Anthony Woodrow

“Es wäre ein Traum, wenn ich wenigstens ein Finale erreichen würde …”

  • Freitag, der 15. Dezember 2017
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Ein Finale über 50 Meter Freistil, das ist das Ziel von Anthony Woodrow, 17-jähriger Schwimmer des Düsseldorfer SC 1898. Noch bis Sonntag ist Woodrow gemeinsam mit Teamkollegin Hanna Koch in Berlin bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften. Dort will er die erfolgreiche Saison krönen, hat uns Anthony nach dem ersten Rennen erzählt.

Wie lief das erste Rennen?

Ich habe meine Bestzeit über 100 Meter Freistil von vor ein paar Wochen bestätigt und das macht mich sehr glücklich. Leider hat es trotzdem nicht für das Finalrennen gereicht. Mal sehen, wie es am Samstag auf meiner Paradedisziplin über 50 Meter Freistil laufen wird.

Was ist das Ziel für Berlin?

Es wäre ein Traum, wenn ich wenigstens ein Finale erreichen würde und dafür werde ich hier alles tun. Es wird aber sehr schwer werden. Die Deutschen Meisterschaften sind eine gute Gelegenheit, mal zu sehen, wo ich stehe.

Wie gefällt Ihnen die Stimmung?

Da ist eine tolle Atmosphäre am Beckenrand und man bekommt viel mit. Ich habe schon richtig gute Schwimmer gesehen, die viel besser sind als ich. Deshalb ist Berlin eine gute Chance, auch mal zu sehen, wie die anderen schwimmen und vielleicht auch etwas zu lernen, um mich selbst zu verbessern.

Ist die Deutsche Kurzbahnmeisterschaft ihr Saison-Highlight?

Ursprünglisch war das Internationale Jugendmeeting in Bonn das Highlight der Saison. Aber weil ich dort so gut geschwommen bin, habe ich mir das Ticket für Berlin geholt und lege jetzt noch ein Highlight oben drauf.

Sie wurden in England geboren, wie kamen Sie zum DSC?

Ich habe mit fünf Jahren mit dem Schwimmen begonnen. Als ich neun Jahre alt war, sind wir aus beruflichen Gründen nach Düsseldorf gezogen. Ich wollte weiter schwimmen und so bin ich beim DSC gelandet.

Wie lässt sich der Sport mit der Schule vereinbaren?

Ich besuche die Internationale Schule in Düsseldorf und da kann dort alles auf Englisch machen, das macht es mir einfacher. Ich trainiere siebenmal in der Woche, manchmal zweimal am Tag und die Schule geht bis 15.45. Das Training beginnt schon um 16.30 Uhr. Deshalb habe ich keine Zeit zwischendurch meine Hausaufgaben zu machen. Da setze ich mich dann abends nochmal hin. Das ist ziemlich anstrengend.

Was sind Ihre Ziele für das nächste Jahr?

Nächstes Jahr werde ich sogar neunmal in der Woche trainieren. Die Offene Deutsche Meisterschaft ist das Ziel, da trete ich gegen Erwachsenen an und möchte auch vorne mitschwimmen. Außerdem werde ich nächstes Jahr nach England zurückkehren, um dort zu studieren. Dann muss ich leider den DSC verlassen. Ich war acht Jahre hier und es war eine tolle Zeit. Es wäre schön, meine Teamkollegen irgendwann bei einer WM oder den Olympischen Spielen wieder zu sehen.

 

(PK)