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Etat 2017 des Sportamtes

  • Donnerstag, der 24. November 2016
  • News

Rede des Herrn Stadtdirektor Hintzsche zum Haushaltsplanentwurf 2017 am 23.11.2016 im Sportausschuss

Es gilt das gesprochene Wort

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Damen und Herren, bevor wir in die Haushaltsberatung einsteigen, möchte ich Ihnen die wesentlichen Eckdaten des Haushaltsplan-Entwurfs 2017 vorstellen. Mit dem vorliegenden Etatentwurf wird die Förderung des Sports in Düsseldorf auf hohem Niveau weitergeführt. Unter Berücksichtigung des vorliegenden Veränderungsverzeichnisses ergibt sich für den Sportetat 2017 folgende Übersicht:

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Die geplanten Ausgaben in den Produkten des Sportamtes belaufen sich auf rund 46,4 Millionen EUR an Aufwendungen zuzüglich Investitionen in Höhe von 21,9 Millionen EUR, denen Erträge von 12,9 Millionen EUR gegenüberstehen. Der Zuschussbedarf beträgt somit 55,72 Millionen EUR. Im Vergleich zum Vorjahr – da hatten wir einen Etat von 67,8 EUR Millionen – wird der Sportetat um rund 0,5 Millionen EUR erweitert.

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Ich komme zu den Produktaufteilungen des Sportetats:

Den größten Anteil am Etat hat mit rund 40,3 Prozent bzw. 18,69 Millionen EUR das Produkt „Sportförderung durch Zuschussgewährung und Leistungen an die Bäder“. Darin enthalten sind unter anderem umfangreiche Zuschüsse an die Düsseldorfer Sportvereine und die Ersatzleistungen in Höhe von rund 7,5 Millionen EUR für die Bädergesellschaft zum Betrieb der Düsseldorfer Frei- und Hallenbäder.

Mit einem Anteil von über 37,7 Prozent bzw. 17,48 Millionen EUR wird das Produkt „Betrieb gewerblicher Art (BgA) Sportamt“ etatisiert: Rund 8,4 Millionen EUR gehen dabei auf die in der Betriebsführung befindlichen Einrichtungen zurück. Hierzu gehören:

    • der ISS-Dome,
    • das Castello,
    • und das Deutsche Tischtenniszentrum.

Das Produkt „Förderung des Nachwuchs-, Breiten-, Leistungs- und Schulsport, Bewegungs- und Talentförderung“ umfasst mit rund 6 Millionen EUR 13,1 Prozent des Sportetats. Hierin enthalten ist unter anderem der jährliche Zuschuss von 2,6 Millionen EUR für den Bereich Sportmarketing der Düsseldorf Congress Sport und Event GmbH. Für das Jahr 2017 wurde der Zuschuss zur Mitfinanzierung für die Ausrichtung der Tischtennis-Weltmeisterschaft 2017 und zum Ausbau von Sportmarketingmaßnahmen um insgesamt 1.785 Millionen EUR erhöht.

Für die Förderung des Nachwuchssportes stehen rund 934 TEUR zur Verfügung. Damit werden unter anderem die folgenden Maßnahmen unterstützt:

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Düsseldorfer Modell der Bewegungs-, Sport- und Talentförderung:

Da der Zugang zum Sport in erster Linie in jungen Jahren geprägt wird, ist die Förderung des Kinder- und Jugendsports ein wesentlicher Schwerpunkt im Selbstverständnis der Sportstadt Düsseldorf. Mit der im Jahr 2002 begonnenen Einführung und Weiterentwicklung des bundesweit beachteten Düsseldorfer Modells für Bewegungs-, Sport- und Talentförderung mit all seinen Maßnahmen und positiven Effekten befindet sich die Landeshauptstadt hier auf einem vorbildlichen Weg.

Die sportmotorische Untersuchung SNUpi! findet bereits bei der Schulneulingsuntersuchung statt. Diese im Jahr 2015 eingeführte Maßnahme hatten wir Ihnen im Ausschuss im vergangenen Jahr ausführlich vorgestellt. Die bereits seit langem etablierten Maßnahmen CHECK! und ReCHECK! folgen im zweiten bzw. fünften Schuljahr. In diesem Jahr wurde in Absprache mit den Sportarten Rhythmische Sportgymnastik, Kunstturnen weiblich und Tischtennis eine Talentsichtung in SNUpi! etabliert. Dabei konnten bereits über 200 Mädchen und Jungen in die Leistungsstützpunkte zu einem Probetraining eingeladen werden.

Mit allen drei Testverfahren werden nun jährlich rund 14.000 Kinder sportmotorisch erfasst. Mit Abschluss des aktuell laufenden ReCHECK!-Verfahrens wird voraussichtlich die Schwelle von insgesamt 100.000 sportmotorisch untersuchten Düsseldorfer Kindern erreicht.

Olympic Adventure Camp:

Seit 2004 findet bereits das Olympic Adventure Camp (OAC) rund um den Apolloplatz am Rheinufer statt – wegen des NRW-Festes in diesem Jahr ausnahmsweise auf den Oberkasseler Rheinwiesen – und ist aus dem Ferienkalender nicht mehr wegzudenken. Hier haben Düsseldorfer Kinder und Jugendliche in der letzten Woche der Sommerferien die Gelegenheit, ihre Freizeit mit aktuell 40 Sport- und Bewegungsaktivitäten gesund und abwechslungsreich zu gestalten. Rund 100.000 Besucherinnen und Besucher nutzen jedes Jahr das kostenlose OAC-Angebot, das durch seine Vielfalt besticht und auch das Thema Inklusion berücksichtigt. Für die Durchführung des OAC sind im Sportetat rund 52.000 EUR veranschlagt. Aus dem Jugendetat werden weitere 30.000 EUR für diese bewährte Veranstaltung bereitgestellt.

Leistungssportförderung:

Der Masterplan Leistungssport ist Grundlage für die Entwicklung und Gesamtkoordination des Leistungssports. Er bündelt die Aktivitäten der Spitzensportförderung und sorgt für ein zielorientiertes Handlungskonzept.

Die Spitzensportlerinnen und –sportler sind Aushängeschilder ihrer Sportart, ihrer Vereine und auch ihrer Stadt. Die sportlichen Erfolge Düsseldorfer Athletinnen und Athleten prägen das Bild der Sportstadt, so zuletzt auch bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro mit

    • Annika Sprink, Lisa Marie Schütze und Selin Oruz, den Bronzemedaillengewinnerinnen im Hockey
    • Timo Boll, der Bronze mit der Tischtennis-Mannschaft gewann
    • Thomas Schmidberger, dem 2fachen Silbermedaillengewinnner (Einzel und Doppel) im paralympischenTischtennis
    • Valentin Baus und Stephanie Greber, die die Silbermedaille im paralympischen Tischtennis geholt haben
      sowie
    • Sandra Mikolaschek und Jochen Wollmert, die im paralympischen Tischtenniswettbewerb teilgenommen haben.

Immer mehr Sporttalenten gelingt der Sprung aus den Fördermaßnahmen des Düsseldorfer Modells oder aus den Fördermaßnahmen des Masterplans in den Spitzen- und Spitzennachwuchssport. Beispielhaft zu nennen sind:

  • Leichtathletin Jessie Maduka vom ART Düsseldorf gewann in den vergangenen Jahren mehrere Titel bei Deutschen Meisterschaften, zuletzt den Meistertitel im Dreisprung der Altersklasse U23.
  • Leonie Menzel vom RC Germania Düsseldorf wurde in 2016 Deutsche Ruder-Meisterin im Einer und im Doppel-Zweier und gewann bei den Junioren-Europameisterschaften die Bronzemedaille im Doppel-Zweier.
  • Tennisspieler Henri Squire vom TC Kaiserswerth wurde Deutscher Meister im Doppel und Vizemeister im Einzel in der Altersklasse U16.
  • Tennisspieler Constantin Zoske auch vom TC Kaiserswerth wurde Deutscher Meister im Einzel und Doppel in der Altersklasse U16. Beide Spieler wurden in das deutsche Team für den Junior Davis Cup berufen und erreichten die Finalveranstaltung in Budapest, wo sie 11. wurden. Dies ist ein sehr beachtlicher Erfolg, wenn man bedenkt, dass 182 Nationen am Junior Davis Cup teilnehmen.
  • Radsportler Per Christian Münstermann vom SG Radschläger gelang in diesem Jahr die Qualifikation für die Teilnahme an den Bahnrad-Weltmeisterschaften der Junioren.

Die Düsseldorfer Fördersystematik beruht im Leistungssport auf zwei Säulen:

    • Eine Säule ist die sportartspezifische Förderung über die Sportver­waltung mit der Zuschussgewährung an die Leistungszentren des Leistungssportbetriebs (Leistungsstützpunkte). Hierfür stehen jähr­lich 385.000 EUR zur Verfügung. Diese teilen sich wie folgt auf:
      Für den Förderzyklus 2017 bis 2020 konzentriert sich die jährliche Förderung mit 355.000 EUR noch gezielter und leistungsorientierter auf die Sportarten, in denen Düsseldorferinnen und Düsseldorfer die Aussicht auf nationale und internationale Spitzenplätze haben (dazu gehören: Tischtennis, Hockey, Rudern, Leichtathletik, Judo, Taekwondo) und solche, die mit Blick auf die Sportstätten im städtischen Interesse liegen (dazu gehören: Wasserball, Handball, Basketball). Darüber hinaus ste­hen bis zu 30.000 EUR zur Verfügung, um Nachwuchs-Leistungssportlerinnen und –sportlern den Weg zu Olympia oder den World Games zu ebnen. Nach Bewertung der eingegangenen Förderanträge werden wir Ihnen eine entsprechende Beschlussvorlage in der Januar-Sitzung vorlegen.
    • Die zweite Säule ist die sportartübergreifende Förderung auf der Grundlage des 2014 geschlossenen Leistungsvertrags zwischen dem Stadtsportbund und der Stadt. Dieser Vertrag mit einem jährlichen Zuschussvolumen in Höhe von 330.000 EUR umfasst insbesondere folgende Aufgaben:
      • Betrieb eines Internats für jugendliche Leistungssportlerinnen und Leistungssportler
      • Betrieb und Trägerschaft des Talentzentrums Düsseldorf
      • Serviceleistungen für die Düsseldorfer Leistungsstützpunkte, die NRW – Sportschule und das Verbundsystem „Sportfreundliche Schulen in Düsseldorf“
      • Zusammenarbeit mit der Heinrich-Heine-Universität und der Hochschule
      • Sportfachliche Serviceleistungen im Rahmen des Masterplan Leistungssport und des NRW-Leistungssportzentrums

 

Internationale Sportkontakte:

Düsseldorf praktiziert seit zehn Jahren einen intensiven Austausch im Nachwuchssport mit den Partnerstädten und den befreundeten Städten in verschiedensten Sportarten. Regelmäßige Austauschprogramme finden im Fußball, Judo, in der Leichtathletik, im Tennis und Tischtennis statt.
2016 kam erstmalig ein Austausch im Handball anlässlich der Düsseldorfer Wirtschaftstage in Moskau zustande. Dieser Austausch wird in den nächsten Jahren fortgesetzt. Die Tischtennis-Weltmeisterschaft in Düsseldorf 2017 wirft bereits jetzt ihren Schatten voraus. Als Botschafter der Tischtennis-Metropole Düsseldorf hat die Schülermannschaft der NRW-Sportschule am Lessing-Gymnasium in diesem Jahr die Schulweltmeisterschaft in Eilat/Israel gewonnen und damit erstmalig den ungeschlagenen Seriensieger China bezwungen.
Im Tischtennis-Jahr 2017 findet turnusgemäß auch der Besuch einer Juniorenauswahl der Partnerregion Chiba/Japan statt. Zukünftig soll hier auch ein Austausch im paralympischen Bereich stattfinden.
Für Maßnahmen zur Förderung des Austausches mit unseren Partnerstädten stehen rund 51.000 EUR zur Verfügung.

 

Sport im Park:


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Die Sportangebote sollen so attraktiv und vielfältig sein, dass sie für alle Düsseldorfer Einwohner interessant sind. Dies bedeutet, Sportmöglichkeiten für ältere Menschen, Männer und Frauen, Jungen und Mädchen ebenso anzubieten, wie für Menschen mit Behinderungen und verstärkt auch für Flüchtlinge. Letztendlich kann die Zielsetzung nur „Sport für Alle“ heißen. Entsprechende Handlungsfelder werden zum Beispiel im Stadtentwicklungskonzept 2025+ definiert.

Die Ergebnisse der Bevölkerungsumfrage haben das Sportamt veranlasst, ein Projekt zu planen, das allen Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürgern ein kostenloses und unverbindliches Gesundheits- und Fitnesstraining auf öffentlichen Grünflächen bietet.
Das Mitmachprojekt „Sport im Park“ hat die Düsseldorfer Sportlandschaft um ein weiteres attraktives Angebot im Bereich der Bewegungsförderung bereichert. Der Spaß an der Bewegung und in der Gruppe steht bei der „Bewegungsstunde“ im Vordergrund und soll zum persönlichen Wohlbefinden und einer verbesserten Lebensqualität beitragen.
In diesem Jahr umfasste das Angebot von Mai bis Oktober 276 Übungseinheiten mit Kursen an acht Grünflächenstandorten im Düsseldorfer Stadtgebiet. Es nahmen im Schnitt 22 Personen pro Kurs teil, womit über 6.000 Teilnehmerinnen und -teilnehmer erreicht wurden. Die Finanzierung erfolgte bislang aus dem Produkt „Förderung des Nachwuchs-, Breiten-, Leistungs- und Schulsport, Bewegungs- und Talentförderung.“
Nach der Gesamtevaluierung wird die Sportverwaltung ein Konzept zur Projektetablierung und zur eventuell möglichen Ausweitung auf alle Stadtbezirke vorlegen.

Laufstrecken in Düsseldorf:

Mit dem Relaunch des Internetauftritts der Stadt Düsseldorf wurde auch die Darstellungsform der Joggingstrecken neu aufgesetzt. Zu den sieben bereits vorhandenen Strecken sind sechs weitere hinzugekommen. Damit konnte auch hier der Service für laufinteressierte Düsseldorferinnen und Düsseldorfer weiter verbessert werden. In einem nächsten Schritt erhalten die Düsseldorfer Hotels einen Aufsteller mit einem QR-Code, damit auch die zahlreichen Gäste unserer Stadt über mögliche Laufstrecken informiert werden können.

Gemeinsam gegen Homophobie – Für Vielfalt, Respekt und Akzeptanz im Sport:

Die Stadt setzt sich auf allen Ebenen für ein aktives Vorgehen gegen Homophobie ein und unterstützt Maßnahmen zur Förderung eines vorurteilsfreien Klimas und einer Kultur einer gelebten Vielfalt auf der Basis gegenseitiger Wertschätzung, Achtung und Akzeptanz. Jegliche Art von Diskriminierung, Gewalt, Rassismus, Homophobie und Sexismus sollen im Düsseldorfer Sport keinen Platz haben.

So erhielt der VC Phönix einen Zuschuss zur Durchführung der Kampagne „Just Sports“, einem Aktionsprogramm gegen Homophobie im Sport. Dieses Aktionsprogramm war medial ein Erfolg und hat auch eine nachhaltige Wirkung erzielt. 2017 findet die Annual General Assembly (AGA)-Tagung in Düsseldorf statt. Auf dieser Tagung entscheidet sich, ob Düsseldorf Ausrichterstadt für die Eurogames 2020 wird. Der Rat der Stadt Düsseldorf hat sein Interesse als Austragungsort für das jährlich stattfindende schwul-lesbische Sportgroßereignis bereits bekundet. Dem federführenden Ausrichterverein (VC Phönix Düsseldorf e. V.) ist ein Veranstaltungskostenzuschuss von bis zu 80.000 EUR im Jahr 2019 zugesichert worden.

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Zuschüsse an die Düsseldorfer Vereine:

Der Sport ist unverzichtbarer Bestandteil des Lebens in der Landeshauptstadt Düsseldorf und wird in all seinen Facetten weiter gefördert, entwickelt und nachhaltig gesichert.

An dieser Stelle gilt mein besonderer Dank allen, die sich im Ehrenamt in den zahlreichen Düsseldorfer Sportvereinen mit viel Engagement einsetzen.

Die in der Etatplanung berücksichtigten städtischen Haushaltsmittel für die Gewährung von Zuschüssen nach den Sportförderrichtlinien an die Düsseldorfer Vereine betragen 1,66 Millionen EUR. Diese werden in unveränderter Höhe dem Stadtsportbund im Rahmen des „Pakt für den Sport“ zur Verfügung gestellt.
Dieses bewährte Bündnis kommt den über 157.000 Menschen, die in den 452 Düsseldorfer Vereinen und Betriebssportgruppen organisiert sind, zugute. Der „Pakt für den Sport“ gibt unseren Vereinen im Hinblick auf die Sportförderung und dem Stadtsportbund für das Aufgabenpaket die notwendige Planungssicherheit, die für ihre Arbeit zum Wohle der Sportstadt benötigt wird. Mit dem vorliegenden Etatentwurf erhält der Stadtsportbund nach einer organisatorischen Überprüfung künftig um rund 43.000 EUR erhöhte Ersatzleistungen für die Aufgabenwahrnehmung in den Bereichen Vergabe der städtischen Turn- und Sporthallen, Führung der Vereinsmitgliederstatistik und Vergabe der städtischen Zuschüsse.

Mit einem breit angelegten Förderprogramm unterstützt die Landeshauptstadt Düsseldorf ab sofort dauerhaft und nachhaltig die ehrenamtliche Arbeit in den Sportvereinen mit zusätzlich 100.000 EUR jährlich.
50.000 EUR jährlich davon erhalten die Vereine für die Durchführung von Ausbildungs-, Fortbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für ihre Trainerinnen und Trainer bzw. Übungsleiterinnen und Übungsleiter. Voraussetzung hierfür ist, dass die jeweilige Maßnahme vom Deutschen Olympischen Sportbund bzw. seiner Fachverbände anerkannt ist.

Darüber hinaus sollen Kooperations- und Fördermaßnahmen mit besonderen Perspektiven in den Düsseldorfer Sportvereinen gefördert werden. Diese Projekte sollen mit Personalkostenzuschüssen für die Einrichtung hauptamtlicher Fachkräfte gefördert werden. Auch hierfür stehen jährlich 50.000 EUR zur Verfügung.

Rund eine Millionen EUR (1.022.833 EUR) sind für die Umsetzung des Kunstrasensanierungsprogramms 2017 eingestellt. Über die konkrete Jahresplanung auf der Grundlage der aktuellen Bedarfslage wurde bereits in der letzten Sitzung des Sportausschusses beraten.

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Auf der Vereinssportanlage Völklinger Straße/Fährstraße (Sparta Bilk) – ich greife die Fragestellung aus dem letzten Sportausschuss auf – ist nach erfolgter Prüfung ein diskutierter Grundstückstausch mit dem Bau-und Liegenschaftsbetrieb des Landes nicht mehr zu erwarten, so dass der vorgesehenen Sanierungsmaßnahme nichts entgegensteht.

Für investive Zuschüsse wie Bauvorhaben und die Anschaffung von Sportgeräten sieht die Haushaltsplanung unverändert rund 1,8 Millionen EUR vor.

Als nächstes möchte ich auf die Baumaßnahmen im Sportbereich eingehen.

Für den Bereich Hochbau sind zunächst die zahlreichen schulorganisatorischen Maßnahmenpakete (SOM) hervorzuheben, mit denen wir neue Sporthallenkapazitäten – insgesamt planen wir rund 20 Sporteinheiten mit einem Finanzvolumen von über 40 Millionen Euro – durch den Schulbau schaffen werden. Bereits geplant sind beispielhaft neue 3fach-Sporthallen an den Standorten:
Koetschaustraße und Schmiedestraße sowie Koblenzer Straße – hierzu wird dem Rat noch in diesem Jahr ein Finanzierungsbeschluss vorgelegt mit der Zielsetzung den Bau der Sporthalle vorzuziehen.
Neue 2fach-Sporthallen sind an folgenden Standorten vorgesehen:
Am Steinkaul und Stettiner Straße. Zudem entsteht eine neue 1fach-Sporthalle am Standort Graf-Recke-Straße.

Darüber hinaus freuen wir uns auf die Erweiterung der NRW-Sportschule am Lessing-Gymnasium mit einer neuen 3fach-Sporthalle und dem künftigen Judo-Leistungsstützpunkt. Die Inbetriebnahme steht kurz bevor.

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Ich komme nun zu einem Aushängeschild der Sportstadt Düsseldorf, dem Deutschen Tischtenniszentrum:

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Am Staufenplatz ist die Errichtung einer 30m x 35m Sporthalle als Erweiterung des Deutschen Tischtenniszentrums kurz vor der Fertigstellung. Die Tischtennis-Hochburg Düsseldorf wird mit dieser Modernisierung weiter optimal gefördert. Die Kosten sind mit rund 4,7 Millionen EUR im Rahmen geblieben, Bund und Land haben sich vereinbarungsgemäß beteiligt. Die Inbetriebnahme der neuen Halle ist für Anfang Februar 2017 vorgesehen.
Wie geplant, können hier ausreichende Trainingsmöglichkeiten für die Tischtennis-Weltmeisterschaft 2017 zur Verfügung gestellt werden.

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In der letzten Sitzung des Sportausschusses haben wir Ihnen das Gesamtkonzept für die Multifunktionalen Sportflächen vorgestellt. Mit der Umsetzung dieses Konzeptes qualifizieren wir insbesondere bestehende Grün- und Parkflächen sowie Bolzplätze für den Sport im öffentlichen Raum. In jedem Stadtbezirk wird eine Sportfläche geschaffen, die sich an dem geänderten Sportverhalten der Bevölkerung orientieren wird. Spaß, Gesundheit, Wellness und Naturerlebnis stehen heute mehr im Vordergrund. Folgende Schwerpunkte werden bei der inhaltlichen Gestaltung berücksichtigt:

  • Ballsport mit Fußball, Basketball/Streetball und Hockey
  • Rückschlagsport mit Speedminton, Tennis und Volleyball
  • Trendsport mit Skate/BMX, Parkour, Bouldern und Slackline)
  • Gymnastik/Fitness, ggf. als zusätzliches Angebot

Die Sportflächen an den Standorten unter der Theodor-Heuss-Brücke und in Garath werden im nächsten Jahr umgesetzt. Somit wird das Sportangebot für alle Düsseldorferinnen und Düsseldorfer inhaltlich und flächenmäßig in den Stadtteilen erweitert.

      Zur Umsetzung des Düsseldorfer Bäderkonzepts:

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Die Düsseldorfer Bäderlandschaft wird strategisch unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeit, Modernisierung und Zielgruppenorientierung umfassend weiterentwickelt. Mit dieser zukunftsorientierten Ausrichtung der Bäderstandorte wird auch die Sportinfrastruktur für den Schul-, Freizeit-, Breiten-, Vereins- und Leistungssport attraktiver. Die Umsetzung des Bäderkonzeptes ist im Plan. Bei der Planung aller Bäderprojekte an den Standorten Oberkassel, Flingern, Unterrath und Benrath setzen wir auf eine breite Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung.

Zum Hallenbad Oberkassel:

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Mit dem Neubauprojekt am neuen Standort auf der Bezirkssportanlage Heerdt/Oberkassel an der Pariser Straße ermöglichen wir das Schwimmen in Sichtweite zum Rhein. Im Rahmen dieses Neubaus erhält auch der TSV Jahn eine neue Gymnastikhalle. Das Gesamtinvestitionsvolumen umfasst 14,2 Millionen Euro. Die investiven Mittel sind im Haushalt 2017 ff. aufgenommen. Im Jahr 2017 werden hierfür 4,3 Millionen EUR bereitstehen.

Zum Neubau Hallenbad Allwetterbad / Sanierung Freibad Allwetterbad in Flingern:

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In Flingern sind die Weichen für ein neues schulorientiertes, barrierefreies Hallenbad und die Sanierung des Freibades gestellt. Der Rat hat diese Maßnahme aus dem Bäderkonzept am 17. November 2016 beschlossen. Die notwendigen Mittel werden über das vorliegende Veränderungsverzeichnis für 2017 ff. in Höhe von insgesamt rund 25,76 Millionen EUR angemeldet. Für das Jahr 2017 sind Investivmittel in Höhe von rund 3,14 Millionen EUR vorgesehen.

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Mit Blick auf das Supersportjahr 2017 komme ich zum Ende meiner Ausführungen. Im Jahr 2016 blickte die gesamte Sportwelt nach Brasilien zu den Olympischen Spielen und nach Frankreich zur Fußball-Europameisterschaft. Im nächsten Jahr wird die Sportstadt Düsseldorf mit einem außergewöhnlichen Sportjahr in den Fokus der Weltöffentlichkeit rücken. Mit

  • dem Grand Départ der Tour de France
  • der Tischtennis-Weltmeisterschaft

und

  • der Europameisterschaft im Triathlon

finden gleich drei absolute Sport-Highlights in Düsseldorf statt. Wir freuen uns auf hochklassigen Sport und zahlreiche sportbegeisterte Gäste aus dem In- und Ausland in unserer Stadt.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.