne Verlängerung

DEG gewinnt mit 3:1 gegen Iserlohn

Foto: Birgit Häfner

von Tobias Kemberg

Erst zum zweiten Mal in dieser Saison holt die Düsseldorfer EG in einem Spiel die volle Punktzahl. Gegen die Roosters präsentiert sich die Mannschaft defensiv erneut verbessert und gewinnt zum vierten Mal hintereinander.

Vierter Sieg in Folge und endlich mal wieder nach 60 Minuten gewonnen. Die Düsseldorfer EG setzte sich am Montagabend mit 3:1 (0:0, 1:0, 2:1) gegen die Iserlohn Roosters durch, festigte damit den vierten Tabellenplatz in der Gruppe Nord der Deutschen Eishockey Liga und steigerte vor dem Derby am Donnerstag (18.30 Uhr) bei den Kölner Haien noch einmal ihr Selbstvertrauen.

Von Beginn an übernahm die DEG die Kontrolle über ein Eishockeyspiel, das durchaus einseitig daherkam. 15 Schüsse feuerten die Düsseldorfer in den ersten 20 Minuten auf das von Andreas Jenike gehütete Tor der Roosters ab. Auf der anderen Seite erlebte Hendrik Hane bei seinem dritten Saisonspiel ein äußerst ruhiges erstes Drittel. Nur zwei Mal musste der 20-Jährige eingreifen. Dass es zur ersten Sirene 0:0 stand, hätte verdient als grotesk bezeichnet werden dürfen.

Als Topscorer Daniel Fischbuch wegen Hakens für zwei Minuten auf der Strafbank Platz genommen hatte, ging die DEG in Unterzahl in Führung. Ken André Olimb klaute den Roosters in der neutralen Zone die Scheibe und bediente wenige Sekunden darauf den mit nach vorne geeilten Eugen Alanov (27.).

Jerome Flaake trifft artistisch zum 3:1 und entscheidet damit die Partie

Die Roosters blieben harmlos, auch im zweiten Abschnitt brachten sie nicht mehr als sechs Torschüsse zustande. Selbst die Top-Reihe um Casey Bailey, Alexandre Grenier und Joseph Whitney blieb weitgehend unscheinbar. Die DEG machte fast alles richtig, nur das Ergebnis von 1:0 nach 40 Minuten passte nicht zum Schussverhältnis von 33:8. Das dachte sich auch Fischbuch, der nach schöner Vorarbeit von Olimb nach etwas mehr als drei Minuten im Schlussdrittel auf 2:0 (44.) erhöhte.

Weil sich die DEG – wie schon in Wolfsburg – im Vergleich zu den vorherigen Wochen defensiv deutlich verbessert präsentierte und zudem alle drei Situationen mit einem Mann weniger auf dem Eis schadlos überstand, so auch eine vierminütige Unterzahl im ersten Drittel, schien der Zwei-Tore-Vorsprung für den zweiten dreifachen Punktgewinn der Saison zu genügen.

Dann aber schlugen die Iserlohner doch zu. Natürlich mit Whitney als Torschütze (52.) und Grenier als Vorlagengeber. Plötzlich schienen die Roosters aufgewacht, doch Jerome Flaake (54.) stellte mit einem artistischen Abschluss, bei dem er den Puck aus der Luft heraus an Jenike vorbei schlug, den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Das 3:1 war zudem den Endstand. „Heute haben wir über 60 Minuten sehr gutes Eishockey gespielt und an die Leistung in Wolfsburg angeknüpft“, sagte Verteidiger Marco Nowak.

Statistik: Düsseldorfer EG – Iserlohn Roosters 3:1 (0:0, 1:0, 2:1)
DEG/Tor: Hane (Pantkowski); Abwehr: Cumiskey, Jensen – Nowak, Ebner – Johannesen, Zanetti – Geitner; Angriff: Alanov, Olimb, Fischbuch – Ehl, Barta, Flaake – Karachun, Carey, From – Jahnke, Buzas, Eder
Schiedsrichter: Steingroß/Schukies
Zuschauer: keine
Tore: 1:0 (26:56) Alanov (Olimb/4-5), 2:0 (43:23) Fischbuch (Olimb, Alanov), 2:1 (51:13) Whitney (Grenier), 3:1 (53:38) Flaake (Johannesen, Ehl)
Strafminuten: 10:10
Torschüsse: 40:20

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