Fortuna braucht den Heimsieg

(Foto: F95)

Das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim am Samstagnachmittag ist ein Schlüssel auf dem Weg zum Klassenerhalt.

Uwe Röslers Bilanz als Fortuna-Trainer lässt sich von zwei Seiten betrachten. Unter der Regie des 51-Jährigen hat der Fußball-Bundesligist in zehn Begegnungen nur zwei Mal verloren, und das gegen Top-Teams wie Borussia Mönchengladbach sowie den FC Bayern München. Allerdings verließ der Tabellen-16. seit Amtsantritt des Altenburgers auch nur zwei Mal den Platz als Sieger. In Freiburg und gegen Schalke. Rösler hat die Fortuna durchaus stabilisiert, auch die fußballerische Darbietung ist mitunter ansprechend. Doch für den direkten Klassenerhalt Ende Juni braucht es mehr. Zum Beispiel einen Heimsieg am Samstagnachmittag gegen die mit Europapokal-Ambitionen nach Düsseldorf reisende TSG Hoffenheim.

„Das Höchste ist für uns der 14. oder 15. Tabellenplatz. Dafür musst du deine Heimspiele gewinnen“, gab der Cheftrainer am Donnerstag bei der virtuellen Pressekonferenz eine klares Statement ab. Von diesen hat die Fortuna noch drei: Jenes gegen den Tabellensiebten aus dem Kraichgau sowie die gegen Borussia Dortmund (13. Juni) und den FC Augsburg (20. Juni). Angesichts der beiden nach dem Wochenende folgenden Aufgaben gegen den BVB und bei RB Leipzig kommt der Partie gegen Hoffenheim eine besondere Bedeutung zu – auch wenn Rösler diese Einschätzung so nicht teilt: „Bei mir hat es nur zum Grundkurs Mathematik gereicht. Das nächste Spiel ist Hoffenheim. Mit irgendwelchen Rechenspielen befasse ich mich nicht.“ Frei nach dem Motto: Jede Begegnung ist von besonderer und gleicher Wichtigkeit.

Die Fortuna aber muss gegen Hoffenheim am Samstag (fast) schon den „Dreier“ einfahren, sonst könnte am Ende maximal die Relegation als Rettungsboot bleiben. Warum? Werder Bremen, aktuell in der Tabelle hinter den Rot-Weißen auf dem ersten direkten Abstiegsplatz positioniert, trifft mit Ausnahme der Bayern auf kein Top-Fünf-Team mehr. Trotz Krise an der Weser dürfen die Konkurrenten noch einmal mit einem Aufbäumen rechnen. Aufgegeben haben sie sich in Bremen nicht. Und der Rückstand auf die Fortuna beläuft sich auf nur zwei Punkte. Der auf Rang 15 stehende FSV Mainz 05 hat auch nur einen Punkt mehr als das Rösler-Team auf der Habenseite, könnte an den kommenden beiden Spieltagen (Frankfurt und Augsburg) jedoch ebenfalls noch einmal ordentlich punkten. 

Das könnte für eine verschärfte Ausgangslage sorgen. Damit der Druck auf die Fortuna vor den Duellen mit den „Schwergewichten“ Dortmund und Leipzig nicht noch größer wird, sollte also der zweite Heimsieg unter Rösler her. „So wie gegen Schalke müssen wir wieder in unseren roten Bereich kommen. Wir dürfen Hoffenheim nicht nur bekämpfen, wir müssen sie auch bespielen“, erklärte der Trainer. Sieben Punkte könnten unter Umständen zum direkten Klassenverbleib genügen, doch wie schwer – oder dann schon unlösbar – könnte die Aufgabe werden, wenn am Ende gegen Augsburg und bei Union Berlin unbedingt sechs dieser Zähler her müssen? Ein Heimsieg gegen die TSG würde die Ausgangsposition verbessern. Oder andersherum ausgedrückt: Er würde sie keinesfalls verschlechtern.

(SD)

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